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Neues Volksblatt: "Wiener Neustart" von Markus EBERT
Ausgabe vom 27. Februar 2012
Linz (OTS) - Mit dem Neustart der Wiener ÖVP hat
ÖVP-Bundesparteiobmann Michael Spindelegger den Wunsch verbunden,
dass die ÖVP in der Bundeshauptstadt beweisen könne, "dass wir als
Volkspartei stark sind". Man könnte es auch drastischer ausdrücken:
Die ÖVP muss in Wien beweisen, dass sie stark ist - denn nur dann
kann es bei der nächsten Nationalratswahl für die Volkspartei ein
respektables Ergebnis geben. Nach Niederösterreich gibt es in Wien
die meisten Wahlberechtigten, nämlich 1,158 Millionen. Erreicht hat
die ÖVP bei der Nationalratswahl 2008 in der Bundeshauptstadt 140.530
Stimmen oder 16,7 Prozent. Ohne Wien und Kärnten (mit 14,57 Prozent
schnitt die ÖVP dort noch schlechter ab) schaffte die ÖVP im
Bundesländerschnitt 29 Prozent - was für Wien ein Plus von 100.000
Stimmen bedeuten würde. Zum Vergleich: Der Abstand zwischen SPÖ und
ÖVP betrug im Jahr 2008 insgesamt 160.000 Stimmen. Da mögen in den
anderen Bundesländern noch so viele Anstrengungen unternommen werden,
um das eine oder andere Prozent zuzulegen, wird das nicht reichen,
wenn nicht Wien kräftig zulegt.
Dass der aktuelle Prozentanteil kein unverrückbares Schicksal ist,
zeigt die Statistik: Von 1945 bis 1986 (und 2002) lag die ÖVP bei
Bundeswahlen immer über 30 Prozent. Womit die Richtung nach dem
Wiener Neustart vorgegeben ist.
Rückfragehinweis:
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Tel.: 0732/7606 DW 782
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