• 22.02.2012, 14:24:17
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GdG-KMSfB-Harreither: Belastungs- und Kapazitätsgrenze der Wiener Spitäler erreicht

Personal der öffentlichen Spitäler Wiens fordert Verstärkung durch alle Partner des Gesundheitssystems

Wien (OTS) - (GdG-KMSfB/ÖGB). Seit rund einer Woche verzeichnet
der Wiener Krankenanstaltenverbund einen eklatanten Anstieg an
Rettungszufahrten und Aufnahmen. "Das Personal der öffentlichen
Spitäler Wiens braucht Verstärkung durch alle Partner des
Gesundheitssystems", erklärte heute, Mittwoch, der Vorsitzender der
Hauptgruppe II in der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), Bernhard
Harreither.++++

"Nach Rücksprache mit verantwortlichen ExpertInnen handelt es sich
um grippale Infekte, deren Folgeerkrankungen sowie
Durchfallserkrankungen. Von einer Grippewelle beziehungsweise einer
Epidemie wie im Jahr 2009 sind wir aber noch meilenweit entfernt", so
Harreither. Fakt ist, dass die Kapazitäts- und Belastungsgrenzen
erreicht und auf manchen Abteilungen bereits überschritten sind.

"In einigen Spitälern hat sich das Rettungskontingent von 30
Anfahrten pro Tag auf 90 Anfahrten pro Tag verdreifacht", stellte
Harreither klar. Dadurch ist die Zahl der Überbelags- beziehungsweise
Gangbetten explodiert. "Wir haben so viele Gangbetten wie noch nie,
obwohl die aufgenommen PatientInnen auf diversen Stationen über das
ganze Haus verteilt werden. Wenn nun die tatsächliche Grippewelle
hinzukommt, kollabiert das System, da auch die Erkrankungsfälle unter
den Bediensteten zunehmen", so Harreither weiter.

Gerade in Situationen wie diesen sind alle Partner des
Gesundheitssystems gefordert. "Die Last kann nicht von den
öffentlichen Spitälern alleine getragen werden! Der niedergelassene
Bereich ist ebenso gefordert, die Bevölkerung zu unterstützen und zu
versorgen. Wir haben bereits medial auf die belastende Situation der
Bediensteten hingewiesen. Übrigens auch ein Teil jener öffentlichen
Bediensteten, die man gerne an den Pranger stellt, wenn es um
Einsparungspotential im öffentlichen Dienst geht. Das Maß ist voll!",
erklärt der Vorsitzende.

Rückfragehinweis:
GdG-KMSfB, Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (01) 313 16 - 83 615. Informationen im Internet: www.gdg-kmsfb.at

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