- 24.04.2012, 09:30:34
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Bayr erinnert am Tag des Baumes an die Errungenschaften der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai
Die Zerstörung von Wäldern trägt zur Unterentwicklung bei
Wien (OTS/SK) - Am Tag des Baumes am 25. April erinnert Petra
Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, an die
Errungenschaften der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai. "Die
Kenianerin hat als erste afrikanische Frau für ihr unermüdliches
Engagement zum Schutz der Umwelt und die demokratische Entwicklung
ihres Landes vor knapp zehn Jahren den Friedensnobelpreis erhalten.
Ihre Aktivitäten sind auch heute noch hochaktuell", stellt Bayr
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. ****
Wangari Maathai ist die Gründerin der Bewegung "The green belt
movement", die sich von Kenia aus in mehrere afrikanische Staaten
ausgebreitet hat. "Maathai erkannte, dass Unterentwicklung und
Umweltzerstörung nicht voneinander zu trennen sind. In ihrer Heimat
waren negative Entwicklungen wie Erosion, zunehmende Trockenheit,
fortschreitende Wüstenbildung und daraus resultierende Unterernährung
direkt auf Rodungen der Waldbestände zurückzuführen. Maathai, eine
Frau der Tat, beschloss etwas dagegen zu tun und fing an, Bäume zu
pflanzen", führt Bayr weiter aus. Das "green belt movement" verfolgte
ein Konzept, das nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch die
Frauen in den lokalen Gemeinschaften stärkt. So wurde das Pflanzen
von Bäumen und somit auch der Umweltschutz zur Frauensache. Frauen
wurden für jeden erfolgreich gezogenen und eingepflanzten Baum mit
kleinen Geldsummen entlohnt. "Darüber hinaus setzte sich Maathai für
die Förderung der Demokratie in Kenia ein. Sie knüpfte das 'green
belt movement' an ein Bildungsprogramm, das den Menschen die
Bedeutung von demokratischer Mitbestimmung und Umweltschutz
näherbrachte", erläutert Bayr die Errungenschaften der Kenianerin.
Am Tag des Baumes betont Bayr die Wichtigkeit von Umweltschutz für
die Entwicklung. "Menschen können nur in einer intakten Umwelt ihr
volles Potential entwickeln. Bäume sind dafür unerlässlich. Wir
müssen alle Ursachen der überproportionalen Abholzung bekämpfen",
zeigt sich Bayr entschlossen. Die Gründe für extensive
Waldvernichtung sind vielfältig: Wald wird für die Ausweitung von
Weideflächen gerodet, um den erhöhten Fleischkonsum zu befriedigen
oder um Anbauflächen für "cash crops" zu schaffen, an deren Erlös die
lokale Bevölkerung meist nicht teilhat. Auch durch das sich
ausweitende Phänomen des "land grabbings" und der wachsenden
Nachfrage nach Agrartreibstoffen werden Wälder zerstört. "Eine
nachhaltige Waldwirtschaft ist ein unerlässlicher Bestandteil
nachhaltiger Entwicklung", ist Bayr überzeugt. (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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