• 01.06.2012, 17:56:27
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Mitterlehner zeichnete Österreichs innovativste Schülerinnen und Schüler aus

Jugend Innovativ 2012: Sechs Teams aus Wien, Oberösterreich und Salzburg beim Bundesfinale in Wien prämiert

Im Bild v.l.n.r.: Wolfram Anderle (aws),  SC Theodor Siegl (BMUKK), Team "ICA-Method" der HTBLuVA Salzburg, BM Reinhold Mitterlehner (BMWFJ)

Wien (OTS) - Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner
zeichnete am Freitagnachmittag am FH Campus Wien die Sieger-Teams der
25. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ aus. Sechs junge Teams aus
Oberösterreich, Salzburg und Wien konnten sich in ihren Kategorien
gegen insgesamt 539 eingereichte Projekte durchsetzen. "Unser
Wettbewerb ist ein ideales Sprungbrett für Nachwuchsforscher, die
ihre neuen Ideen in ausgereifte Produkte und Dienstleistungen
umsetzen", sagte Mitterlehner bei der Preisverleihung. "Alle
Teilnehmer erwerben durch die Arbeit an ihren Prototypen
Schlüsselqualifikationen für ihre spätere Berufskarriere und können
noch dazu erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Damit stärken wir
auch die Innovationskultur, die wir dringend brauchen, um die
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich langfristig zu sichern
und zu stärken", so Mitterlehner unter Verweis auf die 539
Einreichungen für den Wettbewerb 2012.

"Innovationsfähigkeit und Kreativität werden in einer dynamischen
und wissensbasierten Gesellschaft immer wichtiger. Diese
grundlegenden Kompetenzen, die von der jungen Generation im
Berufsleben erwartet werden, werden durch den Wettbewerb Jugend
Innovativ bereits im Schulalter gefördert. Der Wettbewerb leistet
einen wichtigen Beitrag beim Heranführen junger Talente an breite
wissenschaftliche Themenbereiche und darüber hinaus vor allem bei der
Entwicklung kreativer und innovativer Lösungsansätze. Jugend
Innovativ initiiert und fördert Projekte von SchülerInnen, die nicht
nur Ideen haben, sondern auch die Umsetzung und Nutzbarmachung dieser
Ideen darstellen können. Er macht den jungen Leuten Mut ihre Ideen
vorzustellen, umzusetzen und sich einem Wettbewerb zu stellen"
erklärt Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied.

In der aktuellen Wettbewerbsrunde stellten rund 1.700 Schülerinnen
und Schüler mit 539 innovativen Projekten in den Kategorien Design,
Business, Science, Engineering sowie den Sonderpreis-Kategorien
Klimaschutz und idea.goes.app ihr Innovations- und
Kreativitäts-Potenzial unter Beweis. Den Einzug ins dreitägige
Bundes-Finale des österreichweiten Innovationswettbewerbs hatten 30
Teams geschafft.

Sechs Projekt-Teams überzeugen mit Spitzenleistungen

Der jährlich stattfindende Schulwettbewerb wird vom
Wirtschaftsministerium und vom Unterrichtsministerium finanziert und
von der Förderbank austria wirtschaftsservice (aws) abgewickelt. Die
klassischen Bereiche wie Engineering, Business, Science und Design
wurden mit Unterstützung der Sponsorpartner Raiffeisen Klimaschutz
Initiative und T-Systems Austria um die Sonderpreis-Kategorien
Klimaschutz und idea.goes.app erweitert. Im Finale der aktuellen
Wettbewerbsrunde setzten sich folgende Projekte durch (Fotos von den
Preisträgerinnen und Preisträgern sowie die detaillierten
Projektbeschreibungen sind unter http://www.jugendinnovativ.at
abrufbar):

