• 04.05.2012, 13:48:54
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Berlakovich: Klimaschutz bringt Vorteile für Salzburger Betriebe und Gemeinden

ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen diskutieren innovative Mobilitätslösungen

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2945/ Im Bild v.l.n.r.: Peter Breuss, Technischer Direktor der REWE International AG, Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Niki Berlakovich (Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), Moderatorin Lisa Santner, August Hirschbichler, Vorstandssprecher der Salzburg AG, Sepp Eisl, Landesrat Salzburg und Martin Grießner, Leiter umwelt service salzburg

Salzburg (OTS) - Unter dem Motto "Klimaschutz im Verkehr: Chancen,
Nutzen, Potenziale" diskutierte Umweltminister Niki Berlakovich heute
im Rahmen des klima:aktiv mobil Stakeholderdialogs Salzburg mit
Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Praxis über die
Zukunft der Mobilität in Österreich. "Im äußerst problematischen
Verkehrsbereich muss mit Höchstgeschwindigkeit der Umstieg auf
klimaschonende Mobilität gelingen. Mit dem klima:aktiv mobil
Förderprogramm unterstützen wir Investitionen in eine
umweltfreundliche Mobilitätszukunft. Bereits 2.500 klima:aktiv mobil
Projektpartner sparen gemeinsam 470.000 Tonnen CO2 ein. Mit über 46,6
Mio. Euro fördern wir Fuhrparkumstellungen, Projekte zu
Elektromobilität, Mobilitätsmanagement und Radverkehr. Und das mit
Erfolg. Seit 2005 konnten die CO2-Emissionen im Verkehr um 10 %
gesenkt werden. Dabei verbinden die Projekte den Umweltschutzaspekt
mit vielen weiteren positiven Nebeneffekten, wie die Schaffung von
green jobs und das Ankurbeln der Wirtschaft", betont Umweltminister
Niki Berlakovich im Rahmen der Konferenz.

Salzburg: Vorbildliche Klimaschützer im Verkehr

Das Bundesland Salzburg ist Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Der
Schwerpunkt der Maßnahmen liegt vor allem auf der Umstellung der
Fuhrparks auf alternative Antriebe wie Elektro- oder Erdgasfahrzeuge,
sowie der Tourenoptimierung, der Einführung von Schnuppertickets für
den öffentlichen Verkehr und Radverkehrsinitiativen, kommunales
Mobilitätsmanagement und die Durchführung von Spritspartrainings.
Zudem ist Salzburg mit dem Projekt ElectroDrive eine von 8
Modellregionen, die durch den Klima- und Energiefonds aus den Mitteln
des Lebensministeriums zusätzlich mit einer Summe von 1,9 Mio. Euro
gefördert wird. In Salzburg wurden bisher über 260 klima:aktiv mobil
Projekte mit einer jährlichen CO2-Reduktion von 47.000 Tonnen
umgesetzt. Wichtige Partner bei der Beratung, Installation und
Umsetzung von Mobilitätsprojekten sind das Land Salzburg, der
Österreichische Gemeindebund und das umweltservice salzburg. Für die
Beratung wurde auch der aktualisierte Leitfaden "Klimafreundlich
elektrisch unterwegs" vorgestellt.

"Die Kosten für Auto und Mobilität verschlingen einen immer
größeren Anteil der Familienbudgets. Inzwischen muss eine
Durchschnitts-Familie fürs Auto schon mehr Geld ausgeben als für
Lebensmittel. Rund 14 % des Familieneinkommens gehen für Mobilität
drauf. Aus diesem Grund ist wichtig, dass wir günstigere Alternativen
nutzen. Wenn man heute zum Beispiel ein Gas-Auto betreibt, spart man
sich rund 50 % der Treibstoffkosten, bei heimischem BIOGAS sind es
immer noch rund 30 % im Vergleich zu Diesel- oder Benzinantrieben.
Die Alternative ist einsatzbereit. Wir müssen sie nutzen. Im Bereich
der Zweiräder ist auch die E-Mobilität bereits eine gute Alternative.
Wir in Salzburg waren die ersten, die solche E-Bikes gefördert und
unseren Beitrag zum Durchbruch auf dem Markt geleistet haben", so der
Salzburger Landesrat Sepp Eisl.

Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Helmut
Mödlhammer, ergänzt: "Die Unterstützung für Gemeinden bei Maßnahmen
zur sanften Mobilität ist unheimlich wichtig. Es gibt eine so große
Vielfalt an Projekten und Möglichkeiten, da ist es von entscheidender
Bedeutung, dass die Gemeinden gut beraten werden und alle
Informationen zur Verfügung haben. klima:aktiv mobil ist hier seit
Jahren ein verlässlicher und kompetenter Partner der Gemeinden."

Martin Grießner, Leiter des umweltservice salzburg, setzt bei der
Beratung vor allem auf Bewusstseinsbildung: "Umstellungen von
Fahrzeugen im Fuhrpark werden gerne angenommen, wenn es eine
entsprechende Förderung dazu gibt. Sobald es aber um
Verhaltensänderungen geht, wie etwa den Umstieg auf den Öffentlichen
Verkehr, dann passiert sehr wenig. Diese Maßnahmen sind aber
notwendig, damit das Automobil nicht zum "Autostabil" wird, weil
alles steht und keiner mehr fahren kann."

Salzburg AG und REWE zeigen mit EMIL wie's geht

Wichtige Teile der Veranstaltung waren der Dialog und der
Erfahrungsaustausch. klima:aktiv mobil Projektpartner aus Salzburg
präsentierten ihre bereits erfolgreich umgesetzten
Mobilitätsprojekte, wie beispielsweise die Salzburg AG mit dem
Partner REWE International AG mit dem erst kürzlich installierten
Projekt EMIL, das Elektroauto zum Mieten in Salzburg. "REWE
International AG macht sich bereits seit Jahren für Projekte im
Bereich E-Mobilität stark - ob Grünstrom-Tankstellen, Hybrid-LKWs
oder E- Autos zum Test für Regionalmanager und in der Zentrale. Umso
mehr freut es uns, dass unser Car-Sharing Projekt EMIL so gut bei den
Salzburgerinnen und Salzburgern ankommt", freut sich Peter Breuss,
Technischer Direktor REWE International AG.

"Carsharing mit Elektroautos ist ökologisch doppelt sinnvoll: Zum
einen sind weniger Autos unterwegs, zum anderen werden diese mit
Ökostrom angetrieben", sagt August Hirschbichler, Vorstandssprecher
der Salzburg AG. "Wir wollen vor allem die Kombination mit dem
öffentlichen Verkehr fördern. Für uns hat er absolut Vorrang, wenn
man aber einmal ein Auto braucht, dann soll auch eines verfügbar
sein."

"Mit unseren Veranstaltungen setzen wir auch heuer wieder auf
Vernetzung und gegenseitiges Lernen. In Salzburg hat sich heute
gezeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz einen großen Stellenwert bei
den Betrieben und Gemeinden hat. So kann es uns gemeinsam gelingen,
den Verkehr in Österreich umweltschonend und energieeffizient
weiterzuentwickeln, den CO2-Ausstoß zu senken und die Potenziale des
Umweltschutzes zu nutzen", so Berlakovich abschließend.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2945/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963
www.klimaaktivmobil.at/greenmobility
www.umweltfoerderung.at/verkehr

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