• Nachrichten-
    agentur
  • Bildagentur
  • Informations-
    management
  • Informations-
    technologie

Message delivered APA-OTS Originaltext-Service

Ein Jahr Arbeitsmarktöffnung - Hundstorfer: Arbeitsmarkt hat zusätzliche Arbeitskräfte sehr gut aufgenommen

26.800 Arbeitnehmer aus neuen EU-Staaten - keine Verdrängungs-, aber starke Legalisierungseffekte, 350 Millionen Mehreinnahmen für Staat

Wien (OTS/SK) - Vor einem Jahr wurde der österreichische
Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus den acht neuen EU-Mitgliedstaaten geöffnet. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel, Erich Foglar, Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), und der Vorstand des Arbeitsmarkservice Österreich (AMS) Johannes Kopf eine positive Bilanz über die vergangenen 12 Monate. Insgesamt sind 26.800 zusätzliche Arbeitskräfte aus den neuen EU-8 nach Österreich gekommen. Die Arbeitsmarktöffnung hat zu keinen Verdrängungseffekten geführt, Schwarzarbeit konnte reduziert werden und der österreichische Staat erhielt durch zusätzliche Sozialversicherungsbeiträge und Steuern Mehreinnahmen in der Höhe von 350 Millionen Euro. "Der österreichische Arbeitsmarkt hat die zusätzlichen Arbeitskräfte sehr gut aufgenommen", hielt Sozialminister Hundstorfer zusammenfassend fest. ****

Der Sozialminister berichtete, dass die schrittweise Öffnung des Arbeitsmarktes die richtige Vorgehensweise gewesen sei. Und diese erfolgreiche "Step-by-Step"-Politik werde man auch in Hinblick auf die kommende Arbeitsmarktöffnung für Bulgarien und Rumänien beibehalten. Die Zahl der neuen Arbeitskräfte liege im Rahmen aller vorherigen Prognosen und "demzufolge haben sich sämtliche Befürchtungen eines Massenansturms billiger Arbeitskräfte" nicht bewahrheitet, so Hundstorfer. Insgesamt zeige sich ein starkes Ost-West-Gefälle - den größten Zustrom an Arbeitskräften aus den EU-Nachbarländern verzeichnete Wien. Die neuen Arbeitskräfte sind überwiegend in der Bau-, oder Tourismusbranche bzw. in der Landwirtschaft tätig.

AK-Präsident Tumpel betonte, dass - hätte man die Übergangsfristen nicht ausgenutzt und nicht so gute Vorbereitungen auf die Arbeitsmarktöffnung getroffen - die Öffnung "gravierende negative Effekte auf den österreichischen Arbeitsmarkt" gehabt hätte. Auch ÖGB-Präsident Foglar unterstrich, dass der eingeschlagene Weg der der richtige gewesen sei und die Übergangfristen gut genutzt worden seien. Von den getroffenen Maßnahmen wie z.B. dem Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz profitieren die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie die österreichischen Betriebe, "die an einem fairen Wettbewerb interessiert sind."

AMS-Vorstand Kopf präsentierte vier Studien, die im Auftrag des Sozialministeriums und des AMS durchgeführt wurden. Diese zeigen deutlich, dass der österreichische Arbeitsmarkt sehr gut auf die Öffnung vorbereitet war. So hatte das Ende der Übergangsfristen auf die österreichische Arbeitslosenquote einen Einfluss von lediglich 0,08 Prozent - ein kaum messbarer Effekt. Dafür sind starke Legalisierungs- und Dynamisierungseffekte eingetreten und der Arbeitskräftemängel in einigen Branchen (z.B. Landwirtschaft) konnte verringert werden. (Schluss) sv/mo

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0005