- 04.06.2012, 13:50:36
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Lichtenecker: Stagnation bei Innovationsleistung birgt Gefahren für den Wirtschaftsstandort
Wissen- und Wirtschaftsstandort braucht die besten Köpfe und exzellente Forschungsinfrastruktur
Wien (OTS) - "Der heute von der Regierung vorgestellte Forschungs-
und Technologiebericht 2012 zeigt deutlich die Versäumnisse der
Bundesregierung im Bereich Forschung und Innovation in den
vergangenen Jahren", kritisiert Ruperta Lichtenecker, Vorsitzende des
Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament
und Wirtschafts- und Forschungssprecherin der Grünen.
"Es gibt dringenden Handlungsbedarf zur Attraktivierung des Wissens-
und Wirtschaftsstandorts Österreich,", stellt Ruperta Lichtenecker
klar,"denn die Innovationsleistung in Österreich stagniert seit drei
Jahren. Es ist auffällig, dass der Abstand zu den erfolgreichsten
Länder im Bereich Innovation immer größer wird." Damit Österreich
wirklich - wie in der Forschungsstrategie der Regierung beschlossen -
bis 2020 zu den Innovation Leadern aufsteigt, brauche es Dynamik.
"Die Regierung muss auch endlich die Rahmenbedingungen und die
Infrastruktur für ForscherInnen und WissenschafterInnen
attraktivieren - denn nur so kommen und bleiben die besten Köpfe und
nur so wird exzellente Forschung und Innovation möglich", betont
Lichtenecker.
"Längst überfällig ist die Stärkung der Finanzierung der
Grundlagenforschung, der Hochschulausbildung und die Reform des
Bildungswesens," Österreich gibt mit 0,53 Prozent des BIP weit
weniger für Grundlagenforschung aus als die führenden
Innovationsnationen. Österreich liegt beim Anteil der 30- bis
34-Jährigen Wohnbevölkerung mit abgeschlossener Tertiärausbildung bei
24 Prozent, das liegt weit unter dem Durchschnitt der innovativsten
Ländern von 43 Prozent.
"Derzeit stellen 38 Unternehmen zusammen 50 Prozent der gesamten
F&E-Ausgaben im Unternehmenssektor. Wir brauchen dringendst eine
Verbreiterung bei den Forschungsaktivitäten - z.B. durch
unbürokratischen Zugang zu Förderungen auch für Klein- und
Mittelunternehmen und einen einfacheren Zugang zu Risikokapital",
betont die Grüne Wirtschaftssprecherin.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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