• 06.05.2012, 11:30:43
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Aktionstag Gesundheit OÖ 2012 - Informationstag in Linz stößt auf großes Publikumsinteresse - BILD

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2947 Im Bild v.l.n.r.: Dr. Harald Eckmann (Leiter des vertrauensärztlichen Diensts - GBZ Linz der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB), Mag. Christine Radmayr (Moderation), Dr. Erwin Rebhandl (Präsident von AM PLUS, Initiative für Allgemeinmedizin und Gesundheit), Dr. Josef Pühringer (Landeshauptmann OÖ Gesundheitsreferent), Univ.-Prof. Dr. Martin Clodi (Facharzt für Innere Medizin und Sekretär der Österreichischen Diabetesgesellschaft (ÖDG)), Mag. pharm. Thomas Veitschegger (Vorstandsmitglied Apothekerkammer, Landespräsident Apothekerkammer Oberösterreich), Univ.-Prof. Dr. Peter Sziostronek (Leiter der Kardiologie Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz), Mag. Peter McDonald (Obmann-Stellvertreter der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)), Felix Hinterwirth (Obmann der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK)).

Linz (OTS) - Durch den medizinischen Fortschritt und die gute
Gesundheitsversorgung ist die Lebenserwartung in unserem Land so hoch
wie nie zuvor. Trotzdem leidet eine immer größere Zahl an Menschen an
Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die steigende Zahl an
Betroffenen bei beiden Krankheiten zeigt, wie wichtig eine
frühzeitige Diagnostik und rechtzeitige Behandlung ist. Das Land
Oberösterreich hat zur Versorgung dieser Patienten bereits einen
guten Weg eingeschlagen. Das belegen vor allem die gut
funktionierenden Disease Management-Programme, wie die
oberösterreichische strukturierte Diabetikerbetreuung. Auf Initiative
des Landes Oberösterreich fand am 5. Mai im Linzer Oberbank
Donau-Forum der Aktionstag Gesundheit OÖ 2012 Diabetes &
Herz-Kreislauf statt, bei dem sich Interessierte sowie Betroffene und
deren Angehörige umfassend zum besseren Verständnis und zum Umgang
mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen informieren konnten..

Über 1.000 Besucher folgten der Einladung zum Aktionstag
Gesundheit Diabetes & Herz-Kreislauf zwischen 08.00 und 18.00 Uhr ins
Linzer Oberbank Donau-Forum. Ziel der Veranstaltung war es, allen
Oberösterreichern zu ermöglichen, sich über Vorsorge, Früherkennung,
Therapie und therapiebegleitende Maßnahmen zu informieren. Auf einer
eigenen Mess-Straße hatten die Besucher die Chance einen
Gesundheits-Check vornehmen zu lassen, bei dem auf einzelnen
Stationen eine Vielzahl von gesundheitsrelevanten Parametern gemessen
wurde. Zahlreiche ExpertInnen - Ärzte, Apotheker, Psychologen und
Ernährungswissenschafter etc. - standen vor Ort für die individuelle
Beratung zur Verfügung.

Renommierte Vertreter aller gesundheitsrelevanten Berufe
referierten zu den Schwerpunkten Früherkennung und
Vorsorgeuntersuchung, Gesundheitsziele, dem Diabetes Disease
Management-Programm (DMP) "Therapie Aktiv", medikamentöse Behandlung,
Ernährung, Selbsthilfe und Psychologie. Im Themenblock Kardiologie
wurde über den Herzinfarkt, die Hypertonie sowie Bewegung und
Rehabilitation gesprochen.

Neue Ziele - neue Chancen? Benefits der Gesundheitsreform für
die Früherkennung und das Krankheitsmanagement in den Bereichen
Diabetes und Herz-Kreislauf"

