- 16.05.2012, 13:50:29
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Schneeberger, Drexler, Strommer: "Eigenständigkeit der Länder, wo sinnvoll - gemeinsam, wo notwendig"
Bei der ersten gemeinsamen Klausur der Landtagsklubs Niederösterreich, Steiermark und Burgenland wurden wichtige Landesthemen diskutiert
St. Pölten (OTS/NÖI) - Zu einer Premiere der besonderen Art kam es
in Bad Erlach. Die Abgeordneten der ÖVP-Landtagsklubs aus
Niederösterreich, Steiermark und Burgenland fanden sich zu einer
eintägigen Arbeitsklausur ein, um wichtige Themen zu diskutieren.
Gastgeber, VPNÖ-Klubobmann LAbg. Klaus Schneeberger: "Die
Eigenständigkeit der Länder soll bewahrt werden, da auf verschiedenen
Wegen Lösungen gefunden werden können. Wir wollen diese
unterschiedlichen Ansätze diskutieren und uns die eine oder andere
Anregung holen, wie wir mit bestimmten Herausforderungen umgehen
können. In Bereichen, in denen wir es für notwendig erachten, wollen
wir gemeinsame Initiativen setzen."
Auch für den Klubobmann der steirischen Volkspartei, LAbg.
Christopher Drexler, ist die Klausur ein "exzellenter Ansatz", wie er
betonte: "Sie unterstreicht auch unser Bekenntnis zum Föderalismus.
Denn Föderalismus bedeutet für mich einen Wettbewerb der guten
Ideen." Dabei verwies er auf den steirischen Reformweg, der vor
einigen Monaten begonnen wurde: "Hier zeigen wir, dass nicht die
Länder die Reformverweigerer sind."
Für LAbg. Rudolf Strommer, VP-Klubobmann im burgenländischen
Landtag ist die Klausur auch enorm wichtig, um bei Projekten einen
Schulterschluss zu demonstrieren: "Gerade beim Verkehr gibt es
genügend Themen, die alle drei Bundesländer bewegen. Einerseits die
Ausweitung der Parkpickerlzonen in Wien, die hunderte Pendlerinnen
und Pendler betrifft. Andererseits beim Ausbau der Verkehrswege, wie
der Ostautobahn oder der Fürstenfelder Schnellstraße. Hier ist es
wichtig, dass wir an einem Strang ziehen."
Bei der Klausur selbst standen Themen wie die geplante Neuregelung
der EU-Wettbewerbskulisse, die Debatte über die Bildungspolitik oder
eine Harmonisierung der Jugendschutzgesetze auf der Tagesordnung.
EU-Förderkulisse - "Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel"
Für Klubobmann Strommer brachte besonders die geplante
Verschlechterung der Fördermöglichkeiten durch die EU große Probleme
für die Grenzregionen: "Es darf nicht sein, dass wir Unternehmen
diesseits der Grenze nichts oder nur mit geringen Ausmaß unterstützen
dürfen, jenseits der Grenze aber die Betriebe mit Förderungen
überschüttet werden können. Hier stehen Arbeitsplätze in unserem Land
auf dem Spiel."
Bildung - "Schmied soll mit Ländern konstruktive Lösungen
finden"
Klubobmann Schneeberger verwies in Sachen Bildungspolitik darauf,
dass "wir keine Zurufe von selbst ernannten Bildungsgurus, die in der
Politik gescheitert sind, brauchen. Schmied soll endlich ihre
Verantwortung wahrnehmen und mit den Ländern die Bildungsreform
ehrlich und konstruktiv diskutieren und Lösungen finden. Wir sind
bereit dafür, nun liegt es an Schmied." Für den Klubobmann der VP
Niederösterreich haben die Länder gerade bei der Frage der
Transparenz- und Parteienförderungsbestimmungen gezeigt, dass durch
faire Verhandlungen gemeinsame und praktikable Lösungen möglich sind.
Er erneuerte sein Bekenntnis zur Langform der AHS: "Wenn Schmied
die Langform der AHS nicht will und sie zu Tode spart, die Länder
sind bereit die Kompetenzen dafür zu übernehmen und die AHS als eine
Schule für Begabte zu erhalten."
Jugendschutz - Steiermark strebt Harmonisierung an
Ein Thema, das ebenfalls auf der Klausur zur Sprache kam, war die
geplante Harmonisierung der Jugendschutzbestimmungen zwischen den
Ländern. Hier berichtete Klubobmann Drexler über die Gespräche in der
Steiermark: "Leider ist es zu keiner gemeinsamen 15a-Vereinbarung
zwischen allen Bundesländern gekommen. Bei uns in der Steiermark sind
die Verhandlungen über eine Harmonisierung unserer
Jugendschutzbestimmungen mit den Bestimmungen von Niederösterreich,
Burgenland und Wien schon weit voran gegangen. Ich bin
zuversichtlich, dass hinsichtlich der Ausgehzeiten bald die gleichen
Regeln für die steirischen Jugendlichen gelten, wie für jene in
Niederösterreich, Burgenland und Wien. Eine Harmonisierung betreffend
der alkoholischen Getränke bedarf noch umfassender Verhandlungen."
Rückfragehinweis:
Volkspartei Niederösterreich, Presse
Tel.: 02742/9020 DW 140
www.vpnoe.at
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