• 23.03.2012, 09:01:26
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FPÖ-Hackl zu multiresistenten Keimen in österreichischem Geflügel: Und wieder bleibt der Konsument auf der Strecke

Konsumenten und Produzenten nicht im Regen stehen lassen

Wien (OTS) - Bereits Anfang des Jahres warnte der
Konsumentensprecher des FPÖ-Parlamentsklubs und Bezirksparteiobmann
der FPÖ Vöcklabruck, NAbg. Ing. Heinz Hackl vor multiresistenten
Keimen in Geflügelfleisch, die im Nachbarland Deutschland vermehrt
festgestellt wurden. Laut Gesundheitsminister Stöger wurden in den
Jahren 2009 bis Oktober 2011 keine MSRA-Bakterien in
Geflügelfleisch-Proben nachgewiesen, zitiert Hackl aus einer
entsprechenden parlamentarischen Anfragebeantwortung. Der Einsatz
von Antibiotika ist laut Anfragebeantwortung nur nach
veterinärmedizinischer Indikation durch Tierärzte erlaubt und
entsprechend zu dokumentieren. "Für den völlig verunsicherten
Konsumenten stellt sich die Frage: Wem kann man nun beim Kauf von
Geflügel wirklich vertrauen?", so Hackl vor dem Hintergrund, wonach
Global 2000 in heimischen Regalen gesundheitsgefährdendes
Hühnerfleisch entdeckt hat.

Der FPÖ-Konsumentenschutzsprecher betont: "Neben den ratlosen
Konsumenten sind auch die korrekten Geflügelzüchter davon betroffen.
Sie müssen mit einem Einbruch des Umsatzes rechnen und es ist zu
befürchten, dass sie die wirtschaftlich Geschädigten sind. In
regelmäßigen Abstanden kommt es zu Skandalmeldungen aus dem
Lebensmittelbereich. Wer sich gesundheitsbewusst ernähren will, tut
sich schwer - angesichts von EHEC, Dioxin im Futtermittel,
Antibiotika in Fleischprodukten oder Bio-Lebensmittelskandal, um nur
ein paar zu nennen." In Zeiten der Globalisierung sei, so der
FPÖ-Konsumentenschutzsprecher, "offenbar die Tierzucht auf Grund des
internationalen Preisdrucks völlig aus den Fugen geraten. Der Zwang,
immer größere Zucht- und Masteinheiten aufzubauen, um am Markt
bestehen zu können, rächt sich in regelmäßigen Abständen. Denn diese
Strukturen sind offensichtlich immens anfällig für Krankheiten und
stellen Züchter und Mäster vor schier unlösbare Probleme."

Hackl forderte abschließend, "die EU, aber auch die verantwortlichen
Regierungsmitglieder in Österreich auf, die längst überfällige
Notbremse zu ziehen - im Interesse und zum Wohle der Konsumenten,
aber auch der Produzenten. Vom plakativen Slogan der Politik beim
EU-Beitritt, wonach Österreich der Feinkostladen Europas sein wird,
ist erschreckend wenig übrig geblieben."

Rückfragehinweis:

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