• 04.07.2012, 14:55:41
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Kadenbach/Leichtfried: Agrarlobby verhindert effektiven Tierschutz

SPÖ-Europaabgeordnete appellieren, den Tierschutz auch in Krisenzeiten nicht aus den Augen zu verlieren

Wien (OTS/SK) - Die EU-Kommission hat die Idee des Europäischen
Parlaments übernommen, einen EU-Rechtsrahmen für den Tierschutz zu
schaffen. Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg den
Bericht über die Strategie der Europäischen Union für den Schutz und
das Wohlergehen von Tieren 2012 bis 2015 abgestimmt. "Wir dürfen
trotz Wirtschaftskrise den Tierschutz nicht aus den Augen verlieren.
Das Wohlbefinden von Tieren steht zudem in enger Verbindung mit der
öffentlichen Gesundheit. Die Tierschutzvorschriften müssten daher
EU-weit durchgesetzt werden, um die Verbreitung übertragbarer
Krankheiten durch Tiere zu verhindern", sagt die
SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für
Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. ****

SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, Vizepräsident der Animal
Welfare Intergroup im EU-Parlament, fordert strengere Kontrollen der
Tierschutzbestimmungen und deren Durchsetzung seitens aller
Mitgliedstaaten, deutliche Sanktionen bei Nicht-Einhaltung und die
Schließung bestehender Gesetzeslücken. "Bei der Abstimmung heute im
EU-Parlament hat sich leider in mehreren Bereichen die Agrarlobby bei
der konservativen Abgeordnetenmehrheit durchgesetzt. Dadurch sind
viele unserer Forderungen nicht oder nur abgeschwächt angenommen
worden", erläuterte Leichtfried. (Schluss) mw/mo

Rückfragehinweis:
Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: [email protected]

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