• 04.05.2012, 13:24:30
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VP-Praniess-Kastner: Kritische Auseinandersetzung mit dem Werk Julius Tandlers wichtiger Teil zur Aufarbeitung der NS-Gräueltaten

Historikerkommission soll Vorschläge zur Etablierung einer Gedenkstätte prüfen

Wien (OTS) - "Ich halte eine kritische Auseinandersetzung mit dem
Werk Julius Tandlers für unumgänglich. Es darf keine Tabus geben,
etwa was die rassenideologischen Ansichten des ehemaligen
sozialdemokratischen Stadtrates betrifft", betont die Sprecherin für
Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien, Karin Praniess-Kastner, in
Reaktion zur heutigen Gedenkfeier im Parlament, die heuer speziell
den Opfern der NS-Euthanasie gewidmet ist.

Der Vorschlag von NAbg. Franz-Joseph Huainigg zur Etablierung einer
Mahn- und Gedenkstätte am Julius Tander-Platz soll daher von der
Historikerkommission, die bereits seit geraumer Zeit sämtliche
personenbezogene Straßenbezeichnungen in Wien wissenschaftlich
untersucht, geprüft werden.

"Wer sich mit der Vergangenheit kritisch auseinandersetzt, muss dies
ehrlich tun - unabhängig vom parteipolitischen Standpunkt. Es kann
also nicht so sein, wie wir es derzeit hier in Wien erleben, wo sich
eine rot-grüne Stadtregierung als moralische Instanz sieht, die
einerseits mit dem Finger auf den christlichsozialen Bürgermeister
Lueger zeigt, aber gleichzeitig bei Renner, Tandler und anderen
prominenten Sozialdemokraten betreten schweigt und deren dunkle
Vergangenheit am liebsten vertuschen möchte", so Praniess-Kastner
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: [email protected]

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