- 23.05.2012, 12:03:44
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Grüne Währing/Kneuer: Wohnungsbau im Semmelweisareal auf ÖVP-Wunsch beschlossen
Bezirksvorsteher Homole hat bedenkliche Gedächtnislücken
Wien (OTS) - "Bedenkliche Gedächtnislücken legt der Währinger
Bezirksvorsteher Karl Homole an den Tag. Die Grünen Währing helfen
gerne bei der Erinnerungsarbeit", so der Klubobmann der Grünen
Währing, Marcel Kneuer. Im Jahr 2006 wurde ein neuer
Flächenwidmungsplan für das Areal der Semmelweisklinik beschlossen.
Dabei wurde unter anderem die Möglichkeit der Verbauung eines Teils
des Areals bei der Hockegasse ermöglicht. Zu diesem
Flächenwidmungsplan gab es mehr als 170 Einsprüche von AnrainerInnen,
die leider alle von der Währinger Bezirksvertretung mit Stimmen der
ÖVP und gegen die Stimmen der Grünen beschlossen wurden.
Im Jahr 2011 haben die Grünen Währing einen neuen Anlauf genommen um
eine Rückwidmung der Wohnbaufläche in Grünland bzw. als Sportstätte
(für den bestehenden Jugendfußballplatz) zu erreichen. Auch diese
Initiative wurde von allen anderen Parteien inklusive der ÖVP
abgelehnt, weil ihnen der Wohnbau auf diesem Grundstück wichtiger
war.
"Wenn sich nun Bezirksvorsteher Homole als Retter des Grundstücks
präsentieren will, indem er einen Einspruch gegen den Bau von
Luxuswohnungen dort einlegt, ist das mehr als peinlich. Es zeigt
deutlich, dass die ÖVP alles, was sie vor dem Jahr 2012 gemacht hat,
gerne vergessen würde. Anstatt ein Bezirksvorsteherveto einzulegen,
hätte Bezirksvorsteher Homole die mehrmaligen Möglichkeiten nützten
sollen, den Wohnbau in diesem Gebiet zu verhindern. Leider waren hier
Parteiinteressen aber vorrangig vor den Anliegen der AnrainerInnen",
so Kneuer.
Die Grünen Währing sehen die präsentierte Nachnutzung der
Semmelweisklinik weiterhin als eine sehr gute Lösung: "Mit einer
Nachnutzung durch eine Schule sind wir den Idealvorstellungen für das
Gelände sehr nahe gekommen. Es bleibt die Öffentlichkeit des Geländes
erhalten, es kommt kein Wohnbau in den denkmalgeschützten Gebäuden,
was ein massiv erhöhtes Verkehrsaufkommen bedeutet hätte, die
Grünflächen bleiben weitestgehend erhalten. Die Schuld für den
einzigen Wehmutstropfen - der Verbauung des Geländes bei der
Hockegasse - muss die ÖVP wohl bei sich selbst suchen", so Kneuer
abschließend.
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