Am Nachmittag folgte mit einer prominent besetzten
Podiumsdiskussion das Programmhighlight des Aktionstages. In seinem
Einführungsstatement stellte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den
Status quo der aktuellen Gesundheitsreform vor, die als einen
wesentlichen Punkt ein gemeinsames Steuerungssystem für
niedergelassene Ärzte sowie Spitäler und Ambulanzen vorsieht. Im
Bereich der Vorsorge könne laut Pühringer die Bewusstseinsbildung und
Prävention gar nicht früh genug beginnen. Viele Krankheiten und
gesundheitliche Einschränkungen werden bei vielen Patienten bereits
in jungen Jahren durch Bewegungsmangel oder falsch Ernährung
grundgelegt. "Entscheidend wird sein, die Prävention und
Gesundheitsförderung weiter zu stärken, denn das kann viel Leid bei
den Menschen verhindern und gleichzeitig Kosten im Gesundheitssystem
verringern", so Dr. Pühringer, und führt weiter aus: "Das Wichtigste
ist, den Menschen zu vermitteln, dass sie für die Gesundheit selbst
viel tun können. Wenn es uns gelingt, das in die Köpfe und Herzen zu
bringen, sind wir am richtigen Weg."

Dr. Erwin Rebhandl, Präsident der Initiative AllgemeinMedizin
PLUS, wies darauf hin, dass die Umsetzung der Gesundheitsreform
gerade im extramuralen Bereich nach einer stärkerer Vernetzung der
regionalen Leistungsanbieter verlange. "Wir benötigen dafür eine
klare Definition des Leistungsangebotes der einzelnen
Leistungsanbieter und eine Verpflichtung zum Grundleistungspaket laut
Kassenvertrag. Das gibt sowohl den Partnern als auch den Patienten
Klarheit und Struktur", erklärt Dr. Erwin Rebhandl, und weiter: "Das
Primary Health Care-Modell hält für die Probleme in der
Grundversorgung Lösungen bereit. Der Gesundheitsförderung und der
Prävention wird in diesem Modell breiter Raum gegeben. So kann es
entscheidend zur Qualitätssteigerung und Ökonomisierung des
Gesundheitssystems beitragen."

Teilnahme an bestimmten Vorsorgeprogrammen muss attraktiver
werden

Aus internistischer Sicht beleuchtete Univ.-Prof. Dr. Martin
Clodi, Facharzt für Innere Medizin und Sekretär der Österreichischen
Diabetes Gesellschaft (ÖDG), das Thema und stellte klar, dass
Diabetes mellitus oft in seiner Dramatik zu wenig wahrgenommen wird.
Unbehandelt verkürzt diese Erkrankung das Leben um bis zu 15 Jahre
und geht mit schwerwiegenden Komplikationen wie Schlaganfall und
Herzinfarkt einher. Ebenso betroffen sind die Nieren, die Augen und
die Nerven - so ist Diabetes nachgewiesenermaßen die häufigste
Ursache für Erblindung, Amputationen und Dialyse. "Neben einem
breiten Therapieangebot in spezialisierten Zentren müssen wir
vermehrt Bewusstsein für die Erkrankung schaffen und Personen mit
hohem Risiko oder gar einer manifesten Erkrankung frühzeitig
herausfiltern. Das Bewusstsein in der Gesamtbevölkerung kann
insbesondere durch diabetologische Zentren geschaffen werden.
Letztendlich können durch all diese Maßnahmen Schäden vermieden und
das Gesundheitssystem entlastet werden", so Dr. Martin Clodi. Da
dauerhafte Lebensstiländerungen für Erwachsene sehr schwierig
umzusetzen seien, appelliert Univ.-Prof. Dr. Peter Sziostronek,
Leiter der Kardiologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in
Linz, für mehr Maßnahmen die bereits Kindern einen gesunden
Lebensstil erlenen lassen.

Vorsorge spielt zentrale Rolle

Felix Hinterwirth, Obmann der Oberösterreichischen
Gebietskrankenkasse, erläutert die aktuelle Präventionsstrategie und
erklärt: "Bei der Prävention unterscheiden wir drei Dimensionen der
Vorbeugung: das Vorbeugen des Eintritts einer Erkrankung, das
Vorbeugen der Chronifizierung und Vorbeugen von Folgeschäden. In
diesem Sinne setzen wir bei der Prävention verschiedenen Hebel an."
Als größter Finanzier im Oberösterreichischen Gesundheitswesen trage
die Gebietskrankenkasse eine wesentliche Verantwortung für den
wirksamen und wirtschaftlichen Einsatz der Versicherten- und der
Dienstgeberbeiträge. Daher achte man bei der Reform besonders darauf,
dass alle Beteiligten das Dreieck aus soliden Finanzen, zufriedenen
Patienten sowie optimalen Prozessen in der Gesundheitsversorgung
gleichzeitig im Auge behalten. Die Bereitschaft zur Kooperation und
die Offenheit für Innovationen seien dabei besonders wichtig. So hat
die Oberösterreichische Gebietskrankenasse auch das
Zielsteuerungssystem in die Diskussion eingebracht und in
wesentlichen Zügen erarbeitet.

