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SJ/VSStÖ/AKS: Rechte Gewalt darf nicht länger ignoriert werden

Rechtsextremer Brandanschlag auf linke Jugendorganisationen in Tirol fordert 2 Verletzte mit Rauchgasvergiftungen und Verbrennungen - FPÖ-Hetze ebnet Weg für rechte Gewalt

Wien (OTS) - Ein Brandanschlag auf das Büro der
Jugendorganisationen Junge Sozialisten und Sozialistinnen (JUSOS), Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) und Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ) stellt den bisherigen Höhepunkt rechtsextremer Aggression in Tirol dar. Von 30. auf 31. März verschafften sich Attentäter_innen erneut Zutritt zu den Vereinsräumen in Innsbruck, verwüsteten diese und hinterließen Hakenkreuze an den Wänden. Einige Stunden später kehrten die Gewalttäter_innen zurück und zündeten ein Sofa an, das unmittelbar neben zwei schlafenden Jugendlichen stand. Die beiden Jugendlichen erlitten eine Rauchgasvergiftung und eine Verbrennung an der Hand und wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus aufgenommen.

In den Vereinsräumlichkeiten der genannten Jugendorganisationen kam es in den letzten Monaten vermehrt zu Einbrüchen durch rechtsextreme Gruppierungen. Die Folgen waren heruntergerissene Plakate, dutzende Hakenkreuze an der Wand und zerstörtes Mobiliar. "Diese Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, sich für eine antirassistische, gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen, und sind ein Auftrag unsere antifaschistische Arbeit weiter zu verstärken", so Mirijam Müller, Bundesvorsitzende des VSStÖ. "Rechtes Gedankengut ist kein Randphänomen mehr, sondern hat längst Einzug in die Mitte unserer Gesellschaft gehalten. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen, sondern jetzt noch verstärkt gegen Rechtsextremismus vorgehen", so Eleonora Kleibel, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen.

Die politischen Motive der Täter_innen spiegeln den rassistischen, hetzerischen gesellschaftlichen Diskurs wider, merkt Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, an: "Auf die Verrohung der Sprache folgt die Verrohung der Taten. Wenn etwa die FPÖ Tirol gegen marokkanische Mitbürger_innen hetzt, ebnet sie den Weg für die Akzeptanz rechtsradikaler Ideologien und rechter Gewalt."

"Wir werden uns sicher nicht einschüchtern lassen, sondern in Zukunft noch stärker gegen Rassismus und Rechtsextremismus aktiv", so Müller, Kleibel und Moitzi unisono, die abschließend hoffen, dass der Gewalt fördernden und hetzerischen Politik bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl am 15. April eine deutliche Abfuhr erteilt wird.

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