• 16.03.2012, 12:00:34
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FSME-Kampagne 2012 - "ZECKEN AUF DEM VORMARSCH?" - ANHÄNGE

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2803
Im Bild v.l.n.r.: Dr. rer. nat. Georg Duscher (Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie im Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien), Dr. Rudolf Schmitzberger (Facharzt für Kinder und Jugendheilkunde und Impfreferent der Wiener Ärztekammer), Mag. pharm. Dr. Christiane Körner (Vizepräsidentin der Österr. Apothekerkammer) und MR Dr. Walter Dorner (Präsident der Österr. Ärztekammer).

Wien (OTS) - Im Vorjahr ist die Zahl der FSME-Erkrankungen
sprunghaft angestiegen. 113 Menschen mussten 2011 in stationäre
Behandlung, vier Patienten sind an den Folgen der Erkrankung
verstorben. Zum Vergleich: 2010 gab es lediglich 63
Spitalsaufenthalte und einen Toten. "Der deutliche Anstieg der
FSME-Fälle von 2010 auf 2011 sei besorgniserregend", sagte der
Präsident der Österreichischen Ärztekammer, MR Dr. Walter Dorner auf
der FSME-Pressekonferenz. Es gäbe nur eine Chance, die von den Zecken
ausgehende Lebensgefahr zu bannen, nämlich "so viele Menschen wie
möglich von der Wichtigkeit der FSME-Impfung und deren regelmäßigen
Auffrischung zu überzeugen." Er, Dorner, empfehle daher dringend, den
Impfstatus mit dem Hausarzt zu besprechen.

FSME wird durch den Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen
übertragen. Schon bei einem Spaziergang im Park, beim Joggen, Fahrrad
fahren oder Fußball spielen kann eine Zecke vom Grashalm abgestreift
werden. "Etwa ein Drittel der Patienten zeigt nach durchgemachter
Erkrankung anhaltende neurologische Folgeschäden. Diese reichen von
andauernden Kopfschmerzen über Sprachstörungen bis hin zu Lähmungen
oder auch den Tod" betont Dr. Rudolf Schmitzberger, Facharzt für
Kinder- und Jugendheilkunde und Impfreferent der Wiener Ärztekammer.
"Nur die rechtzeitige und regelmäßige Impfung schützt zu fast 100
Prozent", bekräftigt der Experte. "Auch häufiger Zeckenbefall schützt
nicht vor der Erkrankung. Wenn die FSME einmal ausgebrochen ist, kann
man aus medizinischer Sicht nur mehr relativ wenig dagegen tun".

Nach Angaben der AUVA kam es bei Betroffenen 2010 im Durchschnitt
zu einem Spitalsaufenthalt von 44 Tagen, der längste Aufenthalt lag
bei einem Dreivierteljahr.

"Die heimischen Zecken sitzen im Gras und auf Büschen und warten
auf vorbeikommende Wirte. Dabei können Sie sehr lange hungern." wie
der Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie an der
Veterinärmedizinischen Universität Wien, Dr. Georg Duscher weiß. "Es
soll Berichte von bis zu 10 Jahren im Labor geben." Beunruhigend sei
außerdem, dass "mit FSME Viren infizierte Zecken laut einer
russischen Arbeitsgruppe aktiver und aggressiver sind, als
un-infizierte Spinnentiere". Duscher weiter: "In Forscherkreisen geht
man davon aus, dass "infizierte" Zecken möglicherweise
widerstandsfähiger sind und sich dadurch auch die Erreger weiter
ausbreiten können".

Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen
Apothekerkammer weist darauf hin, dass mit der Zeckenschutzimpfung
einfach und kostengünstig vorgebeugt werden kann. Der FSME-Impfstoff
kostet in allen Apotheken in für Erwachsene im Aktionszeitraum 29,50
Euro, der Impfstoff für Kinder 24,90 Euro. Darüber hinaus gewähren
fast alle Krankenkassen einen ganzjährigen Kostenzuschuss, der direkt
in der Apotheke vom Aktionspreis abgezogen wird. Für die
Grundimmunisierung lautet das Schema folgendermaßen: Die erste
Impfung möglichst noch vor der warmen Jahreszeit. Die zweite Impfung
sollte einen Monat danach erfolgen, die dritte Impfung ein Jahr
darauf. Eine Auffrischungsimpfung ist erst nach drei beziehungsweise
fünf Jahren notwendig. Die regelmäßige Impfung ist die einzige
Möglichkeit sich effektiv vor einer FSME Erkrankung zu schützen.
"Jeder Österreicher sollte gegen die gefährliche FSME-Infektion
geschützt sein", so Dr. Körner.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2803

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