• 11.07.2012, 14:49:12
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Sozialversicherungsanstalt der Bauern

Neue Studie zeigt hohes Gesundheitsbewusstsein der Kinder und Jugendlichen aus bäuerlichen Betrieben

Wien (OTS) - "Gesundheit und Prävention haben für die SVB schon
immer einen ganz hohen Stellenwert. Kindern und Jugendlichen kommt
dabei ein hohes Augenmerk zu, stellen sie doch die künftige
Generation der bäuerlichen Versicherten dar", erklärt die
stellvertretende Obfrau der SVB Vizepräsidentin Theresia Meier. Denn
trotz moderner Technik ist das Berufsbild eines Bauern, einer Bäuerin
noch immer mit manueller und je nach Betriebssparte erheblicher
körperlicher Arbeit verbunden. Diese darf aber nicht darüber
hinwegtäuschen, dass es für einen gesunden Lebensstil
Ausgleichsbewegung, Entspannung aber auch richtige Ernährung braucht.
Mit Angeboten ist die SVB bemüht, für einen gesunden Lebensstil zu
werben und zu unterstützen.

Die Kinder waren im Rahmen der Aktion "Kindersicherheit am
Bauernhof" bereits Zielgruppe eines umfassenden Projektes. Nun steht
die Generation der Jugendlichen im Fokus einer wissenschaftlichen
Analyse.

Um für diesen Bereich möglichst bedarfsbezogen agieren zu können,
hat die SVB zwischen Februar und Juli 2011 eine umfassende Erhebung
bei Jugendlichen in der Altersgruppe zwischen 11 und 18 Jahren
gestartet. Dazu wurden 4.202 Jugendliche befragt.

Die Ergebnisse der Auswertungen liegen nun in Form einer Studie
vor und zeigen sehr interessante Ergebnisse.

Grundsätzlich sind Kinder und Jugendliche aus bäuerlichen Familien
gesundheitlich in vielerlei Hinsicht in einer besseren Situation als
andere. Sie haben ein höheres Ernährungsbewusstsein, ernähren sich
auch gesünder, sie bewegen sich mehr und sitzen weniger vor dem
Fernseher und vor dem Computer. Zwei von fünf Jugendlichen sind
körperlich sehr aktiv und betreiben fast täglich Sport und viele sind
auch in Sportvereinen aktiv. Es kann auch ein höheres seelisches
Wohlbefinden und eine höhere Lebenszufriedenheit attestiert werden.
Dabei hängt das Wohlbefinden direkt mit dem Gesundheitshandeln
zusammen, eine gesunde Ernährung, mehr Bewegung und ein geringerer
Substanzkonsum gehen unzweifelhaft mit einem höheren Wohlbefinden
einher.

Trotz dieser positiven Ergebnisse, gibt es auch Bereiche, in denen
die Prävention verbessert werden kann. Dies betrifft Gewicht und
Körperwahrnehmung, denn - fast ein wenig paradox - auch wenn sich
bäuerliche Kinder und Jugendliche deutlich ernährungsbewusster als
andere Gleichaltrige zeigen und im Allgemeinen auch auf eine viel
höhere Ernährungsqualität Wert legen, also gesünder und vielseitiger
essen, ist rund jeder Zehnte unter den bäuerlichen Kindern in allen
Altersgruppen übergewichtig. Das durchschnittliche Übergewicht
beträgt bei Burschen ab dem 15. Lebensjahr fünf Kilo, bei Mädchen
rund drei Kilo. Positiv vermerkt werden muss allerdings, dass sich
viele der Befragten für zu dick halten und selbst an ihrem Gewicht
etwas verändern wollen. Ein wichtiger Schlüssel für eine künftige
Präventionsarbeit.

Gleiches Phänomen beobachten wir beim Rauchverhalten. Die
bäuerlichen Jugendlichen rauchen etwa gleich so viel wie andere
Gleichaltrige. Sind aber mit ihrem Rauchverhalten deutlich
unzufrieden und wollen ihren Nikotinkonsum eher verändern, reduzieren
bzw. ganz aufhören.

Eine nicht wegzuleugnende Problematik bildet der Alkoholkonsum von
Jugendlichen aus bäuerlichen Familien. Von den Befragten ist rund
jeder Vierte der 15 bis 18-Jährigen völlig oder nahezu
alkoholabstinent. Der Alkoholkonsum beginnt bei den bäuerlichen
Jugendlichen später als bei anderen Gleichaltrigen, ist dann
allerdings ausgeprägt. Zudem unterschätzen viele Burschen das
Suchtpotential von Alkohol. Alkohol macht auch aufgrund des hohen
Kaloriengehaltes dick (der Nachweis konnte in der Studie auch
empirisch gezeigt werden), womit ein Konnex zu Gewicht und
Körperwahrnehmung gegeben ist.

Die SVB wird diese Erkenntnisse nicht nur im Bereich der
bestehenden Sicherheits- und Gesundheitsprogramme fix implementieren,
denn diese Fakten gelten in gleicher Weise auch für Erwachsene. "Die
SVB verfügt über speziell auf den Berufsstand ausgerichtete
Präventionsprogramme sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für
Erwachsene. Wichtig ist, dass sich ebenso die Eltern mit Sicherheits-
und Gesundheitsthemen auseinandersetzen, denn dann lernen sie nicht
nur für sich selbst, sondern können über die Vorbildfunktion ihren
Kindern ein gutes Beispiel für deren Leben sein", zeigt sich die
stellvertretende Obfrau überzeugt. Als neue Schwerpunkte werden für
Jugendliche Programme speziell im Hinblick auf Ernährung, Gewicht
aber auch Substanzkonsum gemeinsam mit Schulen entwickelt, mit dem
Ziel einen positiven Langzeiteffekt zu erreichen. Kinder und
Jugendliche, die in einer Umgebung mit sicheren Gewohnheiten
aufwachsen, behalten diese später auch als Erwachsene bei.

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Rückfragehinweis:
Dr. Georg Schwarz
Tel.: 01/797 06 - 2201
E-Mail: [email protected]

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