- 03.05.2012, 09:36:24
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Österreich hilft Libyen
Wien (OTS) - Unter dem Slogan "Austrian-Libyan Friendship" beginnt
am Donnerstag, 3.5.2012 in Linz-Hörsching eine umfangreiche
sozial-medizinische Hilfsaktion für Libyen. Mit einer C-130
Hercules-Transportmaschine des Österreichischen Bundesheeres wird ein
30-köpfiges Hilfsteam abfliegen, an Bord sind ca. 2 Tonnen
Hilfsgüter. Das Team wird bis 12.5. in Libyen bleiben. Zur selben
Zeit verlässt ein Container mit weiteren 15 Tonnen Hilfsgüter Linz in
Richtung Libyen. Die Hilfsgüter werden zu einem späteren Zeitpunkt an
Gesundheitseinrichtungen und sozial bedürftige Familien verteilt
werden.
Initiatorin und Organisatorin dieser Aktion ist die "Gesellschaft
für Österreichisch-Arabische Beziehungen" (GÖAB) in Zusammenarbeit
mit der libyschen humanitären Organisation Wafa (We-are-for-all). In
Österreich haben sich neben dem Bundesheer auch der
Arbeitersamariterbund, die Austrian Arab Medical Society und das
ÄrzteService an der Organisation beteiligt. Aus Deutschland kam
tatkräftige Unterstützung seitens der Organisation "Freundschaft mit
Valjevo e.V.".
Folgende Sponsoren unterstützten die Aktion: AMEX, Asamer, AUVA,
Bständig, Frühwirth & Söhne, Hipp, Dr. Michael Matzner, Koloszar,
Lohmann & Rauscher, Porr und die Wiener Wirtschaftskammer. Der Wiener
Krankenanstaltenverbund unterstützte die Mission ebenfalls.
Das österreichische Team besteht aus 9 ÄrztInnen, 3
PsychologInnen, 5 OP-Helfer und KrankenpflegerInnen sowie einem
Orthopädietechniker. Weiters werden 3 Vertreter von einschlägig
tätigen medizinischen Organisationen, 3 Journalisten, 2 Vertreter von
Wafa und 2 Vertreter der GÖAB sowie ein Mitarbeiter der ÄrzteService
Dienstleistung GmbH der Delegation angehören. 2 Mitarbeiter des
Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport begleiten die
Gruppe.
Umfassendes Hilfsprogramm
Das Programm des österreichischen Teams beinhaltet recht
unterschiedliche Bereiche:
- Der überwiegende Teil des medizinischen Personals wird in
Spitälern in Benghazi und Garian arbeiten. Ihre Tätigkeit wird von
Operationen, verschiedensten Untersuchungen bis hin zur Durchführung
von Fortbildungs- und Trainingsveranstaltungen für libysche Ärztinnen
und Ärzten reichen.
- Die drei PsychologInnen des Teams werden sich vor allem um die
psychische und emotionale Situation der PatientInnen in den Spitälern
kümmern und auch - wenn nötig - Vorschläge für weitere Maßnahmen
ausarbeiten. Sie werden auch von der Vertreterin des
Arbeitersamariterbundes begleitet und unterstützt.
- Ein dreiköpfiges Orthopädieteam wird einschlägige Zentren
besuchen, um die Voraussetzungen für die Schaffung gemeinsamer
libysch-österreichischer Rehabzentren zu schaffen. Entsprechende
Kontakte wurden seitens der GÖAB mit verschiedenen libyschen
Institutionen bereits in den letzten Monaten aufgenommen. Es liegen
auch bereits ganz konkrete Vorschläge vor.
- Die Vertreter der GÖAB werden darüber hinaus auch Gespräche mit
VertreterInnen verschiedener libyscher Ministerien, Regional- und
Stadtverwaltungen und Nicht-Regierungsorganisationen führen, um
weitere geplante Hilfs- und Kooperationsmaßnahmen festlegen und
vorbereiten zu können.
Der Delegationsleiter, GÖAB-Generalsekretär Fritz Edlinger,
stellte zu der immer wieder geäußerten Frage, ob es denn sinnvoll und
notwendig sei, einem reichen Ölstaat wie Libyen humanitäre Hilfe aus
Österreich zukommen zu lassen, klar, dass man sich bereits in Reisen
nach Libyen Ende des Vorjahres und Anfang 2012 davon überzeugen
konnte, dass in Libyen großer Mangel herrsche und zwar sowohl was die
Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln anbelangt als auch
hinsichtlich der Qualität der sozialen und medizinischen Versorgung.
Die provisorische Regierung sei bislang nicht imstande gewesen, hier
spürbar Abhilfe zu schaffen. Auch der Großteil der nach wie im
Ausland eingefrorenen Geldmittel stünde noch nicht zur Verfügung und
die Wirtschaft des Landes hat sich von den Wirren und Zerstörungen
des Bürgerkrieges bei weitem noch nicht erholt. Solange sich also
keine spürbare Verbesserung registrieren lässt, hält er eine
humanitäre Hilfe aus Europa für absolut notwendig. Abschließend
stellte der GÖAB-Generalsekretär auch klar, dass die österreichische
Hilfe ausschließlich über libysche Nicht-Regierungsorganisationen
verteilt werde. Dies stelle auch einen konkreten Beitrag zum dringend
notwendigen Aufbau einer libyschen Zivilgesellschaft dar.
Verabschiedung des Teams durch GÖAB-Präsident Karl Blecha:
Donnerstag, 3.5., 9.30 Flughafen Linz-Hörsching.
Weitere Spenden sind dringend für die medizinische und soziale
Hilfe erforderlich!
Diese sind erbeten auf das Konto Nr. 285-200-968/03 bei der ERSTE
Bank (BLZ 20111). (IBAN: AT44 2011 1285 2009 6803, BIC: GIBAATWW)
Rückfragehinweis:
GÖAB, Generalsekretär Fritz Edlinger Tel. 01/5267810, Fax. 01/5267795, E-Mail: [email protected] Webseite: www.saar.at ÄrzteService Dienstleistung GmbH Tel.: 01/402 68 34 - 0 mailto:[email protected]
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