• 29.02.2012, 11:30:43
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NEWS veröffentlicht Steuerakten Karl-Heinz Grassers von 2000 bis 2010

Ex-Finanzminister nach Polit-Aus steuertechnisch nur Kleinverdiener

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe die Steuerakten des früheren
Finanzministers Karl-Heinz Grasser aus den Jahren 2000 bis 2010.

Auffällig ist dabei vor allem die Entwicklung des Einkommens das
Grasser in Österreich versteuert. So betrug sein Jahresbrutto im Jahr
2000 noch 446.042 Euro. Grasser arbeitete damals bis zu seiner
Angelobung als Finanzminister am 4. Februar 2000 beim Magna-Konzern
und bekam für die ersten fünf Wochen des Jahres von Magna
Bruttobezüge von 259.201,83 Euro. Als Minister bekam er für den Rest
des Jahres Bruttobezüge von 186.839,75 Euro. Während seiner
Ministerzeit hatte Grasser dann zwischen 207.203 Euro (2001) und
219.055 Euro Bruttobezüge.

Im Jahr 2007 (Grasser schied am 11. Januar als Finanzminister aus
und erhielt sein Ministergehalt bis Ende März) beginnt Grassers
Einkommen dramatisch zu sinken. 2007 belaufen sich seine Bruttobezüge
nur mehr auf 43.152 Euro. Laut Einkommenssteuerbescheid 2007 beträgt
sein Jahreseinkommen letztlich 29.524,35 Euro, weil Werbungskosten
und ein Veranlagungsfreibetrag abgezogen wurden.

Im Jahr 2008 belaufen sich Grassers Einkünfte aus selbständiger
Arbeit auf lediglich 23.988,70 Euro, abzüglich Werbungskosten sinkt
der Gesamtbetrag der Einkünfte auf 17.153,42 Euro. Seine Steuer vor
Abzug der Absetzbeträge sank auf lediglich 2.742,14 Euro. Im Jahr
2009 verblieb letztlich ein Einkommen 13.520,20 Euro, die Steuer sank
auf 919,87 Euro.

Die Finanz hegt "den konkreten Verdacht einer Abgabenhinterziehung
bezüglich Umsatzsteuer, Einkommenssteuer und Kapitalertragssteuer",
heißt es in den Akten. Dem Beschuldigten Grasser werden dabei "in
Steueroasen angesiedelte Rechtssubjekte" - aufgezählt werden etwa die
Silverland Stiftung, die Levesque Holding und die Gemain Limited -
zugerechnet, bei denen der Verdacht bestehe, dass Grasser diese
Firmen "faktisch" kontrolliere.

Rückfragehinweis:
NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: 01/21312-1143

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