• 23.05.2012, 09:31:09
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Staatspreise für Umwelt- und Energietechnologie 2012 an österreichische Vorzeigeunternehmen verliehen

Bundesminister Mitterlehner, Berlakovich, Bures: Zukunftsweisende Innovationen der Wirtschaft schaffen Arbeitsplätze, stärken Standort und nützen dem Klima

Wien (OTS) - Am Dienstagabend fand in der Wiener Hofburg bereits
zum dritten Mal die Verleihung der Staatspreise für Umwelt- und
Energietechnologie statt. Es wurden nicht nur zukunftsweisende
Technologien und Innovationen ausgezeichnet, sondern auch die Stärken
einer Wachstumsbranche präsentiert, die Lösungen liefert, um unsere
Treibhausgasemissionen und die Abhängigkeit von fossilen
Energieträgern zu vermindern. Der Preis für die Kategorie "Umwelt &
Klima" wurde von Umweltminister Nikolaus Berlakovich vergeben, in der
Kategorie "Energie & Effizienz" von Wirtschafts- und Energieminister
Reinhold Mitterlehner und in der Kategorie "Forschung & Innovation"
von Technologieministerin Doris Bures. Zusätzlich wurde in diesem
Jahr ein gemeinsamer Sonderpreis in der Kategorie "Start-up
Ressourceneffizienz" an ab&cd innovations verliehen.

Österreich hat viel Innovation zu bieten:
Wettbewerbsbeteiligung mehr als verdoppelt

Der Staatspreis, der seit 2008 alle zwei Jahre von den drei
Ministerien gemeinsam verliehen wird, erfreut sich steigender
Beteiligung: Insgesamt wurden über 200 Projekte - mehr als doppelt so
viele wie 2010 - eingereicht. Das stellt die Innovationskraft der
heimischen Umwelt- und Energietechnologiebranche eindrucksvoll unter
Beweis. Die besten Einreichungen in den ausgeschriebenen
Themengebieten wurden von den auslobenden Minister/innen mit einem
Staatspreis ausgezeichnet.

Kategorie "Forschung & Innovation" an LiSEC Gruppe
(Niederösterreich) für Gewichts- und Energieeffizienzoptimierung

Den Staatspreis für "Forschung & Innovation" überreichte
Technologieministerin Doris Bures an die LiSEC Gruppe. Ausgezeichnet
wurde das Unternehmen für das Projekt "Gewichts- und
Energieeffizienzoptimierung bei Flachglassystemen". Die innovative
Vorspanntechnik sorgt für mechanische Stabilität, dünne Wandstärke,
hohe Flexibilität sowie eine bessere Ökobilanz bei Verglasungen und
kann - als "Schutzschild" eingesetzt - die Lebensdauer von
Photovoltaikmodulen entscheidend verlängern. Durch die neue
Technologie wird der Energieverbrauch der Glasherstellung inklusive
Transport von 25 kWh/m2 auf 12,2 kWh/m2 halbiert. "Der Schlüssel für
Österreichs Vorsprung liegt in Innovation, Forschung und Entwicklung.
Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind die globalen Themen
der kommenden Jahre und Jahrzehnte: Hier geht es auch um
zukunftssichere Arbeitsplätze in heimischen Unternehmen. LiSEC ist
beispielgebend dafür, wie aus Forschung und Innovation neue,
umweltfreundliche Produktionstechnologien entstehen", so
Technologieministerin Bures.

Kategorie "Energie & Effizienz" an Liebherr-Werk Nenzing
(Vorarlberg) für patentierten Hybrid-Antrieb

