• 27.02.2012, 10:51:56
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ORF III mit Lagunen-Krimis, Herzschmerz-Geschichten sowie Genetiker Hengstschläger und Andreas Vitásek in "erLesen"

Am 28. Februar im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information beleuchtet am
Dienstag, dem 28. Februar 2012, im "Kulturmontag" das
Erfolgsgeheimnis von Donna Leons melancholischem Commissario Brunetti
und beleuchtet das lukrative Geschäft mit Groschenromanen. In der
ORF-III-Büchersendung "erLesen" plaudern Andreas Vitásek, Markus
Hengstschläger und Milena Flasar über durchschnittliche Schüler,
verborgene Talente und tschechische Wurzeln. Im Anschluss spricht
Romancier John Irving über den inneramerikanischen Kulturkampf,
Antisemitismus und wie er die Welt sieht.

"Kulturmontag" (20.15 Uhr)

Seit 20 Jahren leidet Donna Leons melancholischer Commissario am
Bösen in der Welt und am eigenen Unvermögen, es nicht zumindest aus
Venedig verbannen zu können. Hartnäckig ermittelt er gegen korrupte
Politiker und mordende Mafiosi, kämpft gegen Umweltverschmutzer und
Drogenhändler. Mit "Reiches Erbe" erschien soeben Brunettis 20. Fall.
Millionen Leser verschlingen die Bücher Leons, Brunetti gibt es in 34
Sprachen, viele der Lagunen-Krimis wurden erfolgreich verfilmt.
Längst gibt es Venedig-Führungen auf den Spuren des Commissario und
eine Stadtkarte verzeichnet neben den klassischen Sehenswürdigkeiten
auch jene, die zu kriminalistischen Ehren gekommen sind. Was macht
die Krimis der Amerikanerin so erfolgreich? Sind es die durchaus
aktuellen Themen wie Korruption, Asylanten, Sextourismus oder
sexueller Missbrauch durch Geistliche oder würzt Leon damit nur
Klischees mit einer Prise Melodramatik? ORF III Kultur und
Information nimmt im "Kulturmontag" die Fährte auf und entschlüsselt
den Geheimcode der Lagunen-Krimis.

"art.genossen": Werner Bootes "Die Kunst der Schundliteratur" (20.45
Uhr)

Schnell geschrieben, schnell gelesen, schnell vergessen.
Groschenromane verkaufen sich wie warme Semmeln. Ob Hausfrau oder
Manager, die Beliebtheit sogenannter Trivialromane scheint
ungebrochen zu sein. Es ist ein großer Markt, an dem sich gut
verdienen lässt. Obwohl diese Art der Schriftstellerei oft lukrativer
ist als viele anspruchsvolle Arbeiten, lässt deren Image zu wünschen
übrig. Was ist das Geheimnis der Herzschmerz-Geschichten, die in
Illustrierten zu lesen sind? Welche Faszination steckt dahinter? Mit
Werner Bootes Dokumentation "Die Kunst der Schundliteratur" begibt
sich ORF III Kultur und Information auf einen Streifzug durch die
Welt der einfachen Helden: von "Jerry Cotton" über "Perry Rhodan" bis
"Dr. Stefan Frank".

"erLesen" mit Andreas Vitásek, Markus Hengstschläger und Milena
Flasar (21.20 Uhr)

Bei "erLesen" wird zu Rotwein und Rivella getalkt. Wenn Andreas
Vitásek, Markus Hengstschläger und Milena Flasar in Heinz Sichrovskys
Bücherwelt Platz nehmen, geht es um die Zukunft der Jugend,
tschechische Vorfahren und Kurzhaarschnitte.

Der österreichische Genetiker Markus Hengstschläger, der mit seinem
Buch "Die Durchschnittsfalle" die Bestsellerlisten hochklettert,
spricht von den vergeudeten Ressourcen unserer Kinder. In seinem Buch
warnt der vielfach ausgezeichnete Wissenschafter vor einem
Bildungssystem, das lediglich durchschnittliche Schüler
hervorzubringen scheint. In einfacher Sprache macht er deutlich, dass
Erfolg nur aus Individualität entstehen könne. Verborgene Talente
dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Um die Zukunft meistern zu
können, müsse es Norm werden, von der Norm abzuweichen.

Einer, der sich in jedem Fall von der Norm abhebt, ist Andreas
Vitásek. Der österreichische Kabarettist brilliert derzeit in dem
Ein-Mann-Thriller "Lisa" im Wiener Rabenhof. Obwohl er sich auf Oskar
Stockers Bild außerordentlich gut gefalle, ist er zu dem Entschluss
gekommen, seine Haare, die er sich für die Premiere des Stücks
abrasieren ließ, wieder wachsen zu lassen. Was es mit den Parallelen
zwischen ihm und der aufstrebenden Schriftstellerin Milena Flasar auf
sich hat und warum Vitásek eine Verwandtschaft zu spüren vermag,
zeigt sich in der ORF-III-Büchersendung.

Porträt "John Irving und wie er die Welt sieht" (22.30 Uhr)

Kleinwüchsige und Prostituierte, Transsexuelle und
Ganzkörper-Tätowierte und immer wieder abwesende Eltern. Das bizarre
Personal, das John Irving in seinen Romanen versammelt, besteht aus
Gezeichneten, die es regelmäßig an die Spitze der internationalen
Bestsellerlisten schaffen. In seinem im Jahr 2005 erschienenen Roman
"Bis ich dich finde" erzählt er die autobiografisch geprägte
Geschichte von einer Vatersuche und sexuellem Missbrauch. In Michael
Meisters Porträt "John Irving und wie er die Welt sieht" spricht der
Romancier über den inneramerikanischen Kulturkampf und den
Antisemitismus, den er in seinen Wiener Studentenjahren erlebte.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at

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