- 28.06.2012, 08:15:31
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Verleihung des Österreichischen Verkehrssicherheitspreises - BILD

Wien (OTS) - Bei der feierlichen Verleihung des Österreichischen
Verkehrssicherheitspreises im MuseumsQuartier holten das KFV
(Kuratorium für Verkehrssicherheit) und der Österreichische
Gemeindebund engagierte Menschen vor den Vorhang: Die Volksschule
Wies, die HTBLuVA Salzburg, die Stadt Villach, die ÖBB
Personenverkehr AG und das "Fair & sicher"-Team des ORF Burgenland
wurden mit dem "Aquila" ausgezeichnet.
Dass Österreich in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte in
der Verkehrssicherheit gemacht hat, ist nicht nur der Verdienst von
Institutionen, die sich von Berufswegen damit beschäftigen. Viele
Menschen engagieren sich aus eigenem Antrieb und in den
unterschiedlichsten Formen für ein besseres Miteinander im
Straßenverkehr. Diese Arbeit ist ein unschätzbarer Beitrag, den das
KFV und der Österreichische Gemeindebund seit mittlerweile 41 Jahren
mit dem Österreichischen Verkehrssicherheitspreis ehren. Am 27. Juni
landete der "Aquila", die Trophäe in Gestalt eines Adlers, bei der
Preisverleihung im Wiener MuseumsQuartier in den Händen der
glücklichen Gewinner. "Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue über die
vielen Ideen und Initiativen, die österreichweit zum Thema
Verkehrssicherheit umgesetzt werden", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor
des KFV. "Heuer haben wir viele Einreichungen von Kindergärten und
Schulen bekommen. Österreich kann nichts Besseres passieren, als dass
sich schon die jüngsten Bürger Gedanken über das gesellschaftlich -
und schlussendlich auch wirtschaftlich - wichtige Thema Sicherheit
machen und darüber, wie man Unfälle vermeiden kann."
Gewinner Kategorie Kindergärten & Volksschulen: Volksschule
Wies
Die Schüler der 4a und 4b der Volksschule Wies (Steiermark) haben
viele Ideen - vor allem, wenn es um das Projekt "Sicherer Schulweg"
geht. Vorgegangen sind sie dabei wie Profis: Zuerst haben die
cleveren Verkehrsdetektive ihr Schulumfeld analysiert. Wie verhalten
sich Verkehrsteilnehmer, was machen sie gut und was nicht so gut?
Dann haben die Kinder in Gruppenarbeit Lösungen entworfen und sind
damit zum Bürgermeister von Wies, der Bezirkshauptmannschaft und der
Baubehörde marschiert. Und schließlich haben die tatkräftigen
Viertklässler auch noch Holzfiguren, Hinweistafeln, Warnzeichen für
Bahnübergänge und Elternhaltestellen gestaltet. Derzeit arbeiten sie
an einem Folder und organisieren ein Fest, bei dem ihre Maßnahmen
vorgestellt und offiziell in Betrieb genommen werden. Aber den
"Aquila" haben sie sich für so viel Eigeninitiative schon jetzt
verdient.
Gewinner Kategorie Mittelschulen & Höhere Schulen: HTBLuVA
Salzburg
"ALIS" kann im Ernstfall Leben retten. In ihrem Maturaprojekt
haben die Absolventen der 5BHELB, Abteilung Elektronik, ein Unfall-,
Ortungs- und Informationssystem für den Motorsport entwickelt. Das
"Accident Locating and Informing System" (ALIS) wird am Sturzhelm
angebracht und erkennt einen Aufprall oder Sturz des Fahrers. Ein
kurzes akustisches Signal zeigt, dass das System aktiviert wurde. Ist
mit dem Fahrer alles in Ordnung, kann er das System deaktivieren,
bevor die Rettungskräfte alarmiert werden. Gibt es keinen Abbruch,
sendet ALIS eine SMS mit den Koordinaten des Unfallorts,
Informationen zur Art des Kraftfahrzeugs und Personendaten des
Fahrers an die eingespeicherte Notrufnummer. Der voll funktionsfähige
Prototyp steht bereits zur Verfügung.
Gewinner Kategorie Städte: Stadt Villach
Schutzwege werden ihrem Namen nicht immer gerecht.
Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Fahrzeuglenkern und
Fußgängern, aber auch verparkte Zebrastreifen, wucherndes Gebüsch,
schlechte Bodenmarkierung und Beleuchtung führen zu Unfällen, wo
keine passieren sollten. Die Stadt Villach hat 2010 ein eigenes
Verkehrssicherheitsprogramm beschlossen und eine der ersten Maßnahmen
lautete: Schutzwegüberprüfung und Verbesserung! Bis November 2011
wurden die ersten 100 Schutzwege unter die Lupe genommen, seit Jänner
2012 werden die jeweils notwendigen Maßnahmen umgesetzt, damit
Autofahrer die Schutzwege und die Fußgänger darauf besser und vor
allem rechtzeitig wahrnehmen.
Gewinner Kategorie Unternehmen & Vereine: ÖBB Personenverkehr
AG
Öffis sind ein Verkehrs-Mittel zum Zweck. Viele Menschen wollen
rasch und unproblematisch von A nach B kommen, aber manchmal ist das
Miteinander in Bus und Bahn nicht so einfach. Die ÖBB Personenverkehr
AG startete mit "Brain Train - Fairness am Zug" eine ganz besonders
mitreißende Aktion, um Jugendliche über Gefahren, Sicherheit und
Zusammenleben in und rund um öffentliche Verkehrsmittel aufzuklären.
Brain Train ist eine spannende Quiz- und Gameshow, eine Kombination
aus Wissen und Entertainment, zugeschnitten und zielgruppengerecht
verpackt für junge Menschen, die oft den Zug oder Bus benützen. 1.800
Schüler wurden im Herbst 2011 in Vorarlberg zur Show eingeladen, nach
diesem Testlauf beginnt ab Juni 2012 eine "Österreich-Tournee".
Gewinner Kategorie Medien: Das "fair & sicher"-Team des ORF
Burgenland
Für Gabriela Schwarz (Programmchefin des ORF Radio Burgenland),
Dr. Gertraud Steinhäusl-Höflinger (Redakteurin) und Mag. Christine
Aichner (Marketingleiterin des ORF Burgenland) sind Fairness und
Rücksicht im Straßenverkehr schon zu Lebensaufgaben geworden. Die
Verkehrssicherheitskampagne "fair & sicher" zählt zu einem Fixpunkt
im burgenländischen Jahresablauf. Rund 71 Wochen seines Programms hat
der ORF Burgenland seit der ersten Kampagne dieser gemeinsamen Aktion
mit dem KFV und dem Verkehrsreferat des Landes Burgenland gewidmet.
Oder anders beziffert: 1.300 Radiospots, 650 TV-Spots, Reportagen und
Live-Berichte haben bisher die burgenländischen Verkehrsteilnehmer
auf das Thema Selbstverantwortung und rücksichtsvolles Verhalten
aufmerksam gemacht. Dass diese Aktion jedes Jahr, auch mit
Unterstützung prominenter Testimonials, erfolgreich und vor allem
wirksam verläuft, ist dem großen Engagement der drei Damen zu
verdanken.
Fotos werden nach der Veranstaltung unter folgendem Link zur
Verfügung stehen: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3128/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Tel.: 05-77077-1919,
E-Mail: [email protected], www.kfv.at
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