• 17.07.2012, 10:44:46
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BMF und BMWFJ präsentieren Jungunternehmer-Offensive

Zwei neue Jungunternehmer-Fonds mit 110 Millionen Euro geplant

Wien (OTS) - Finanzministerin Maria Fekter hat heute gemeinsam mit
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner auf Initiative von
Vizekanzler Michael Spingelegger die neue Jungunternehmer-Offensive
präsentiert. "Wenn im Unternehmensaufbau das nötige Risikokapital
fehlt, der Kredit bei der Bank nicht ausreichend gewährt und die
Kontakte noch nicht etabliert sind, bleiben viele potenziell
erfolgreiche Unternehmen auf halber Strecke stecken", erklärte die
Finanzministerin. "Das müssen wir in Zukunft stärker verhindern, denn
Österreich braucht mutige Menschen, die Ideen haben und auch bereit
sind, diese in die Tat umzusetzen", so Fekter. Die
Jungunternehmeroffensive setzt durch zwei konkrete Initiativen bei
Frühphasenfinanzierung an, um innovative Start-ups gerade in der
Gründerphase besser zu unterstützen.

Die erste Offensive ist die des so genannten Gründerfonds. Dieser mit
65 Millionen Euro dotierte Fonds ermöglicht Jungunternehmerinnen und
Jungunternehmern eine Risikokapitalfinanzierung über
Firmenbeteiligungen. Der Gründerfonds kann sich von 100.000 Euro bis
max. einer Million Euro beispielsweise durch den Erwerb von
Gesellschaftsanteilen von bis zu 49 Prozent am Unternehmen
beteiligen.

Initiative zwei, der 22,5 Millionen Euro dotierte Business Angel
Fund, baut auf dem bereits bestehenden Modell der Business Angels
auf. Dazu Finanzministerin Fekter: "Der Business Angel Fund erhöht
die Risikokapitalversorgung, indem die Investitionskraft der Business
Angels verdoppelt wird. Für jeden Euro, den diese Privatinvestoren in
junge Unternehmen investieren, wird ein weiterer Euro der
öffentlichen Hand investiert - daraus resultiert ein Gesamtvolumen
von 45 Millionen Euro. Durch die Einbindung des Europäischen
Investitionsfonds (EIF) und der privaten Business Angels kann eine
Hebelwirkung für die nationalen öffentlichen Mittel im Verhältnis von
rund 1:3 erzielt werden", betonte die Ministerin. "Wir wollen mit dem
Business Angel Fund vor allem junge Unternehmen erreichen, die neben
einer Finanzspritze auch Know-How und Netzwerk-Kontakte benötigen."
Die durchschnittliche Investitionshöhe bei dieser Fördervariante
beträgt zwischen 150.000 bis maximal 300.000 Euro pro Unternehmen.
"Bei einem Verkauf des Unternehmens fließen die öffentlichen Anteile
in den Fund zurück und ermöglichen so weitere Investments", hoben
beide Minister hervor.

"Österreich liegt bei der Höhe der Risikokapitalfinanzierung unter 25
untersuchten Ländern nur auf Platz 20. Hier besteht also dringender
Aufholbedarf und ich bin sicher, dass wir mit unseren beiden
Jungunternehmer-Initiativen auf dem richtigen Weg sind, das zu
ändern", schloss Fekter.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Finanzen, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 514 33 - 500 005

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