• 14.05.2012, 13:31:57
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Schwerpunktkontrollen der Ordnungsberater in den Wiener Gemeindebauten gestartet

In den nächsten drei Wochen verstärkt spezielle Bezirks- und Grätzelschwerpunkte: Erste Frühjahrsbilanz weist einen deutlichen Rückgang bei Anzeigen und Strafmandaten aus.

Wien (OTS) - Seit Oktober 2009 sind die Ordnungsberater in den
Wiener Gemeindebauten im Einsatz. Mit ihrer Einführung wurde eine
weitere gezielte Maßnahme gesetzt, um die Einhaltung der gemeinsamen
Spielregeln in den Wiener Gemeindebauten verstärkt einzufordern und
das respekt- und rücksichtsvolle Miteinander zu unterstützen. Ein
Schritt, der sich überaus bewährt hat und der von den BewohnerInnen
der Wiener Gemeindebauten äußerst gut angenommen wird.

Die Ordnungsberater, die sowohl die Einhaltung der Hausordnung in
den rd. 2.000 städtischen Wohnhausanlagen überprüfen, als auch
Inspektionen nach dem Wiener Reinhaltegesetz durchführen, haben seit
ihrer Einführung bereits mehr als 54.000 Kontrollgänge absolviert.
"Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem direkten Gespräch und auf
mündlichen Abmahnungen. Die Reaktionen der Bewohnerinnen und Bewohner
sind durch die Bank positiv und wir können durch die verstärkte
Präsenz vor Ort eine hohe Präventivwirkung erzielen", zog
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig Resümee.

Besonders auffällig ist der Umstand, dass, sollte jemand
angetroffen werden, der/die gegen das Wiener Reinhaltegesetz oder die
Hausordnung verstößt, sich diese Personen durchwegs einsichtig
zeigen. Das trifft ganz besonders auf Kinder und Jugendliche zu.

In der Bilanz der ersten vier Monate des laufenden Jahres (bis
inkl. der ersten Maiwoche 2012) zeigt sich, dass Vergehen und
Verstöße rückläufig sind. Vor allem grobe Verstöße, die mit
Strafmandaten und Anzeigen belegt werden, sind deutlich rückläufig.
Bei insgesamt rund 7.700 Kontrollen, die alleine in den ersten vier
Monaten des laufenden Jahres 2012 durchgeführt wurden, mussten in
Summe "nur" 5 Anzeigen erstattet und 25 Organstrafmandate ausgestellt
werden.

Auftakt für gezielte Schwerpunktkontrollen. Aktion ganz im
Sinne der BewohnerInnen

Wie bereits im Vorjahr werden die Ordnungsberater von Wiener
Wohnen auch heuer wieder, neben ihren regulären, täglichen
Kontrollgängen in den Gemeindebauten in Form gezielter
Schwerpunktkontrollen in den unterschiedlichsten Wiener
Gemeindebezirken aktiv. Diese werden mit besonderen Bezirks- und
Grätzelschwerpunkten und mit gebündelten Kräften in dutzenden
Gemeindebauten durchgeführt.

Im Rahmen der im Jahr 2011 erstmals durchgeführten
Schwerpunktkontrollen waren die mit Abstand am häufigsten
festgestellten Verstöße in Zusammenhang mit der Leinenpflicht für
Hunde, zum Thema Hundekot sowie "herrenlose" Einkaufswagerln,
abgestellter Unrat und Sperrmüll festzustellen. Die überwiegende
Mehrheit der BewohnerInnen reagierte ausgesprochen positiv und mit
uneingeschränkter Zustimmung auf diese Kontrollen.