Engineering: Der erste Platz in der Kategorie Engineering ging an
vier Schüler und eine Schülerin der HTL Wels. Das 5-köpfige Team "Cam
Guard" entwickelte im Auftrag eines großen österreichischen
Stahlerzeugers einen Aufbau für Überwachungskameras in
Produktionsstätten, der verhindert, dass sich Wasserdampf,
Staubpartikel und Ölfilm am Kameraglas ablagern oder durch hohe
Temperaturen festkleben können. Durch den gezielten Einsatz von
Druckluft, die aus speziell geformten Düsen strömt, werden Partikel
einfach weggeweht und können so nicht die Bildqualität
beeinträchtigen. Der innovative Aufbau hält extremen Bedingungen
stand und wird zurzeit im Stahlwerk getestet.
Business: Mit dem Hauptpreis in der Kategorie Business wurde das
Projekt "viva Aronia" der HLFS Ursprung aus Salzburg ausgezeichnet.
Die zehn Schülerinnen und Schüler haben die Wirtschaftlichkeit der
nachweislich äußerst gesunden und bei uns noch weitgehend unbekannten
Apfelbeere - auch Aronia genannt - untersucht. Einer Markterhebung zu
Geschmacksempfinden, Erwartungen und Preisvorstellungen potentieller
Konsument/innen folgte die Entwicklung wohlschmeckender Produkte, wie
etwa Fruchtgummis und Trinkjoghurt. Mit seiner Produktpalette "viva
Aronia" ist es dem Team gelungen, Konsument/innen für die Apfelbeere
zu begeistern und Produzent/innen der Region eine interessante
Alternative in der Landwirtschaft anzubieten.

Science: In der Kategorie Science konnten die zwei Schüler Lucas
Sulzberger und Robert Gautsch der HTBLuVA Salzburg die
Expert/innen-Jury mit ihrem Projekt "ICA-Method" überzeugen. In
Kooperation mit einer Käserei entwickelten sie ein völlig neuartiges
Analyseverfahren zum rascheren Nachweis des schädlichen Erregers
Clostridium sporogenes auf Lebensmitteln. Das innovative Verfahren
ermöglicht Lebensmittelherstellern kontaminierte Nahrung, die dem
Menschen gefährlich werden kann, schneller aufzuspüren, um so
gegebenenfalls noch vor Auslieferung der Nahrungsmittel entsprechende
Maßnahmen setzen zu können. Konsument/innen werden so noch besser vor
gesundheitsschädigenden Bakterien bewahrt und Lebensmittelhersteller
können kostspieligen und mitunter rufschädigenden Rückrufaktionen
vorbeugen.

Design: In der Kategorie Design ging der Hauptpreis an das
4-köpfige Team der HTL 3 Rennweg aus Wien für ihr Projekt "The Movie
Bundle". Die Schüler entwickelten ein Komplettpaket für
Neueinsteiger/innen im Bereich des Filmdrehs. Das Paket besteht aus
Video-Anleitungen, die Schritt für Schritt erklären, wie man an eine
Filmproduktion mit minimalem Budget herangeht. Mit hilfreichen Tipps
zu Themen wie Kameraführung, Sound, Schnitt und Effekte sowie
Bauanleitungen für normalerweise sehr teures Equipment, erleichtern
die Schüler Interessierten den Einstieg in die Wissenschaft des
Filmemachens. Dass ein professionelles Filmprojekt auch mit geringen
Mitteln gelingen kann, bewies das Team mit seinem spannenden und zum
Nachdenken anregenden Kurzfilm "Hack-Man".

Sonderpreis "idea.goes.app Award" von T-Systems Austria:
Verbessern, verändern, erneuern: Mit diesem Appell richtete sich
T-Systems Austria als langjähriger Kooperationspartner an junge
Talente mit innovativen, praktischen und smarten Ideen für
App-Konzepte oder -Entwicklungen für die Bereiche Gesundheit, Energie
und Mobilität. Der idea.goes.app Award ging an das Trio der HTBLuVA
Salzburg für das Projekt "First Aid Live". Das Team entwickelte eine
Erste Hilfe Applikation für Erst-Helfer/innen, die durch geführte
Anweisungen eine optimale Erstversorgung im Ernstfall gewährleistet.
Außerdem werden die bereits durchgeführten Erste Hilfe Maßnahmen
sowie die GPS-Koordinaten der Erst-Helfer/innen auf einer eigens
erstellten Webseite protokolliert, um eine schnelle Verbindung
zwischen Ärzt/innen und Patient/innen zu ermöglichen. Die App steht
sowohl auf Android und Apple iOS Umgebungen, als auch auf einer
plattformunabhängigen Internetseite zur Verfügung.

