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Rübig: Ab 1. Juli mehr Verbraucherschutz bei Handy-Telefonieren auch außerhalb der EU

Industrieausschuss des EU-Parlaments: Ende von überhöhten Tarifen für Telefonieren, SMS und Daten im Ausland

Brüssel, 24. April 2012 (OTS) Heute beschließt der zuständige Industrieausschuss des EU-Parlaments, dass Handy-Telefonieren, SMS und mobiles Internet-Surfen im EU-Ausland günstiger werden. Außerdem werden die Handy-Anbieter verpflichtet, die Kunden per SMS zu warnen, sobald die Kostengrenze von 60 Euro für Roamingdienste überschritten wird. Damit wird der im März erreichte Durchbruch in den Verhandlungen mit dem Ministerrat formal abgesegnet. "Die EU macht mobile Kommunikation im Ausland konsumentenfreundlicher", freut sich der Telekomsprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig. Schon ab 1. Juli sinken die Obergrenzen für ausgehende Telefonate vom EU-Ausland aus von maximal 35 auf maximal 29 Cent (ohne Mehrwertsteuer). Für den Datentransfer, für den es bisher keine Limits gab, wird erstmals eine Obergrenze von maximal 70 Cent pro Megabyte eingeführt. Bis 2014 werden die Obergrenzen jährlich weiter gesenkt. Die Warnhinweise gelten auch, wenn ein Kunde mit einem Handy- oder Internetvertrag aus der EU außerhalb der EU unterwegs ist, die Preisobergrenzen hingegen nur innerhalb der EU. ****

Ab 2014 sollen alle Handy-Kunden in der EU getrennte Verträge
für das Inland und für das Ausland abschließen können, aber dabei unter einer einzigen inländischen Nummer erreichbar bleiben. "Die Kunden sollen auch lokale Angebote im Urlaubsland einfach nutzen können. Dadurch entsteht mehr Wettbewerb am Roamingmarkt. Die Anbieter werden sich dann mehr anstrengen müssen, attraktive Preise anzubieten", erklärt Rübig. "Wir wollen als Gesetzgeber keine Preise vorschreiben, sondern mehr Wettbewerb erzeugen. Weil es gerade beim Datenroaming Missbrauchstarife gegeben hat, wo Surfen
im Ausland bis zu tausendmal teurer als im Inland war, waren wir gezwungen Obergrenzen festzulegen. Die Anbieter sollen aber natürlich noch günstigere Angebote machen", so Rübig.

"Dies ist ein starkes Verhandlungsergebnis des EU-Parlaments,
das die Stimme der Bürgerinnen und Bürger in der EU ist", so Rübig. "Handy-Roaminggebühren und Post-Tarife sind die letzten verbleibenden Bereiche in der EU, wo allein deshalb, weil man eine Grenze überquert, zusätzlich Kosten in Rechnung gestellt werden. Das widerspricht dem Grundgedanken der EU", betont Rübig. Grenzöffnungen und einheitlicher Binnenmarkt sollten sich endlich auch auf die Telefon- und Internetrechnung auswirken.

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784 (daniel.koster@europarl.europa.eu)

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