• 11.05.2012, 11:13:57
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Mit IKT-Investitionen Konjunktur ankurbeln!

1. IKT-Konvent Österreichs: Verdoppelung gemeinsamer IKT-Projekte von Politik und Wirtschaft soll Österreich ins IKT-Spitzenfeld bringen

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2973/
Im Bild v.l.n.r.: Dr. Hannes Ametsreiter, CEO A1 und Telekom Austria Group, Michael Krammer, CEO Orange Austria, Präsident Ing. Rudolf Kemler, CEO Hewlett-Packard Österreich, Ing. Robert Chvátal, CEO T-Mobile Österreich, Mag. Peter Niederleithner, CEO Raiffeisen Informatik Consulting und Ing. Harald Leitenmüller, CTO Microsoft Österreich

Wien (OTS) - Österreich hat jetzt die Chance, mit gezielten
Maßnahmen im Investitions-, Forschungs- und Bildungsbereich zur
Spitze der IKT-Nationen aufzuschließen. Da bereits jetzt IKT mit
einem knapp neun prozentigen Anteil am Bruttoinlandsprodukt und 40
Prozent des jährlichen österreichischen Produktivitätszuwachses der
Wachstumsmotor Nummer eins der heimischen Wirtschaft ist, kann mit
Investitionen in die richtigen IKT-Projekte der Weg an die Spitze
gelingen.

Am heute erstmals stattfindenden "IKT-Konvent" der
INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH fordern die Unternehmen der Branche eine
Anerkennung ihres Beitrags zum österreichischen Wirtschaftswachstum
und die Verstärkung der IKT-Investitionen in Österreich um das
politische Ziel zu erreichen, im internationalen IKT-Ranking unter
die Top-5 Nationen vorzustoßen.

Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH, eine Plattform wesentlicher
IKT-Unternehmen, -Institutionen und wissenschaftlicher Einrichtungen,
ruft weiters zu einer Beschleunigung bei der Umsetzung der von der
Regierung beschlossenen IKT-Projekte auf. Gleichzeitig entwickelt sie
mit Unterstützung von derzeit rund 150 IKT-Experten in sechs
Arbeitskreisen neue Projektvorschläge, um Österreichs Entwicklung in
Richtung IKT-Spitze voranzutreiben.

"Die von der Bundesregierung beschlossenen IKT-Projekte sind die
richtigen ersten Verbesserungsschritte. Um nun in die Spitzenliga der
IKT-Nationen vorzustoßen, brauchen wir jetzt die klare Zusage der
Politik, die Anstrengungen zu verdoppeln, mutige Projekte mitzutragen
und umzusetzen", so Ing. Rudolf Kemler, Präsident der
INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH.

Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH arbeitet seit dem letzten Jahr
gemeinsam mit weiteren Stakeholdern und der Bundesregierung an
Projekten, die Österreich den Weg in das internationale Spitzenfeld
führen soll. Seit dem letzten Jahr sind bereits zwei
Maßnahmenkataloge, genannt "Prioritätenkataloge", dem Ministerrat der
Bundesregierung vorgelegt worden. Diese werden bereits unter der
Schirmherrschaft jeweils eines Ministeriums und den Stakeholdern aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft umgesetzt. Sie beinhalten
die Anleitung zu konkreten IKT-Projekten um die österreichische
IKT-Entwicklung zu stimulieren und die Verbreitung von
IKT-Anwendungen in Österreich zu forcieren. Der Fokus liegt dabei auf
jenen Aktivitäten, die gemeinsam von öffentlicher Hand, Wirtschaft
und Wissenschaft realisiert werden können.

Diese im Jahr 2008 institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik funktioniert und lieferte
bereits eine erste, wenn auch nur kleine, Verbesserung Österreichs in
internationalen IKT-Rankings. Um jedoch an die Spitze zu gelangen,
sind außergewöhnliche Kraftanstrengungen in folgenden Themenfeldern
nötig:

