- 04.07.2012, 11:36:25
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Elektro- und Elektronikindustrie: Greentelligence sorgt für konstantes Wachstum
Produktion erreicht 2011 Vorkrisenniveau, Einkommensanalyse stellt Branche ein gutes Zeugnis aus

Wien (OTS) - "Unsere Prognose, die wir im Juli 2011 abgegeben
haben, hat sich erfüllt. Per Ende 2011 hat der Produktionswert
Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) mit 12,73 Mrd. Euro (+7,9%)
wieder das Niveau von 2008 erreicht", fasst Brigitte Ederer,
Präsidentin des FEEI - Fachverband der Elektro- und
Elektronikindustrie die erfreuliche Konjunkturentwicklung einer der
größten Industriebranchen Österreichs zusammen. Nach dem Erfolgsjahr
2010 sind auch 2011 nahezu alle produzierenden Sparten zweistellig
gewachsen. Wachstumstreiber waren erneut die Exporte, die um 8%
gegenüber 2010 gestiegen sind. Die hohe internationale
Wettbewerbsfähigkeit unterstreicht auch die Tatsache, dass
mittlerweile über 80% der Aufträge aus dem Ausland kommen. Auch für
2012 ist Ederer zuversichtlich: "Der Wachstumstrend hat sich auch im
ersten Quartal 2012 mit einem Produktionsplus von 4,4% weiter
fortgesetzt. Die Auftragseingänge liegen in den ersten drei Monaten
2012 auf dem Niveau der letzten zwei Jahre. Wir gehen daher davon
aus, dass die Branche 2012 um rund 4% zulegen kann". Die gute
Branchenentwicklung spiegelt sich auch bei den Beschäftigten wider.
"2011 waren erstmals wieder mehr als 60.000 Personen in der EEI
beschäftigt, seit Jahresende ist der Personalstand nochmals um 236
Mitarbeiter gewachsen", erklärt Ederer.
Einkommensanalyse der EEI: Gleiches Entgelt für gleiche
Tätigkeit
Der steigende Personalbedarf in den Unternehmen, veranlasst den
FEEI auch dazu, regelmäßig die Werbetrommel für den Arbeitgeber
Elektro- und Elektronikindustrie zu rühren. "Neben interessanten
fachlichen Entwicklungsperspektiven ist die EEI eine Branche, die
sich seit Jahren durch moderne arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen
auszeichnet, inklusive attraktiver Löhne und Sozialleistungen.
Grundsätzlich gilt in punkto Bezahlung für Männer und Frauen
Gleichberechtigung für gleiche Tätigkeiten. Allerdings können sich
objektiv erklärbare Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der
Größenordnung von 3 bis 5% ergeben. Dies ist Ergebnis einer
Einkommensanalyse, die vom FEEI für rund 30.000 Personen, das sind
50% aller in der EEI beschäftigten Mitarbeiter, in den vergangenen
Wochen durchgeführt wurde. Details zeigen, dass vor allem technische
Jobs deutlich besser bezahlt werden als Verwaltungstätigkeiten.
Allerdings werden technische Aufgaben nur von rund 10 bis 35% der
Frauen ausgeübt. Je höher die Karrierestufe wird, desto weniger
Frauen sind in der Branche beschäftigt. "Leider kommen wir in den
Führungsebenen nur auf einen Frauenanteil von 5%, die technischen
Positionen werden dabei zu 95% von Männern ausgeübt. Einer der
Hauptgründe dafür ist schlichtweg, dass Frauen in diesen Berufen
absolute Mangelware sind", erklärt Lothar Roitner, Geschäftsführer
des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.
Schwachstellen: Zulagen, Überstunden, Frauen in
Führungspositionen
Laut Einkommensanalyse können sich im Bruttojahresgehalt
Differenzen zwischen Frauen und Männern auch bei gleichen Tätigkeiten
zeigen. Diese erklären sich dadurch, dass Montagearbeiten und
Nachtschichten überwiegend von Männern durchgeführt werden, dafür
werden sehr hohe Zuschläge bezahlt. Auch beim Thema Zeitausgleich
verfahren Frauen und Männer unterschiedlich: Erstere nehmen
Zeitausgleich in Anspruch, Zweitere lassen sich die Stunden
auszahlen. Bei Dienstreisen und Bereitschaftsdiensten - ebenfalls
Tätigkeiten, die durch Zuschläge aufgewertet werden - haben ebenfalls
Männer die Oberhand. "Fazit ist, dass die Branche gehaltsmäßig und
auch in Bezug auf arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen gut aufgestellt
ist. Nachholbedarf gibt es aber beim Thema Frauen und Technik sowie
Frauen in Führungspositionen. Seit Jahren bemüht sich der FEEI daher
mit einer Reihe von Maßnahmen Mädchen für eine technische Ausbildung
zu gewinnen. Beim Thema Führungspositionen stoßen wir aber an
gesellschaftspolitische Grenzen. Die Familienlasten werden nach wie
vor überwiegend von Frauen getragen, das wirkt sich unweigerlich auf
die Karriere aus", fasst Ederer zusammen.
Greentelligence ist das Erfolgsrezept für zukünftiges Wachstum
Neben der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Verfügbarkeit
hochqualifizierter Mitarbeiter wird der weitere Weg der Elektro- und
Elektronikindustrie vor allem davon bestimmt, ob der Aufbau
intelligenter Infrastruktur in Europa ernsthaft vorangetrieben wird.
Intelligenz und Effizienz sind die Schlagworte, die das industrielle
Wachstum prägen werden. Von intelligenten Energiesystemen, über
smarte Mobilität bis hin zur mobilen Kommunikation - an der Elektro-
und Elektronikindustrie führt beim Thema Infrastrukturerneuerung kein
Weg vorbei.
Dieser Trend spiegelt sich auch in der Entwicklung der einzelnen
Sparten wider. Rund 20% der in Österreich produzierten Güter sind
Produkte und Komponenten für die Energietechnik. Gleichzeitig
verzeichnete dieser Sektor mit +15,9% auch das stärkste Wachstum im
Jahr 2011. Aber auch das Bauelementesegment hat sich mit voller Wucht
aus der Krise katapultiert und seit 2009 seinen Produktionswert um
47,1% gesteigert. Mehr als 77,8% dieser Produkte gehen in den Export.
Größter Abnehmer war auch 2011 der europäische Markt (64,3% der
Exporte) und hier speziell Deutschland (28,7% der Gesamtausfuhren).
Asien ist mittlerweile mit einem 15%igen Anteil der zweitgrößte
Exportmarkt - mit einem Plus von 20% wird hier das stärkste Wachstum
verzeichnet. Besonders stark nachgefragt sind Produkte, Systeme und
Komponenten für innovative Umwelt-, Klima- sowie Informations- und
Kommunikationstechnologien. Das unterstreicht laut Lothar Roitner
auch die führende Position, welche die heimischen Unternehmen bei
diesen Technologien innehaben. "Gerade deswegen wünschen wir uns von
Seiten der politischen Entscheidungsträger mehr Zug zum Tor und die
Etablierung von marktwirtschaftlich orientierten
Steuerungsinstrumenten, die die Marktdurchdringung intelligenter
Technologien entsprechend forcieren", erklärt Roitner abschließend.
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in
Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit mehr als
60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,7 Milliarden
Euro (Stand 2011). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu
gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum
Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien
(UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der
Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes
Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und
Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu
stärken. Weitere Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial
finden Sie unter http://www.feei.at/presse/.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3154/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher, Leitung FEEI-Kommunikation T: +43 1 588 39 29, M: 0664/619 25 08 E: [email protected]
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