- 06.05.2012, 12:30:30
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BM Schmied hielt Laudatio für diesjährige Avicenna-Preisträgerin Dr. Shirin Ebadi
Avicenna-Preis an Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi in Frankfurter Pauluskirche verliehen
Frankfurt/Wien (OTS) - Heute mittags wurde der diesjährige
Avicenna-Preis an die iranische Friedensnobelpreisträgerin Dr. Shirin
Ebadi in der Pauluskirche in Frankfurt verliehen. Überreicht wurde
der Preis von der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita
Süssmuth und dem Schirmherren des Avicenna-Preises, dem Hessischen
Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Die Laudatio hielt
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied.
In ihrer Laudatio würdigte Bundesministerin Claudia Schmied die
vielfach ausgezeichnete Shirin Ebadi als Hoffnungsträgerin für all
jene Menschen, die den Kampf gegen das Unrecht führen.
"Was Shirin Ebadi aus innerem Antrieb, persönlicher Stärke und
Überzeugung geleistet hat und leistet, ist Auftrag für uns alle. Ihr
kompromissloses Eintreten für das gesetzte Recht, ihr Mut und ihre
Bereitschaft, sich als Anwältin bedingungslos für ihre Klienten
einzusetzen, ihre verdienstvolle Arbeit im Kampf um die Rechte der
Frauen und ihr Bekenntnis zum eigenen Glauben machen sie zum Vorbild
für uns alle."
Schmied appellierte in ihrer Rede: "Sichern wir die großen Werte
der Menschheit: Respekt, Vertrauen, Solidarität und Wahrheit! Die
Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und
unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der
Menschen bildet die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden
in der Welt. Die Menschenrechte dürfen nicht auf dem Altar der
Hysterie, Angst und Vorurteile geopfert werden. Der Unterschied
zwischen Recht und Unrecht muss sichtbar bleiben!"
"Niemand von uns kann sagen, ob ihr oder ihm die Unbeugsamkeit von
Shirin Ebadi zu eigen ist, wir können hoffen, dass wir ihren Mut
aufbringen, wenn es notwendig werden sollte. Vor allem sollten wir
aber lernen, welche überragende Bedeutung ein demokratisches System
hat, das die Rechte der Menschen schützt, alle gleich behandelt und
derart niemanden dazu zwingt, für die Durchsetzung von
selbstverständlichen Prinzipien sein Leben zu riskieren", so Schmied,
die weiter sagte: "Als Bildungs- und Kulturministerin ist es mir ein
Anliegen, die Integration auf der Grundlage der Vielfalt und des
gegenseitigen Respektes zu fördern, wir wollen, dass alle Menschen in
unserer Gesellschaft gut leben und ihr Potenzial entfalten können.
Der Weg der Kultur darf nicht verlassen werden. Er führt - auf der
Basis der eigenen Identität - von der Freude an der Kunst über den
Respekt vor der Religion hin zur Wertschätzung von Menschen anderer
Herkunft, Religion und Geschichte."
Claudia Schmied schloss ihre Laudatio mit den Worten: "Es bedarf
des Selbstbewusstseins Shirin Ebadis, es bedarf unser aller Kraft,
dass die Beziehungen zwischen den Kulturen des Orient und des
Okzident aufs Neue fruchtbar, friedlich und bereichernd gelebt und
erlebt werden."
Der mit Euro 50.000 dotierte Avicenna-Preis zeichnet Personen oder
Institutionen aus, die sich in herausragender Weise für das
kulturübergreifende Zusammenleben einsetzen. Mehr dazu unter
http://avicenna-preis.com/.
Die vollständige Laudatio von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied
ist unter http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120506.xml
abrufbar.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Mag. (FH) Julia Flunger-Schulz Pressesprecherin Tel.: +43 1 53120 5030 mailto:[email protected] http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/index.xml
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