1. Verdoppelung von IKT-Unternehmensgründungen durch Venture 
    Capital-Förderung
 2. Investitionsanreize für den Ausbau von Hochgeschwindigkeits-
    Breitbandnetzen 
 3. Vermittlung von qualifizierter Medienkompetenz für alle 
    Pflichtschüler
 4. Einsparungen in der Verwaltung durch mehr Einsatz von modernen 
    IKT-Lösungen in den Bereichen Gesundheit und E-Government 
 5. Verstärkte wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den besten 
    IKT-Lehrstühlen zur Generierung großer internationaler 
    Forschungsaufträge
 6. Garantie höchster Sicherheitsstandards für IKT-Infrastrukturen 
    und Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte in Bezug auf 
    Datenschutz

Anknüpfend an die genannten Themenfelder sieht die Internetoffensive
Österreich folgenden konkreten Handlungsbedarf:

- Verdoppelung von IKT-Unternehmensgründungen durch Venture Capital-
Förderung

Die Gründung von IKT-Start-ups ist zu erleichtern und nachhaltig
zu unterstützen: das muss durch eine Weiterentwicklung der Venture
Kapital-Landschaft geschehen. Beim Markteintritt benötigen Start-ups
neben Venture Kapital auch "Early Stage"-Kapital, das eine
erfolgreiche Markteinführung von Start-up-Unternehmen national und
international unterstützt. Diese Marktkapitalisierungen müssen mit
Business Angel-Modellen verbunden werden. Risikokapital soll wieder
zu Unternehmenskapital werden. Neue IKT-Produkte sollen durch eine
Internationalisierungs-Offensive am internationalen Markt
positioniert werden.

- Investitionsanreize für den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen

Breitbandinternet und IKT-Infrastrukturen sind Zukunft und sollen
an Bedeutung gewinnen. Derzeit ist Österreich bei den monetären
Förderungen nicht hinreichend präsent. Die Internetoffensive
Österreich fordert, dass zehn Prozent aller derzeit getätigten
Investitionen in Infrastruktur-Großprojekte bei Straße und Schiene
und in Zukunftstechnologien investiert werden.

Michael Krammer, CEO von Orange Österreich und Vizepräsident der
INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: "Hochleistungsfähige
Telekommunikations-Infrastrukturen zählen zu unabdingbaren
Standortfaktoren wie Strom, Wasser, Kanal oder Autobahnanbindungen.
SIe benötigen daher die selbe politische Aufmerksamkeit. Der
Mobilfunk-Standort Österreich etwa zählt noch zu den führenden in
Europa. Diese Vorreiterrolle haben die beteiligten Unternehmen aus
eigener Kraft und weitgehend ohne öffentliche Mittel erreicht. Nun
braucht es aber entsprechende politische Rahmenbedingungen, um
weiterhin die hohe Qualität bei Produkten und Diensten für die Nutzer
sicherzustellen und im internationalen Vergleich nicht zurück zu
fallen."

Dr. Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria
Group und Vizepräsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: "Unser
Ziel muss es sein, in den nächsten Jahren unter die ersten fünf
IKT-Länder zu kommen. Mit massiven Investitionen in den Ausbau der
Breitbandtechnologien ebnen wir den Weg in die Wissensgesellschaft
von morgen. Gerade für ein kleines Land wie Österreich ist eine
moderne Infrastruktur entscheidend, denn sie bildet die Grundlage für
Wirtschaftswachstum und Fortschritt. Genauso wichtig ist aber auch
die Fähigkeit der Bevölkerung, mit den neuen Medien umzugehen. Denn
die Leistung für Österreichs Zukunft besteht nicht nur im Ausbau der
Infrastruktur, sondern auch im fairen Zugang und der Vermittlung von
Wissen. Nur so kann die digitale Kluft in Österreich nachhaltig
verringert werden."

- Vermittlung von qualifizierter Medienkompetenz für alle
Pflichtschüler

Die Kenntnis moderner IKT-Anwendungen hat sich als vierte
Kulturkompetenz - neben Lesen, Schreiben, Rechnen - etabliert. In
diesem Sinne muss sie auch im klassischen Ausbildungsweg jedes
Österreichers und jeder Österreicherin an Bedeutung gewinnen. Diese
Medienkompetenz ist für den Wissensstandort Österreich von größter
Wichtigkeit und sollte als Teil der Pflichtschulausbildung
selbstverständlich werden.

