- 15.05.2012, 09:59:18
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Tag der Familie - BZÖ-Bucher/Haubner: Auch in Familienpolitik Österreich neu bauen
BZÖ setzte Schwerpunkt Kindergesundheit

Wien (OTS) - Am 15. Mai ist der internationale Tag der Familie.
Das BZÖ hat anlässlich dieses 1993 durch UN-Resolution festgelegten
Tages in einer Aktion vor dem Parlament Luftballons mit Wünschen an
die Politik in den Himmel steigen lassen. Mit dem Titel "Österreich
neu bauen" wurden unter den Schwerpunkten, "Politik muss besser
werden", "Familien haben genug gezahlt", "Individuelle Entfaltung der
Familien ermöglichen", "Vereinbarkeit von Beruf und Familie
sicherstellen", "Gesundheitsvorsorge der Kinder verbessern", "Bündnis
für Kinder", "Modernes Familienrecht", "Miteinander der Generationen
fördern" - 34 Einzelforderungen wie beispielsweise die gemeinsame
Obsorge, der Wegfall der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld,
der Ausbau der Pflegefreistellung, die Schaffung eines
Eltern-Jugend-Passes, schärfere Strafen bei Missbrauch und
Misshandlung oder ein bundeseinheitliches Kinder- und
Jugendhilfegesetz wie auch die beste Bildung für alle Kinder, in
alle Himmelsrichtungen versendet. BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher
und Familiensprecherin Ursula Haubner betonten vor den Aktivisten,
Kinder seien die Zukunft: "Wer in unsere Kinder investiert,
investiert in eine gute Zukunft unserer Gesellschaft. Die Politik hat
dafür zu sorgen, dass es unseren Kindern gut geht. Das BZÖ ist die
moderne Familienpartei, mit Antworten und Lösungen für sich im Wandel
befindliche Lebenswelt der Familien".
Anschließend luden Familienzukunft Österreich und die
Zukunftsakademie des BZÖ zum Thema Kindergesundheit zu einer
hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion ins Palais Epstein. 2012
setze das BZÖ auf den Schwerpunkt Kindergesundheit, erklärte
Familienzukunft Obfrau Mag. Heidrun Tscharnutter in ihrer Begrüßung.
Moderatorin Ursula Haubner betonte, dass Familie Verantwortung
bedeute; nämlich Verantwortung des Staates, aber auch der Eltern für
ihre Kinder. Es gelte massiv die Prävention im Sinne eines sozialen
Frühwarnsystems auszubauen, denn ein Euro in die Prävention, erspare
dem Staat und damit der Gesellschaft langfristig acht bis zehn Euro
"Reparaturkosten".
Universitätsprofessor Dr. Reinhold Kerbl, der Präsident der
Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde,
plädierte für eine Eltern-Kind-Vorsorge auf neuen Beinen, sprach sich
für eine Stärkung der Männerrolle aus und verlangte den Abbau
bürokratischer Hürden. So seien beispielsweise bis zu 15 Amtswege zu
erledigen, bevor man als Eltern einen Rollstuhl für sein Kind erhält.
Kerbl forderte hier die Schaffung eines One-Stop-Shop-Prinzips.
Primarius Dr. Klaus Vavrik, der Präsident der Österreichischen Liga
für Kinder- und Jugendgesundheit, betonte, dass sich die
Krankheitsbilder bei Kindern massiv verändert hätten. Es gebe immer
mehr so genannte Lebensstilerkrankungen, chronische und psychosoziale
Leiden. Österreich belegt bei Kindergesundheit den 20. Platz von 21
OECD-Ländern und ist innerhalb der EU sogar das Schlusslicht. Die
derzeitigen Gesundheitsfolgekosten dieser Entwicklung von rund 1,6
Milliarden Euro pro Jahr würden sich bis 2030 voraussichtlich auf
rund 3,7 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Vavrik plädierte für
eine viel stärkere Potentialentfaltung.
Für Elisabeth Schausberger, die Geschäftsführerin von KIB - Children
Care Verein rund ums erkrankte Kind - ist die zentrale Frage die
Betreuung von Kindern im Krankheitsfall. Allein 2011 hätten bei KIB
mehr als 1.000 Eltern angefragt, weil sie keine Betreuung für ihr
krankes Kind finden konnten. Schausberger plädierte dafür, die
Pflegefreistellung für Eltern bei Krankheit des Kindes auszuweiten
und den Kreis der Inanspruchnehmer auszubauen.
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Rückfragehinweis:
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