- 24.05.2012, 13:37:57
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Rasinger: Stöger soll Mortalitätsrate bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Demenz, Diabetes und Suizid um 20 Prozent eindämmen!
ÖVP-Gesundheitssprecher: Gesundheitsminister hatte schon vier Jahre Zeit zur Umsetzung des Regierungsübereinkommens!
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Als zu allgemein und ohne konkrete Inhalte
bezeichnet ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger die
Vorschläge, die Gesundheitsminister Stöger heute, Donnerstag,
präsentiert hat. "Ich möchte nicht von Verzögerung oder Stillstand
sprechen, aber ich vermisse beim Gesundheitsminister ein konkretes
Abarbeiten der im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahmen. Dafür
hätte er schon vier Jahre Zeit gehabt", so Rasinger.
Auch beim Vorhaben des Gesundheitsministers, dass es langfristig
"zwei gesunde Lebensjahre mehr" geben solle, fehle es an konkreten
Maßnahmenvorschlägen. Dieses Ziel sei angesichts des medizinischen
Fortschritts zudem wenig ambitioniert, wenn man bedenke, dass auch
die Lebenserwartung bis 2020 um zwei Jahre steigen werde.
"Es wird Zeit, dass sich der Gesundheitsminister an die im
Koalitionsvertrag vereinbarten Punkte macht", zitierte Rasinger aus
dem Arbeitsprogramm zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention:
- Erstellung nationaler Gesundheitsziele insbesondere für die
Bereiche Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Demenz, Diabetes,
Übergewicht, Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit.
- Orientierung an den Lebenswelten und Zielgruppen (z.B. Schule,
Lehre, Arbeitsplatz, Langzeitbetreuung, SeniorInnen, MigrantInnen,
sozial benachteiligte Gruppen)
- Weiterentwicklung der nationalen Sucht- und
Suizidpräventionsstrategie mit besonderem Augenmerk auf die
Gefährdung von Kindern und Jugendlichen
- zielgruppenorientierte Schwerpunktsetzung zur Inanspruchnahme der
Gesundheitsvorsorgeuntersuchung
- Weiterentwicklung und Ausbau der betrieblichen
Gesundheitsförderung.
"Da gibt es für den Minister jede Menge zu tun, und wir unterstützen
ihn auch gerne dabei", betonte der ÖVP-Gesundheitssprecher. Die ÖVP
fordert, dass binnen zehn Jahren bei Herzinfarkt, Schlaganfall,
Krebs, Demenz, Diabetes und bei Suiziden durch konkrete nationale
Gesundheitspläne die Mortalitätsrate um 20 Prozent gesenkt wird.
"Prävention wirkt! Es gibt in Österreich zwei Mal so viel Suizidtote
wie Verkehrstote. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass
es im Bereich der Verkehrsprävention seit Jahren gezielte Maßnahmen
gibt - das vermisse ich bei den Suizidgefährdeten völlig. Hier hat
der Gesundheitsminister dringenden Handlungsbedarf."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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