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Walter Rosenkranz: FPÖ für Aufschub der teilzentralen Matura

Viele ungelöste Probleme führen zur Abwertung der Matura - "Zielbildungseinrichtung" soll Standards vorgeben

Wien (OTS) - Angesichts der mangelhaften Umsetzung der
teilzentralen Matura durch das Unterrichtsministerium fordert nun FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz eine Verschiebung: "Die FPÖ hat die Einführung der teilzentralen Matura bei den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) zuletzt auch abgelehnt, weil wir eine Verschlechterung des Maturaniveaus vorhersehen."

Einerseits gelinge es bisher nicht, Maturanten entsprechend den Anforderungen der Universitäten auszubilden. Andererseits verlange man bei der teilzentralen Reifeprüfung eine vorwissenschaftliche Arbeit. "Aufgabe von Schulen ist es jedoch, das Handwerk, das man braucht, um ein Studium erfolgreich zu meistern, zu vermitteln, und nicht Inhalte des Studiums vorwegzunehmen", so Rosenkranz weiter.

"Zielbildungseinrichtung" soll Standards vorgeben

"Die FPÖ steht auf dem Standpunkt, dass die bei der Matura zu erreichenden Standards von den Zielbildungseinrichtungen, das heißt in diesem Fall von den Universitäten, vorgegeben werden sollen", erklärt Rosenkranz. Davon abgesehen gebe es allerdings noch viele Probleme, welche eine Verschiebung des ersten Durchgangs der teilzentralen Matura unbedingt erforderlich machten. "Auch ursprünglich hat sich die FPÖ eine teilzentrale Matura nur in Kombination mit bundesweiten Bildungsstandards vorstellen können. Diese Standards hätten die Matura auf ein bundesweit einheitliches, hohes Niveau heben sollen."

Nun zeichne sich jedoch bereits das ab, wovor die FPÖ immer gewarnt habe, so Rosenkranz unzufrieden, denn: "Aufgrund einer viel zu spät erfolgten Reifeprüfungsverordnung ist nun bis zum geplanten Maturatermin 2014 für die betroffenen Schüler nicht mehr genug Zeit, sie auf die geänderten Erfordernisse zeitgerecht vorzubereiten. Man wird also, um den Einführungstermin der teilzentralen Matura trotzdem halten zu können, die Standards verwässern und damit die gesamte Matura entwerten."

Damit spiele man freilich auch jenen Gruppen in die Hände, welche bereits vermehrt an den Universitäten Aufnahmeprüfungen verlangten. Eine unzureichende Adaption der Lehrpläne, Säumnisse bei der Leistungsbeurteilungsverordnung, zu wenige approbierte Schulbücher und Unklarheiten bei den künftig zugelassenen Hilfsmitteln machten für Rosenkranz einen Aufschub des ersten teilzentralen Maturatermins um ein bis zwei Jahre unumgänglich: "Schülern und Lehrern soll die Zeit gegeben werden, die sie brauchen, um die teilzentrale Matura -die der Idee nach eine gute Sache wäre - nicht zu einem Fiasko werden zu lassen. Sollte sich die Implementierung der teilzentralen Matura jedoch in diesem Stil fortsetzen, so wird die FPÖ Widerstand dagegen leisten", so Rosenkranz.

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