Dipl. Ing. Harald Leitenmüller, CTO von Microsoft Österreich und
Vorstand der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: "Laut einer OECD Erhebung
verwenden die Mehrheit (80%) der 15-Jährigen zu Hause ihren PC
regelmäßig, aber nicht in der Schule. Die Schulausstattung in Sachen
IKT hat sich seit 2003 kaum verändert. Die meisten Schüler nutzen
ihren PC für Mail oder Chats (69%) oder um Informationen zu suchen
(61%). Themen wie Teamwork über den PC sind immer noch kaum
verbreitet (37%). "Man sieht ganz eindeutig - selbst wo schon eine
optimale IKT-Ausstattung vorhanden ist, wird sie kaum richtig
eingesetzt. Dabei geht es gerade darum. Nur wo sich Wissen und IKT
verbinden, profitieren alle Beteiligten."

Robert Chvátal, CEO von T-Mobile Austria und Vorstand der
INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH:

"Früher war die umfassende Schulbuchaktion ein Meilenstein der
Bildung. Künftig muss der persönliche Internetzugang und digitales
Lernmaterial für jedes Kind ab dem ersten Schultag die
selbstverständliche Basis sein. Österreich hat hier die Chance, eine
internationale Vorreiterrolle zu übernehmen, indem es individuelle
digitale Lernwerkzeuge für alle Schülerinnen und Schüler ab der
Einschulung ermöglicht."

- hr Exzellenz in der Forschung & Entwicklung:

Die Bundesregierung wird nahegelegt aus dem Bereich Forschung &
Entwicklung in der IKT einen Bereich auszuwählen und in diesem
Bereich Exzellenz und Erfolg zu schaffen. Wichtig ist eine verstärkte
Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den Universitäten, aber
auch eine Vernetzung aller IKT-Forschungs- und Entwicklungsstätten.
Weiters gibt es die Forderung für einen IKT-Cluster, der alle
Softwareschmieden, Technologiezentren, Universitäten und
Fachhochschulen virtuell im Sinne einer Exzellenz verbindet, sodass
Österreich mit gebündelten Kräften in einem Thema zur Nummer eins
wird. Österreich muss Spezialisten und somit Know-how halten und
weltweit interessante Spezialisten nach Österreich holen.

- Einsparungen in der Verwaltung durch mehr Einsatz von modernen IKT-
Lösungen

Neue IKT-Lösungen für den Gesundheitsbereich sollen im Zuge einer
eigenen Modellregion getestet werden: Stichwort Tele-Homecare
(Körperfunktionsüberwachung von zu Hause aus) und Ambient Assisted
Living (Konzepte, elektronische Systeme, Produkte sowie
Dienstleistungen, welche das alltägliche Leben älterer und auch
benachteiligter Menschen situationsabhängig und unaufdringlich
unterstützen). Beim Projekt "Modellregion Gesundheit" geht es um eine
Modellregion, in der moderne Gesundheitslösungen verwirklicht werden
könnten, die sozioökonomischen Auswirkungen von IKT auf Gesellschaft
und Volkswirtschaft darstellen.

Mag. Peter Niederleithner, CEO Raiffeisen Informatik Consulting
und Vorstand der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: "Neben den großen
Projekten im Gesundheitswesen wie ELGA ist vor allem Augenmerk auf
Projekte wie den Einsatz der Telemedizin zu legen. Diese Projekte
sparen im Idealfall Kosten wie Transportkosten oder Ambulanzkosten.
Durch Einsatz der Telemedizin und der damit verbundenen Überwachung
der Vitalfunktionen eines Patienten kann eine frühere Entlassung in
die heimische Pflege erreicht werden. Damit verbunden ist auch eine
Steigerung der Lebensqualität des Patienten bzw. Pflegebedürftigen.
Moderne Technologien im Bereich Gesundheit und E-Government sind
bereits vielfach im Einsatz, das Potential ist aber noch lange nicht
ausgeschöpft."

- Garantie höchster Sicherheitsstandards für IKT-Infrastrukturen und
Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte in Bezug auf Datenschutz
Die Sicherheit eines Landes wird zukünftig verstärkt im Cyberraum
entschieden. Ein Schutz der Daten aller Österreicher und aller
Österreicherinnen vor Missbrauch und Manipulation ist Gebot der
Stunde. Gleichzeitig müssen Grund- und Freiheitsrechte gewahrt
bleiben und das Recht auf Datenlöschung für den einzelnen Bürger
umgesetzt werden.

