• 20.06.2012, 13:55:08
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Mitterlehner: Neue Studie zeigt nachhaltigen Erfolg der Kurzvarianten des Kinderbetreuungsgelds

Wirtschafts- und Familienminister: Kurzvarianten werden gut angenommen, erleichtern Vereinbarkeit und steigern Väterbeteiligung am Kinderbetreuungsgeld

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Familienminister Reinhold
Mitterlehner legte am Mittwoch im Familienausschuss des Nationalrats
eine positive Evaluierung des einkommensabhängigen
Kinderbetreuungsgelds und der Pauschalvariante für 12+2 Monate vor.
"Die neuen Kurzvarianten sind von Österreichs Eltern sehr gut
angenommen worden. Damit haben wir die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf erleichtert, die Wahlfreiheit erhöht und die Väterbeteiligung
gesteigert", so Mitterlehner zu den wesentlichen Ergebnissen.

Die Kurzvarianten wurden im Auftrag des BMWFJ vom Österreichischen
Institut für Familienforschung (ÖIF) evaluiert. "Mit den neuen
Varianten wurden die Bedürfnisse junger Eltern gut getroffen", so
Mitterlehner weiter. Sie haben damit die Möglichkeit nur kurz aus dem
Erwerbsleben mit einem Einkommensersatz (einkommensabhängiges
Kinderbetreuungsgeld) auszusteigen: Drei Viertel der befragten
Bezieher/-innen sind mit der von ihnen getroffenen Wahl sehr
zufrieden. Vor allem mit dem Einkommensersatz wurde ein Modell
geschaffen, das der beruflichen Situation der Bezieher/-innen
weitgehend Rechnung trägt.

Bei den wieder Erwerbstätigen wird deutlich, dass es durch die
kurze Unterbrechung selten zum Verlust der beruflichen Position
kommt. Die Arbeitszeit wird aber meist reduziert. Umso wichtiger ist
es, die Unternehmen weiterhin für eine familienbewusste
Personalpolitik zu sensibilisieren, wie es in der im Mai
unterzeichneten Charta zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
festgeschrieben worden ist. So muss unter anderem ein verstärktes
Augenmaß auf die Thematik Teilzeitarbeit in Führungspositionen gelegt
werden.

Hohe Väterbeteiligung von 32,6 Prozent

Positiv ist auch die hohe Väterbeteiligung, die laut der
Evaluierung in den neuen Varianten bei 32,6 Prozent liegt. Die Väter
beteiligen sich überwiegend (67,5%) für einen Zeitraum von zwei
Monaten und übernehmen den Bezug meist, wenn das Kind ein Jahr alt
ist (47,6%). Väter beteiligen sich primär am KBG-Bezug, weil sie mehr
Zeit mit ihrem Kind verbringen wollen. Demgegenüber sind primär
finanzielle und berufliche Argumente ausschlaggebend, wenn sich der
Partner nicht am KBG-Bezug beteiligt: In diesem Fall würde die
Beteiligung dem Vater laut den Befragten beruflich schaden (28,7%)
bzw. wäre der KBG-Bezug durch den Vater aus finanziellen Gründen
nicht möglich (24,6%). "Die Unternehmen müssen weiter sensibilisiert
werden, damit die Väter verstärkt die Möglichkeit haben, einen Teil
der Kinderbetreuung zu übernehmen", sagt Mitterlehner. "Viele
Best-Practice-Beispiele und Studien zeigen den Mehrwert eines Ausbaus
der Familienfreundlichkeit in Unternehmen", so Mitterlehner unter
Verweis auf eine Erhebung für den kürzlich präsentierten
berufundfamilie-index.

Über die Evaluierung

Die Stichprobe umfasste 1.000 ErstantragstellerInnen (840 Frauen,
160 Männer), die den Antrag entweder auf das einkommensabhängige oder
das pauschale Kinderbetreuungsgeld gestellt haben und deren Bezug
somit unter die Reform 2010 fällt. Die Erhebung fand im September
2011 statt, als das jüngste Kind also maximal 20 Monate alt war. Die
befragten Personen wurden telefonisch zu verschiedenen
Themenbereichen rund um das KBG befragt.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers:
   Mag. Waltraud Kaserer
   Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at
   
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   [email protected]

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