- 16.05.2012, 12:21:50
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Schreuder präsentiert die letzten Schwulen- und lesbenfeindlichen Bastionen Österreichs
Internationaler Tag gegen Homophobie: Probleme thematisieren
Wien (OTS) - Am 17. Mai 1990 beschloss die
Weltgesundheitsorganisation WHO Homosexualität endlich aus dem
Diagnoseschlüssel - und somit als Krankheit - zu streichen. Seitdem
wird international an diesem Tag an die immer noch existierende
Homophobie in der Gesellschaft erinnert. Für Bundesrat Marco
Schreuder, Sprecher der Grünen Andersrum Wien, eine Gelegenheit an
die letzten homophoben Bastionen der Republik zu erinnern, denn:
"Hass und Angst vor Lesben und Schwulen kann sich mannigfaltig
ausdrücken. Ob durch Verwendung dummer Begriffe, ob gut gemeinte
Ratschläge, die Lebensrealitäten vollkommen ignorieren, oder blanker
Hass. Auch 2012 ist Homophobie nicht ausgestorben", meint Schreuder,
der die Top fünf Bastionen listet:
1. ÖVP - Noch immer hat es die ÖVP nicht geschafft, die
Lebensrealitäten von Lesben und Schwulen zu erkennen und bleibt ihrer
Haltung treu, lesbische und schwule Eltern samt ihren Kindern zu
diskriminieren und in Rechtsunsicherheit zu belassen.
2. FPÖ - Die FPÖ wettert nicht nur gegen MigrantInnen, sondern fällt
auch immer durch Ausritte gegen Lesben und Schwule auf.
3. Religionen - Viele Religionen bemühen sich mittlerweile
antidiskriminierende Grundsätze zu entwickeln - und das ist gut so -
aber fallen immer wieder durch enorm homophobe Äußerungen Einzelner
oder radikaler Gruppen auf.
4. Fußballfans - Zwar gehören homophobe Sprechchöre in Fußballstadien
immer mehr der Vergangenheit an, sind aber leidernoch zu hören.
5. Promis und ExpertInnen für eh alles, die keine schwulen Tanzpaare
im Fernsehen sehen wollen und damit demonstrieren, dass sie Lesben
und Schwule nur akzeptieren, wenn sie sich verstecken und nicht
öffentlich zeigen.
Für Schreuder ist der 17. Mai ein Tag, an dem alle - auch
Journalisten und Journalistinnen - kurz darüber nachdenken sollen,
wie sie Lesben und Schwule thematisieren, problematisieren und wie
Begriffe verwendet werden. "Auch das Rote Kreuz sollte seine
Blutspendenpolitik überdenken", fordert Schreuder, denn: "schwule
Männer dürfen immer noch nicht spenden. Eine klassischer und
trauriger Fall von Homophobie."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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