• 31.05.2012, 11:27:13
  • /
  • OTS0140 OTW0140

Volkshilfe: "Österreichs Steuersystem lässt Kluft zwischen Arm und Reich wachsen"

Mehr soziale Gerechtigkeit jetzt: Präsident Weidenholzer fordert Ausbau von vermögensbezogenen Steuern

Wien (OTS) - "Chancengleichheit in Österreich kann es nur geben,
wenn Vermögen und Arbeit fair besteuert werden", sagt Volkshilfe
Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer und schließt sich damit
den Forderungen des Arbeiterkammer-Präsidenten Herbert Tumpel nach
einem sozial gerechteren Steuersystem an. "Es ist nicht einzusehen,
dass Vermögen weniger besteuert wird als Arbeit. Österreichs
Steuersystem lässt die Kluft zwischen Arm und Reich ungehindert
weiter wachsen."

Vermögen ist in Österreich extrem ungleich verteilt. So beläuft
sich etwa das Vermögen der reichsten 10 Familien in Österreich
zusammen auf 65 Mrd. Euro. Und nicht nur das: Die Kluft zwischen Arm
und Reich wächst. "In den letzten Jahren erleben wir zunehmend, dass
Menschen ihre Miete oder Heizkosten nicht mehr bezahlen können", sagt
Weidenholzer. Das oberste Einkommensdrittel trägt zwar mehr zur
Lohnsteuerleistung bei, das untere wird hingegeben sehr stark durch
Verbrauchssteuern und Mehrwertsteuer belastet. Wenn man das
Haushaltseinkommen betrachtet, zahlen alle Haushalte in etwa gleich
viel an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

"Wir müssen gegensteuern: einerseits durch Investitionen in die
Bildung und durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik, andererseits durch
den Ausbau von fairen Steuern auf Vermögen und Grundbesitz", fordert
Weidenholzer.

Armut aktiv bekämpfen

"Zunehmende Ungleichheit gefährdet nicht nur den sozialen
Zusammenhalt, sondern schwächt auch die Wirtschaftskraft unseres
Landes", sagt Weidenholzer. In Österreich stammen nur 1,3 % des
Steueraufkommens aus vermögensbezogenen Steuern. Der
OECD-Durchschnitt liegt bei 5,5 %. "Ein gerechtes Steuersystem nimmt
die Wohlhabenden in die Pflicht, ihren Beitrag zum Erhalt des
Sozialstaates und des sozialen Friedens zu leisten", sagt
Weidenholzer.

Zeichen für Armutsbekämpfung: "Nacht gegen Armut" am 3. Juli
2012

Ein Zeichen gegen Armut setzt die Volkshilfe im Rahmen ihrer
Benefiz "Nacht gegen Armut" am 3. Juli im Wiener Rathaus.
Internationale und nationale Stars sammeln Geld für in Not geratene
Menschen. "Armut im reichen Österreich ist Realität. Mit unserer
jährlichen Benefiz wollen wir deutlich machen, dass wir die
Schwächsten unserer Gesellschaft nicht alleine lassen", betont
Weidenholzer.

www.volkshilfe.at/benefizabend2012

Rückfragehinweis:

Volkshilfe Österreich
   Mag. (FH) Margit Kubala
   Tel.: +43 (0) 676 83 402 214
   [email protected]
   www.volkshilfe.at/presse
   www.facebook.com/volkshilfe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel