- 04.04.2012, 10:10:14
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Westsahara unter den Gebieten mit der höchsten Minendichte weltweit
Bayr fordert am internationalen Anti-Minen Tag Unterstützung von Minenopfern in der Westsahara
Wien (OTS/SK) - Am internationalen Tag zur Aufklärung über
Minengefahren, dem Anti-Minen Tag, erinnert Petra Bayr, SPÖ
Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, an die verheerenden
Folgen von Minen für die Zivilbevölkerung. "Jedes Jahr werden über
500.000 Menschen Opfer von Minen. Meistens trifft es Zivilisten, die
für den Rest ihres Lebens an den Folgen leiden. Ich möchte in diesem
Zusammenhang auf die unerträgliche Lage in der Westsahara aufmerksam
machen. Das sahaurische Volk ist durch unzählige Landminen in Gefahr.
Die genaue Lokalisierung aller Minenfelder ist bisher nicht möglich.
Das führt zu regelmäßigen Unfällen, denn die Westsahra zählt weltweit
zu den Gebieten mit der höchsten Minendichte", so Bayr, die sich seit
vielen Jahren für die sahaurische Bevölkerung einsetzt. ****
Fehlendes Wissen erschwert die Lage: Genaue Daten, sowohl über die
Lage der Minen, als auch über die Opfer fehlen zur Zeit noch. "Vor
allem entlang der Mauer, die Marokko gebaut hat, um die Sahauris an
ihrer Rückkehr in ihre Heimat zu hindern, sind extrem viele Minen
vergraben. Diese verursachen immer wieder neues Leid. Keiner weiß
genau, wo diese Minen vergraben sind und wie viele Menschen durch
diese verstümmelt wurden oder sogar ihr Leben verloren haben. Diese
Wissenslücken machen es schwer, umfassend zu informieren, um weitere
Unfälle zu vermeiden", führt Bayr aus.
Opfer von Minen können in den Flüchtlingslagern der Westsahara oft
nicht ausreichend versorgt werden und leben in unwürdigen Umständen.
"Die Westsahara braucht massive internationale Unterstützung, um die
zahlreichen Minen zu entschärfen, die Opfer adäquat zu behandeln und
ihnen Perspektiven zu geben. In einem Projekt der GEZA (Gemeinnützige
Entwicklungszusammenarbeit GmbH), das die Stadt Wien fördert, wird
beispielsweise ein Rehabilitationszentrum für Minenopfer unterstützt.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat hingegen im Zuge
der Budgetkürzungen das Programm Westsahara komplett eingestellt.
Angesichts des Leids ist mir das völlig unverständlich", zeigt sich
Bayr verärgert.
"Die einzige nachhaltige Lösung ist aber ein Referendum zur
Unabhängigkeit der Westsahara. Nur dann können die Sahauris mit
internationaler Unterstützung ihr Territorium flächendeckend in
sicheres Land verwandeln, das deren EigentümerInnen
Entwicklungschancen bietet", ist Bayr überzeugt. (Schluss) gd/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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