"Diese gezielten Kontrollen und Schwerpunktaktionen zeigen sehr
deutliche Wirkung. Sie werden von den Bewohnerinnen und Bewohner der
Wiener Gemeindebauten ausdrücklich begrüßt. Denn die Erfahrung zeigt,
dass die überwältigende Mehrheit die geltenden Spielregeln, wie die
Hausordnung oder auch die Bestimmungen des Wiener Reinhaltegesetzes,
einhält und dies auch von allen anderen Bewohnerinnen und Bewohnern
erwartet. Sie fordern dies auch offensiv ein und unterstützen daher
die verstärkten Kontrollen, die seitens Wiener Wohnen und im
speziellen durch die Ordnungsberaterinnen und -berater erfolgen. Dies
geschieht wann immer möglich, auf gütliche Weise. Wenn es notwendig
ist, aber auch durch konsequentes Einschreiten. Denn ich sehe absolut
nicht ein, dass sich Einzelne zum Leidwesen aller über die geltenden
Regeln hinwegsetzen und damit die Mehrheit einer Hausgemeinschaft
unter einigen wenigen Uneinsichtigen leiden soll", so der Wiener
Wohnbaustadtrat.

Die diesjährigen Schwerpunktkontrollen laufen rund drei Wochen.
Auf dem Tourenplan stehen vor allem Regionen in den Bezirken 10, 12,
14, 15, 16, 21 und 22.

Erfolgreiche Sensibilisierung und Bewusstseinsschaffung
durch wohnpartner

Im Sinne eines harmonischen Zusammenlebens und Miteinander
erfüllen die Ordnungsberater von Wiener Wohnen eine wichtige Aufgabe
und Funktion. Gleichzeitig stellen sie einen zentralen Baustein eines
ganzen Maßnahmenbündels mit einem vielfältigen Leistungsangebot dar.
Im Mittelpunkt steht dabei die Unterstützung der BewohnerInnen, die
Stärkung von Hausgemeinschaften und die Prävention von möglichen
Konflikten. Insgesamt 125 MitarbeiterInnen von wohnpartner, dem
Nachbarschafts-Service in den Wiener Gemeindebauten sind hierfür seit
dem Jahr 2010 im Einsatz. In den Abend- und Nachtstunden in der
warmen Jahreszeit wird darüber hinaus in Form von "wohnpartner
unterwegs" eine weitere wichtige Leistung zur Steigerung der
Wohnqualität durchgeführt.

"wohnpartner unterwegs" versteht sich als flexible und mobile
Service-Einrichtung der Stadt Wien, die das gegenseitige Verständnis
weckt und eine Sensibilisierung der BewohnerInnen für die Interessen
und Anliegen ihrer NachbarInnen fördert. "Insgesamt ist die
Wohnzufriedenheit in den Städtischen Wohnhausanlagen in Wien sehr
hoch. Aber es gibt bestimmte Reibepunkte - wie in privaten
Wohnhäusern auch. Dazu gehören Probleme mit dem Einhalten der
Hausordnung, Lärmbelästigung oder unerlaubt abgelagerter Müll",
erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Die wohnpartner-Teams setzen bei ihrer Arbeit auf den Dialog mit
den BewohnerInnen vor Ort. Geschulte MitarbeiterInnen sind in den
Gemeindebauten in Zweier-Teams unterwegs, um möglichen
Auseinandersetzungen vorzubeugen und bestehenden Konflikten
entgegenzuwirken. Wie bei allen gemeinschaftsfördernden Projekten
gilt auch hier: "Durch's Reden kommen d'Leut zsam." Die
MitarbeiterInnen von "wohnpartner unterwegs" sind bereits seit 2. Mai
dieses Jahres im Einsatz.

Zwischenbilanz der Ordnungsberater für das Jahr 2012 (inkl.
1. Maiwoche):

Nach dem Wiener Reinhaltegesetz wurden bisher gemeldet:
- Hundekot 20 Meldungen
- Sperrmüll 1.394 Meldungen
- Kleinmüll 2.246 Meldungen
- Einkaufswagerl 4.274 Meldungen

Nach der Hausordnung wurden bisher gemeldet:
- abgestellte Gegenstände im Haus 45 Meldungen

- abgestellte KFZ                   40 Meldungen

   Nichteinhalten nach der Hausordnung inkl. Gesprächen mit dem/der
VerursacherIn:

- Leinenpflicht                 1.214 Verstöße

Insgesamt mussten bis heute 5 Anzeigen bei der MA 58 erstattet
werden. Weiters wurden 25 Organstrafmandate ausgestellt.

Rückfragehinweis:
Hanno Csisinko
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81983
mailto:[email protected]

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