• 22.02.2012, 12:24:25
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AK Tumpel zur Familienförderung: "Der Ausbau der Kinderbetreuung hilft den Familien am meisten"

Die AK fordert eine Steuerentlastung für ALLE ArbeitnehmerInnen, denn Arbeit ist zu hoch und Vermögen sind zu gering besteuert.

Wien (OTS) - "Das Familienmodell von AK und IV setzt ganz bewusst
auf neue Strukturen in der Familienförderung, weg von
Steuerleistungen hin zu Sachleistungen", betont AK Präsident Herbert
Tumpel. "Das hat einen Mehrfachnutzen - für alle Familien, für alle
Beschäftigten und für den Staat". Kinderbetreuung hilft Familien in
allen Einkommensschichten. Steuerentlastungen für Familien dagegen
vor allem jenen mit einem hohen Haushaltseinkommen. Der Ausbau der
Kinderbetreuung schafft neue Arbeitsplätze und für viele
ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit zu arbeiten. "Das bringt dem Staat
zusätzliche Einnahmen", sagt Tumpel: "Investitionen in
Kinderbetreuung sind also echte Zukunftsinvestitionen für Familien."

Das AK Familienmodell sieht eine Umschichtung von Steuerleistungen
für Familien hin zu Sachleistungen vor: Werden 100 Millionen Euro der
frei werdenden Mittel in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert,
bringt das enorme Effekte bei der Beschäftigung. AK Präsident Herbert
Tumpel präsentiert die einfache Rechnung: "Unmittelbar werden damit
mehr als 10.000 Arbeitsplätze in der Kinderbetreuung selbst
geschaffen, darüber hinaus können mehr als 27.000 Eltern - vor allem
Mütter - erwerbstätig sein, denen vorher Kindergartenplätze gefehlt
haben. All diese Menschen sorgen für zusätzliche staatliche
Einnahmen."

Der Ausbau von Kinderbetreuung finanziert sich nicht nur selbst:
Mittelfristig übersteigen die budgetären Rückflüsse diese
Investitionen. Mit 100 Millionen Euro Investition können 35.000
zusätzliche Betreuungsplätze für Kleinkinder geschaffen und die
Öffnungszeiten bei 70.000 bestehenden Plätzen verlängert werden.
Außerdem kann die Qualität bestehender Kinderbetreuungsplätze
verbessert werden. Schon nach vier Jahren ergibt sich ein Plus fürs
Budget von mehr als 70 Millionen Euro pro Jahr, wegen der
zusätzlichen Abgaben durch die höhere Beschäftigung und Einsparungen
bei weniger notwendigen Sozialleistungen.

Eine Steuerentlastung fordert die AK für ALLE Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer. "Es braucht nach wie vor eine gerechtere Verteilung
der Steuerlasten", sagt AK Präsident Herbert Tumpel: "Mit dem
Stabilitätspakt sind zwar Steuerlücken bei Unternehmen und in der
Landwirtschaft geschlossen worden. Das ist ein Etappenerfolg. Aber:
Arbeit ist nach wie vor zu stark belastet, Vermögen dagegen zu
gering." Die Arbeiterkammer setzt sich für alle Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer für mehr Verteilungsgerechtigkeit im Steuersystem ein.
Und fordert weiterhin Vermögenssteuern sowie Erbschafts- und
Schenkungssteuern, um damit eine Entlastung der Einkommen aus Arbeit
finanzieren zu können.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Martina Madner
Tel.: +43-1 501 65-2151
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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