Ing. Rudolf Kemler, Generaldirektor HP Österreich und Präsident
der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: "Ein Höchstmaß an IKT-Sicherheit
ist für Österreichs Unternehmen wie auch Bürger gleichermaßen
wichtig. Datensicherheit und -integrität sowie eine
Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit von Systemen und Diensten müssen Teil
einer umfassenden Informationssicherheitsstrategie sein. Deshalb
unterstützt die Internetoffensive Österreich die Initiativen des
Innenministeriums und des Bundeskanzleramts mit der Expertise der
IKT-Industrie."

Zahlen zum IKT-Markt in Österreich

In Österreich stellt der IKT-Markt mit rund 23,75 Milliarden Euro
einen Anteil von etwa 8,66 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP)
dar. 40 Prozent des österreichischen Produktivitätszuwachses sind auf
den IKT-Sektor zurückzuführen. Damit ist IKT der stärkste
Wirtschaftswachstums-Faktor Österreichs.

Etwa 13.200 Unternehmen sind im IKT-Sektor tätig. Das entspricht
4,4 Prozent aller österreichischen Unternehmen. Insgesamt
beschäftigen die heimischen IKT-Unternehmen mit 91.328 Mitarbeitern
um 5,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Insgesamt sind 3,4 Prozent
aller Beschäftigten in diesem Sektor tätig. Nicht einberechnet wurden
in diese Zahl die Beschäftigten der IT-Abteilungen anderer
Unternehmen, diese werden auf weitere 150.000 Beschäftigte geschätzt.
Die österreichischen IKT-Unternehmen investierten im Jahr 2009 rund
1,34 Mrd. Euro, was einem Plus in Höhe von 41,8 Prozent entspricht.

Österreichs Platz im internationalen IKT-Ranking

Österreich liegt im weltweiten Vergleich von 142 Staaten des
Global Information Technology Report 2012 des World Economic Forum
(WEF) beim Networked Readiness Index mit einer Gesamtpunktezahl von
5.3 noch auf Platz 19. Trotz einer Verbesserung um zwei Plätze im
Vergleich zum Vorjahr bleibt die Kluft zu den vergleichbaren
Spitzennationen immer noch sehr groß. Top-Positionen im Ranking
belegen Schweden (5.94) vor Singapur (5.86) und Finnland (5.81).
Deutschland liegt mit einer Punktezahl von 5.32 vor Österreich auf
Platz 16.

Für den Technologieindex beurteilte das Weltwirtschaftsforum 53
Einzelkategorien, in einigen davon ist Österreich unter den besten
zehn Staaten: Neben der Bestnote im "Internet- und
Telefoniewettbewerb" landete Österreich bei der "Verfügbarkeit von
digitalem Content" auf Rang vier, bei der "Intensität des lokalen
Wettbewerbs" auf Platz acht und bei den neuesten Technologien an
zehnter Position. Darüber hinaus gibt es nur in zwölf Ländern mehr
Mobilfunkverträge pro Einwohner als in Österreich. In zwei Kategorien
rangiert Österreich allerdings unter den schlechtesten Staaten: es
handelt sich hierbei um die Bereiche "Unternehmens- und
Innovationsumfeld", wo Österreich Rang 37 (4.5) von 142 Ländern
belegt und den Bereich "Regierungsarbeit" (nicht "eGovernment"), wo
Österreich Rang 39 (4.4) inne hat.

Über den Förderverein INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH

Der Förderverein Internetoffensive Österreich ist ein
Zusammenschluss wesentlicher österreichischer IKT-Unternehmen wie A1
TelekomAustria, Compass Verlag, HP, IBM, Microsoft, Orange,
Raiffeisen Informatik Consulting, T-Mobile und WH Medien.
Der Förderverein Internetoffensive Österreich organisiert und trägt
die große Organisationsplattform Internetoffensive Österreich, die
als vereinsrechtlich organisierte Interessensvertretung Wirtschaft,
Wissenschaft und Gesellschaft in die Arbeit des "Kompetenzzentrums
Internetgesellschaft" der Bundesregierung mit einbindet.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2973/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Koordinationsbüro INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH
Gregor Schönstein
Tel.: +43 1 907 66 00
Mail: [email protected]
Internet: www.internetoffensiveösterreich.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | EVT

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