Von Seiten der Sozialversicherung bezog Mag. Peter McDonald,
Obmann-Stellvertreter der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen
Wirtschaft (SVA), Stellung, wie die Herausforderung der Vermeidung
chronischer Erkrankung bewältigt werden sollte und betont in seinem
Statement, dass die Gesundheitsreform Prävention in den Mittelpunkt
rücken und die Eigenverantwortung der Patienten stärken soll. Mit dem
Programm "Selbständig gesund" wird selbständig Erwerbstätigen ein
Anreiz geboten auf ihre Gesundheit zu achten: Bei der Erreichung von
fünf individuell mit dem Arzt festgelegten Gesundheitszielen wird der
Selbstbehalt halbiert. Sowohl in der Lebensqualität der Versicherten
als auch in der Kostenentwicklung soll dieses Projekt wegweisend
werden.

Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) setzt
mit dem "Gesundheitsdialog Diabetes" im Bereich Gesundheit und
Vorsorge auf die Telemedizin. Dr. Harald Eckmann, Leiter des
Vertrauensärztlichen Dienstes der GBZ Linz der Versicherungsanstalt
für Eisenbahnen und Bergbau, ist sicher, dadurch den Diabetikern und
Risikopatienten den Umgang mit der Diagnose zu erleichtern und bei
der notwendigen Lebensstiländerung zu unterstützen. Die zentrale
Rolle im "Gesundheitsdialog Diabetes" spielt der Patient. Ärzte
erhalten ein Kommunikationstool zur Förderung von Motivation und
Therapietreue. Auf den täglichen Umgang mit den telemedizinischen
Geräten und das Zusammenspiel der an der Therapie beteiligten
Personen werden alle Akteure umfassend eingeschult.

Apotheker nehmen verstärkte Rolle in der Diabetikerversorgung
ein

Mag. pharm. Thomas Veitschegger, Präsident der
Oberösterreichischen Apothekerkammer, erläuterte das kurz vor der
Einführung stehende Pilotprojekt. Ab Mitte Mai werden die Apotheker
stärker in die integrierte Betreuung chronisch Kranker einbezogen. In
einem interdisziplinär abgestimmten Pilotprojekt sollen in den
Apotheken anhand von strukturierten Patientenfragebögen nicht
diagnostizierte Diabetiker und Risikopatienten frühzeitig erkannt
werden und damit das bereits bestehende, erfolgreiche
Therapieprogramm "Therapie Aktiv" der Gebietskrankenkassen und Ärzte
weiter unterstützt werden. "Die Apotheken bieten flächendeckend einen
niederschwelligen Zugang und hochqualifiziertes Personal. Durch
unsere Einbindung in das Programm leisten auch wir einen Beitrag zur
Früherkennung wobei die Beratung durch den Apotheker immer in
Abstimmung mit dem Arzt durchgeführt wird", betont Mag. Veitschegger.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer zeigte sich nach dem
Aktionstag Gesundheit Oberösterreich 2012 Diabetes & Herz-Kreislauf
zufrieden: "Ziel der Veranstaltung war es, für ein besseres
Verständnis für die Erkrankung zu schaffen sowie Betroffenen und
Interessierten Auskünfte und Tipps zum Umgang mit der Erkrankung zu
bieten. Dass dieses Vorhaben aufgegangen ist, bestätigen die
Besucherzahlen des Aktionstages Gesundheit Oberösterreich 2012
eindrucksvoll."

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2947

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Welldone GmbH, Werbung und PR
Public Relations / Mag. (FH) Martina Dick / Mag. Nina Bennett, MA
Tel.: 01/402 13 41-40 bzw. 37
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WDM

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