Den Wettbewerb um den von Wirtschafts- und Energieminister
Mitterlehner ausgelobten Staatspreis für "Energie & Effizienz"
entschied die Liebherr-Werk Nenzing GmbH für sich. Der
Weltmarktführer im Hafenmobilkran-Bereich überzeugte die Jury mit
Pactronic(R) - dem ersten, hydraulischen Hybrid-Antrieb für Kräne und
Baumaschinen, der es schafft, Umschlagsteigerung in Verbindung mit
reduziertem Kraftstoffverbrauch zu ermöglichen. Wesentliches Merkmal
ist ein zusätzlicher Energiespeicher (Akkumulator), der durch
Regenerierung der Rückleistung beim Senken der Last sowie durch
überschüssige Leistung des Antriebsaggregates geladen wird.
Wirtschafts- und Energieminister Mitterlehner überreichte den Preis
und betonte dabei: "Die Firma Liebherr hat ihr über Jahre aufgebautes
Know-how in eine bahnbrechende Innovation umgesetzt und setzt damit
gerade bei der Energieeffizienz neue Maßstäbe", sagt Mitterlehner.
"Öko-Innovationen sichern qualifizierte Arbeitsplätze, machen den
Standort Österreich international wettbewerbsfähiger und sind ein
Schlüsselfaktor für das Erreichen der Energie- und Klimaziele", so
Mitterlehner.

Kategorie "Umwelt & Klima" an Saubermacher Dienstleistungs AG
(Steiermark) für Leuchtstoffröhren-Recycling

Der Staatspreis in der Kategorie "Umwelt & Klima" wurde von
Umweltminister Nikolaus Berlakovich an die Saubermacher
Dienstleistungs AG aus Feldkirchen (Steiermark) verliehen. Die
Auszeichnung erfolgte für ein neuartiges Verfahren zum Recyceln von
Leuchtstofflampen, das die Firma in den vergangenen Jahren
entwickelte. Damit können sowohl sämtliche Lampen, die kein
Quecksilber enthalten, als auch LCD-Flachbildschirme recycelt werden.
Die dadurch wiedergewonnenen Rohstoffe wie Eisenschrott, Glas,
Aluminium und Kupfer werden aufbereitet und erneut verwendet.
"Innovative Unternehmen, die kreative Ideen umsetzen, sind das
Rückgrat der erfolgreichen österreichischen Umwelttechnologiebranche.
In Österreich ist die Zahl der green jobs bereits auf 210.000
angestiegen, weitere 100.000 green jobs bis 2020 sind das nächste
Etappenziel", erklärte Berlakovich.

Sonderpreis an junges Start-up für die Herstellung von
Milchsäure aus industriellem Reststoff

Zusätzlich zu den Staatspreisen und Nominierungen wurde der mit
EUR 10.000 dotierte Sonderpreis "Start-up Ressourceneffizienz"
vergeben, der von allen drei Minister/innen verliehen wurde. Diese
Ehre wurde dem Jungunternehmen ab&cd innovations (Wien) für das
Projekt "Herstellung von Milchsäure aus einem industriellen
Reststoff" zuteil. Das Preisgeld wurde von Wien Energie,
Kommunalkredit Public Consulting, dem Klima- und Energiefonds sowie
von Alpine-Energie gesponsert, deren neue Aufsichtsratsvorsitzende
Dr. Benita Ferrero-Waldner auch unter den Galagästen war.

"Green Glam" am grünen Teppich: Heimische Designer und
Textilunternehmen setzen Zeichen

Heuer wurde beim Staatspreis auch ein absolutes Novum präsentiert:
Der "Austrian Green Carpet". Ganz getreu dem Motto des Abends - Mode
trifft Eco-Innovation, Clean Technology trifft Design - war der
Festteppich nicht rot, sondern grün und die Preisträger/innen sowie
das Moderations-Duo Barbara Rett und Tarek Leitner wurden von
österreichischen Designer/innen und der heimischen Textil- und
Bekleidungsindustrie nachhaltig eingekleidet.
Weitere Informationen sowie Fotos von der Veranstaltung finden Sie im
Laufe des Tages unter: www.ecolinx.com/de/staatspreis-2012

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie 
   Pressesprecherin
   Mag.a Marianne Lackner
   Telefon: +43 (0)1 71162-658121
   E-Mail: [email protected] 
   
   Bundesministerium für Wirtschaft, Jugend und Familie
   Pressesprecherin
   Mag.a Waltraud Kaserer
   Telefon: +43 (0)1 71100-5108
   E-Mail: [email protected]
   
   Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
   Pressesprecherin
   Mag.a Doris Ostermann
   Telefon: +43 (0)1 71100-6823
   E-Mail: [email protected]

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