- 30.03.2012, 12:32:54
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12. Wiener Landtag (2)
Fragestunde
Wien (OTS) - In der fünften Anfrage durch den Freiheitlichen
Abgeordneten Ing. Udo Guggenbichler (FPÖ) an den LH Dr. Michael Häupl
(SPÖ) zur bevorstehenden Novellierung des Naturschutzgesetzes meinte
Häupl, seit der Gründung der Naturwacht habe sich sehr viel
verändert, mittlerweile müssten viel mehr Flächen überwacht werden.
Die Aufgaben beschränkten sich nicht nur auf Beratung und "aufmerksam
machen" oder auf die Einhaltung der Ordnung in der Natur. Es seien
mittlerweile auch behördliche Tätigkeiten dazu gekommen. Nichts desto
trotz schätze er die Arbeit der Naturwacht sehr. Dass künftig bei
Nichteinhaltung der Vorschriften ein sofortiges Einschreiten durch
die Magistratsbediensteten möglich sein soll, findet Häupl in
Ordnung. Abschließend betonte der Landeshauptmann gegen die
Naturwacht gebe es keine Vorwürfe.
"SMART-Wohnungen - ein neues Wiener Wohnbauprogramm!"
LAbg Dr. Kurt Stürzenbecher (SPÖ) merkte an, bei der Umsetzung des
Projektes "SMART-Wohnungen" werde der soziale Aspekt
mitberücksichtigt. Damit habe man auf das rasche Bevölkerungswachstum
von Wien um elf Prozent rasch reagiert. Bis 2014 sollten über ganz
Wien verteilt, 2.000 "SMART-Wohnungen" entstehen, die vor allem für
junge und Einkommensschwächere Familien ausgerichtet seien. Diese
Wohnungen bieten einen kompakten Grundriss, wobei Materialien
verwendet würden, die auf geringe Kosten ausgerichtet sein. Dabei
werde auch auf die Bedürfnisse der Wiener BewohnerInnen eingegangen,
ergänzte Stürzenbecher. Mit der Umsetzung des Projektes werde das
Grundbedürfnis Wohnen für alle WienerInnen leistbar, schloss er.
LAbg Norbert Walter (ÖVP) mokierte sich über den Begriff "smart",
weil viele Begriffe in Wien schon als smart bezeichnet würden. Für
ihn sei dieses Projekt die Umsetzung von Startwohnungen. Man solle
weniger Marketing betreiben, sondern mit dem dadurch eingesparten
Geld mehr Wohnraum, vor allem für junge Menschen, schaffen. Man wisse
schon seit längerem, dass Wien wachse, daher hätte man solch ein
Projekt schon viel früher angehen müssen. Am Schluss seiner
Wortmeldung erinnerte er den Wohnbaustadtrat an die, in seinen Augen,
längst fällige Reform von Wiener Wohnen.
LAbg Mag. Christoph Chorherr (Grüne) warnte vor einer zunehmenden
Explosion der Grundstückskosten. Bereits in etlichen anderen großen
Städten, wie zum Beispiel in London, Paris und München, würden für
junge Menschen leistbare Wohnungen immer weniger. Mittlerweile müsste
man fast die Hälfte der Kosten für den Kauf des Grundstückes
aufbringen. Eine gerechte Stadt wie Wien es sein solle, müsse auch
günstige Wohnungen bereit stellen, sagte Chorherr abschließend.
Der zweite Präsident des Wiener Landtages Johann Herzog (FPÖ) meinte,
die Wohnungssituation habe sich in Wien verbessert. Auch die FPÖ sei
seiner Meinung, man müsse preisgünstigere Wohnungen in Wien schaffen.
Die Realisierung der "SMART-Wohnungen" entspreche einer von der FPÖ
gestellten Forderung nach der Schaffung von einigen 1.000 Wohnungen.
Die Mietobergrenze von 7,50 Euro pro Quadratmeter, wird man nach
Ansicht Herzogs nicht halten können. Günstiges Wohnen werde nur dann
möglich sein, wenn die Gebührenerhöhungen gestoppt würden. Wohnen
könne man auch durch den Austausch alter Heizkörper verbilligen,
schloss er.
LAbg Ing. Mag. Bernhard Dworak (ÖVP) führte aus, der Baukostenindex
sei um 40 Prozent gestiegen, gleichzeitig sei der allgemeine
Verbraucherindex um nur 25 Prozent gestiegen. In seinen Augen sei der
Wohnfonds ein Grundstückspreistreiber, auch er glaubt, dass sich die
7,50 Euro Deckelung nicht ausgehen werde, außerdem sieht Dworak
Probleme in der Wohnungsgröße, weil die angebotenen 40 Quadratmeter
für zwei Personen wahrscheinlich nicht ausreichend sein würden.
LAbg Birgit Hebein (Grüne) bezeichnete das neue Wiener
Wohnbauprogramm "SMART-Wohnungen" als nachhaltig und gut. Sie wies
darauf hin, dass Wien nach China und Kuba der größte öffentliche
Immobilieninhaber sei. Dabei setze die Stadt nicht auf
Gewinnmaximierung. Die Verteilung der "SMART-Wohnungen" auf ganz Wien
halte sie für sehr gut, denn überall dort wo diese Wohnungen
entstünden würde auch zusätzliche Infrastruktur geschaffen. (forts.)
hl/hul
Rückfragehinweis:
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www.wien.gv.at/rk/
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