• 29.03.2012, 12:22:42
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Städtebund begrüßt Gesetzesinitiative zu Schönheits-OPs

Wien (OTS) - Strengere Regeln für Schönheitsoperationen und ein
verschärfter Jugendschutz beinhaltet die Gesetzesinitiative von
Gesundheitsminister Alois Stöger, die gestern, Mittwoch, in
Begutachtung gegangen ist. Insbesondere das Schutzalter - Schönheits
OPS sind für unter 16-Jährige grundsätzlich verboten -, sowie eine
Werbebeschränkung werden durch den Österreichischen Städtebund
begrüßt: "Die Initiative von Gesundheitsminister Stöger, klare
Regelungen einzuführen und den Schutz der Jugendlichen zu erhöhen,
wird vom Frauenausschuss des Städtebundes unterstützt", sagt Sandra
Frauenberger, Vorsitzende des Ausschusses für Frauenfragen des
Österreichischen Städtebundes. "Frauen und Mädchen werden tagtäglich
mit übertriebenen und künstlichen Schönheitsbildern konfrontiert:
quasi kein Körper wird unbehandelt in den Magazinen abgedruckt,
Computerprogramme machen aus normalen Frauen künstliche
Schönheitsbilder. Für viele Frauen ist der Druck sich diesen
künstlichen Idealen anzupassen so hoch, dass sie durch Diätwahn und
Schönheitsoperationen ihrem eigenen Körper Schaden zuführen", so
Frauenberger.

Schönheitsoperationen an Jugendlichen standen im Mittelpunkt des
Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes. Im November
letzten Jahres wurde eine Resolution verabschiedet, worin ein Verbot
für Schönheits OPS an nicht volljährigen Personen gefordert wurde.

Ein Viertel der Frauen kann sich Schönheits OPS vorstellen

In einer Studie des Wiener Frauengesundheitsprogramms gaben 8 Prozent
der Frauen und Mädchen über 14 Jahren an, bereits einen
schönheitschirurgischen oder kosmetischen Eingriff hinter sich zu
haben. Weitere 25 Prozent können sich vorstellen, eine solche
schönheitsmedizinische Intervention machen zu lassen. Schätzungen
zufolge sind es rund 50.000 Schönheitsoperationen pro Jahr, die in
Österreich durchgeführt werden. Favoriten bei den medizinischen
Eingriffen sind Fettabsaugungen, Brustvergrößerungen, Falten- und
Gesichtsstraffungen, Augenlid- und Nasenkorrekturen. Das Nervengift
Botox erreicht schon fast die Anwendungshäufigkeit von kosmetischen
Artikeln. Die Tendenz ist steigend, obwohl nur 10 Prozent mit dem
Ergebnis ihrer Schönheitsoperation "sehr zufrieden" sind und 11
Prozent sogar "sehr unzufrieden". Immer mehr Menschen begeben sich in
schönheitschirurgische oder kosmetische Behandlung und sie werden
immer jünger.

Die Forderungen des Frauenausschuss des Österreichischen
Städtebundes:

o Ethische Kriterien und Qualitätsstandards für 
  Schönheitsoperationen und - eingriffe (analog zu den "Leitlinien 
  zur weiblichen Genitalchirurgie", Wien)
o Standardisierte, objektivierte PatientInnen-Informationsblätter   
  zu Schönheitsoperationen und -eingriffen samt schriftlicher 
  Zustimmungserklärung seitens der KonsumentInnen/PatientInnen
o Psychologische Beratung im Hinblick auf eine  Körperbildstörung 
  als Voraussetzung für einen schönheitschirurgischen Eingriff
o Verbot der Durchführung von Schönheitsoperationen an noch nicht 
  volljährigen Personen
o Werbeverbot für Schönheitsoperationen und -eingriffe in 
  Diskotheken, TV-Shows und anderen Medien 
o Kennzeichnungspflicht für unrealistisch verfälschte bzw. 
  bearbeitete Bilder von Frauen in Werbesujets
o Prüfung der Einhaltung und bei Bedarf Verurteilung von Verstößen 
  hinsichtlich der vorhin genannten Werbeverbote sowie der 
  Kennzeichnung von verfälschten Körperbildern durch den 
  Österreichischen Werberat
o Verankerung von gesundem Körperbewusstsein, positiver 
  Selbstwahrnehmung etc. in schulischen Lehrplänen

Der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes

Im Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes sind die auf
politischer Ebene verantwortlichen Politikerinnen sowie die
städtischen Frauenbeauftragten vertreten. Vorsitzende des Ausschusses
ist die amtsführende Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger. Der
Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes hat sich zum Ziel
gesetzt, die Situation der Frauen unmittelbar vor Ort zu verbessern.
Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktionen, wie ein österreichweites
Pfeifkonzert gegen Gewalt an Frauen, Aktionen zum Equal Pay Day und
gemeinsam erarbeitete Resolutionen, machen den Frauenausschuss zu
einer wichtigen Plattform für kommunale Frauenpolitik.

o Mehr Informationen unter:   
  www.staedtebund.gv.at/themenfelder/frauen.html

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Saskia Sautner
Mediensprecherin
Österreichischer Städtebund
Telefon: 01 4000-89990
E-Mail: [email protected]
www.staedtebund.gv.at

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