- 31.03.2012, 08:34:56
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Greenpeace-Ostereicheck: Produktion und Inhaltsstoffe überwiegend unbedenklich
Umweltschutzorganisation rät jedoch von einzeln verkauften Ostereiern ab
Wien (OTS) - Greenpeace hat auch heuer wieder Ostereier unter die
Lupe genommen. Insgesamt wurden 25 im Handel erhältliche gefärbte
Hühnereier auf Ökologie (Inhaltsstoffe, Gentechnik, Transport,
Verpackung) und auf artgerechte Tierhaltung hin geprüft. Das Ergebnis
ist erfreulich: Die Mehrheit der getesteten Ostereier schneidet aus
ökologischer Sicht "hervorragend" oder "gut" ab. Sämtliche Produkte
stammen von Hennen aus österreichischer Freiland- oder Bodenhaltung
mit gentechnikfreier Fütterung. Die meisten wurden mit gesundheitlich
unbedenklichen Farbstoffen gefärbt. Nach wie vor warnt die
Umweltschutzorganisation jedoch vor einzeln verkauften Farbeiern, wie
sie in Bäckereien oder auf Ostermärkten angeboten werden.
"Lose verkaufte Eier sind nicht gekennzeichnet und können aus Ländern
mit Käfighaltung stammen, wo Hennen mit Gentech-Futter gefüttert und
die Eier mit gesundheitlich problematischen Farben gefärbt wurden.
Die Auflage des Gesundheitsministeriums, dass Ostereier nur dann
einzeln verkauft werden dürfen, wenn das Verkaufspersonal genaue
Auskünfte geben kann, wird weitgehend ignoriert", so Greenpeace
Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Stichprobenartige Überprüfungen
der Umweltschutzorganisation in diversen Wiener Bäckerei-Filialen
haben ergeben, dass das Verkaufspersonal der geprüften Bäckereien
(Filialen von Anker, Der Mann, Geier, Gradwohl, Grimm, Felber,
Ströck) über die einzeln zum Verkauf angebotenen Ostereier zumeist
uninformiert ist. "Es ist höchst bedenklich, dass Wiener
Großbäckereien beim Einzelverkauf von Ostereiern Vorschriften
missachten und ihre MitarbeiterInnen zum Nachteil der KonsumentInnen
ungenügend schulen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass es sich
hierbei nicht um Einzelfälle handelt, deshalb ist Gesundheitsminister
Stöger aufgerufen, zukünftig für eine umgreifende Verbesserung der
Konsumenteninformation bei allen lose verkauften Ostereiern zu
sorgen", so Sprinz.
Im Rahmen der Produkttests in den vergangen Jahren hat Greenpeace die
Verwendung des roten Farbstoffes E 127 oder Erythrosin kritisiert.
Dieser kann Allergien auslösen, steht im Verdacht an der Ausbildung
des hyperkinetischen Syndroms bei Kindern beteiligt zu sein und ist
in der EU als R 22 - "gesundheitsschädlich beim Verschlucken" -
eingestuft. Das positive Ergebnis des heurigen Produkttests: Nahezu
alle in Supermärkten erhältlichen verpackten Ostereier sind frei von
E 127. Bei einzeln verkauften Eiern, kann die Verwendung dieses
bedenklichen Farbstoffes jedoch aufgrund der mangelhaften
Produktinformation nicht ausgeschlossen werden. Greenpeace rät
deshalb vom Einzelkauf ab solange die Konsumenteninformation
unzureichend ist.
"Die derzeitige Produktinformation bei einzeln verkauften Eiern muss
dringend verbessert werden. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben
ein Recht darauf zu erfahren, woher das Ei stammt, wie lange es
haltbar ist, wie die Henne gehalten wurde, welches Futter sie
gefressen hat und mit welchen Farben das Ei gefärbt wurde", so Sprinz
und verweist zur Orientierungshilfe für den österlichen Einkauf auf
den Online-Konsumentenratgeber von Greenpeace. Auf
www.marktcheck.at/osterei ist eine Liste zu finden, auf der
empfehlenswerte aber auch bedenkliche Produkte gekennzeichnet sind.
Die Produktliste sowie Informationen zur Recherche in den Bäckereien
finden Sie unter:
http://marktcheck.greenpeace.at/osterei
Rückfragehinweis:
Claudia Sprinz Greenpeace Konsumentensprecherin Tel.: +43 (0) 664 61 26 731 mailto: [email protected] Melanie Aldrian Greenpeace Pressesprecherin Tel.: +43 (0) 664 61 26 725 mailto: [email protected]
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