Sonderpreis "Raiffeisen Klimaschutz Award": Den Sonderpreis der
Raiffeisen Klimaschutz Initiative erhielt Lukas Bernhofer von der HTL
Braunau. Der Schüler entwickelte eine intelligente Steuerung für
elektrische Geräte, die eine bessere Nutzung alternativer Energien
ermöglicht. Bei Windstille und Schlechtwetter wird damit nicht mehr
automatisch auf Strom von fossilen Energiequellen zurückgegriffen.
Die Steuerung stimmt die Zeiten von Energieproduktion und -nutzung
ideal aufeinander ab und gewährleistet eine ressourcensparende
Kommunikation zwischen Stromquelle und den einzelnen Geräten. So
warten beispielsweise Geschirrspüler, Heizung und Akkus startbereit,
bis etwa die Photovoltaikzellen am Dach genügend Energie für einen
Durchlauf oder einen Ladevorgang erzeugt haben.

Dank der Unterstützung der Raiffeisenclubs gab es auch dieses Jahr
wieder fünf Halbfinal-Events in Klagenfurt, Innsbruck, Braunau, Wien
und Mödling. Dort wurden im Vorfeld die besten Projekte aus den
Bundesländern präsentiert und die Tickets zum Bundesfinale 2012
verliehen.

Attraktive Preise für die talentierten Nachwuchsforscher/innen

Die Siegerinnen und Sieger von Jugend Innovativ erhielten
Geldpreise in der Höhe von über 30.000 Euro. Zudem werden die Teams
zu internationalen Innovations- und Wissenschaftswettbewerben in
Europa, in die USA und nach Asien entsandt. "Die Finalistinnen und
Finalisten erhalten damit die Chance, ihre im Rahmen von Jugend
Innovativ erworbenen Erkenntnisse und Projektresultate auch außerhalb
unseres Landes zu präsentieren und internationale Anerkennung zu
bekommen. Die Wettbewerbsteilnahme ist für viele ein erster wichtiger
Karriereschritt und ermöglicht es Österreichs Nachwuchsforscher/innen
sich Qualifikationen für den späteren Berufseinstieg anzueignen",
betont Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der austria
wirtschaftsservice (aws), der abschließend nochmals allen
Preisträgerinnen und Preisträgern gratulierte.

Jugend Innovativ fördert Schlüsselqualifikationen für die
Berufskarriere

Jugend Innovativ ist der größte österreichweite Schulwettbewerb
für innovative Ideen. Der Wettbewerb ermöglicht jungen Menschen, ihre
eigenen Ideen weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und der
Öffentlichkeit zu präsentieren. So werden neue Chancen für die
zukünftige Laufbahn der Schülerinnen und Schüler gebildet. Weitere
Informationen über den Wettbewerb, die Siegerprojekte sowie Fotos der
aktuellen Gewinnerinnen und Gewinner sind im Internet unter
http://www.jugendinnovativ.at abrufbar.

Über Jugend Innovativ

Ziel des österreichweiten Schüler/innen-Wettbewerbes ist, das
Kreativitätspotenzial, die Innovationskraft und den Ideenreichtum
junger Talente und Nachwuchsforscher/innen zu fördern und ans
Tageslicht zu bringen. Die Teilnahme bietet innovativen Schüler/innen
und Lehrlingen im Alter von 15 bis 20 Jahren die einmalige Chance,
eine Idee zu einem umfassenden Projekt weiter zu entwickeln. Bisher
haben 6.000 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen, die insgesamt
Zuschüsse in der Höhe von 1,4 Millionen Euro für ihre Projekte
erhielten.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Austria Wirtschaftsservice GmbH
   Jugend Innovativ
   Kathrin Strasser
   [email protected]
   Tel: 01 50175-546
   www.jugendinnovativ.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AWS

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