• 22.02.2012, 12:18:39
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Berlakovich in VAE: In Wüstenstaaten fruchtbarer Boden für österreichische Firmen

Top-Chancen für heimische Umwelttechnologie- und Lebensmittel-Unternehmen

Herr Bundesminister Nikolaus Berlakovich im Gespräch mit dem Minister für Umwelt und Wasser Herrn Rashid bin Fahad

Dubai/Abu Dhabi (OTS) - "Speziell in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten ist es wichtig, auch ausländische Märkte für unsere
Umwelttechnologie- und Lebensmittel-Unternehmen aufzubereiten. Sowohl
auf der 'Gulfood', der größten Lebensmittelmesse im arabischen Raum,
als auch bei den bilateralen Gesprächen mit RegierungsvertreterInnen
über Umweltinteressen hat sich gezeigt: Die Vereinigten Arabischen
Emirate sind trotz Wüste ein höchst fruchtbarer Boden für
österreichische Spitzenqualität. Das gilt es noch stärker zu nutzen",
betont Umwelt- und Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich
anlässlich seines dreitägigen Besuchs in Dubai und Abu Dhabi.

Österreichische Lebensmittel als "Oase im Alltag der
Wüstenregionen" verankern

Bei der Eröffnung der "Gulfood 2012", die bis inklusive heute
andauert, hob der Minister gemeinsam mit WirtschaftsvertreterInnen
die Einzigartigkeit der österreichischen Lebensmittel und Getränke
hervor. "Wir wollen österreichische Spitzenlebensmittel in den
Wüstenregionen der Vereinigten Arabischen Emirate als Oase im Alltag
verankern", betonte der Minister. Die Gulfood stellt mit 62.000
BesucherInnen aus 150 Ländern und 3.800 Ausstellern die größte
internationale Fachmesse für die Nahrungsmittelwirtschaft im Nahen
Osten dar. Österreich ist bis inklusive heute mit 16 Ausstellern am
Außenwirtschafts-Gruppenstand und einigen weiteren Einzelfirmen auf
der Messe vertreten. Fruchtsäfte und Energydrinks werden ebenso
angeboten wie Gemüse- und Backwaren oder auch Käsespezialitäten.

Importabhängigkeit bietet Chancen für heimische Spitzenqualität

Die VAE gelten deswegen als wichtigster Markt für österreichische
Lebensmittel im Nahen und Mittleren Osten, weil eine hohe
Importabhängigkeit des Landes in diesem Bereich besteht. So werden
jedes Jahr Nahrungsmittel aus der ganzen Welt im Wert von 10 Mrd. USD
eingeführt, was auch auf die hohen Quoten an GastarbeiterInnen und
TouristInnen zurückzuführen ist. 2011 konnte Österreich einen Anstieg
des Exportvolumens in die VAE im Nahrungsmittel- und Getränkebereich
von 22 Mio. Euro (2010) auf 27 Mio. Euro erreichen. Hinter den
Vereinigten Arabischen Emiraten folgen Saudi Arabien und Kuwait als
wichtigste Märkte dieser Region. 70% der österreichischen
Lebensmittel- und Getränkeexporte in die Emirate entfallen auf
alkoholfreie Erfrischungs- und Wellnessgetränke, 10% auf Fruchtsäfte
und 5% auf Käsespezialtitäten. Gute Chancen werden auch für
Backwaren, Süßigkeiten, Lebensmittelzubereitungen und Würste, die
'halal' sind, geortet. Alle Wirtschaftsbereiche insgesamt betrachtet,
stehen 2011 österreichischen Exporten von knapp 530 Mio. Euro Importe
von lediglich 70 Mio. Euro gegenüber.

Umdenken in Sachen Umweltschutz, Abfall- und Wassermanagement

Weiters führte Berlakovich eine Reihe von bilateralen Gesprächen
mit wichtigen Regierungs- und WirtschaftsvertreterInnen Dubais. Dazu
zählen unter anderem Umwelt- und Wasserminister Rashid bin Fahad, der
Bürgermeister Dubais, Hussain Ahmed Nasser Lootah, und
Außenhandelsministerin Sheika Al Qasimi. "Obwohl die Wirtschaft vom
Erdöl geprägt ist, wird Umwelt- und Klimaschutz auch in den
Vereinigten Arabischen Emiraten ein immer bedeutenderes Thema. So
gehört etwa das Abfallaufkommen mit 3,4 bis 3,8 kg pro Tag zu den
höchsten der Welt. Die Regierung hat den Handlungsbedarf erkannt und
ist speziell im Abfall- und Wasserbereich äußerst interessiert an
österreichischen Umwelttechnologien. Dieses Potenzial gilt es im
Sinne von Ökologie und Ökonomie verstärkt zu nutzen. Mit unserem
Knowhow können wir die Wüstenregionen umweltfreundlicher machen und
gleichzeitig davon profitieren und heimische green jobs schaffen", so
Berlakovich.

Österreichs Vorreiterrolle punkto Energieautarkie gefragt

Weiters besichtigte der Minister mit seiner Umwelt- und
Wirtschaftsdelegation in Abu Dhabi Masdar City, eine zurzeit im
Aufbau befindliche, CO2-neutrale Ökostadt mit Forschungsschwerpunkt.
"Österreich setzt konsequent Schritte, um bis 2050 energieautark zu
werden, also dass im eigenen Land per saldo so viel Energie erzeugt
wie verbraucht wird. Andere Länder, wie die VAE, erkennen in diesem
Bereich ebenso ein erhebliches Potenzial und setzen dabei auch auf
Österreichs Vorreiterrolle und Knowhow in Sachen Umwelttechnologie",
betont der Minister. So entsorgt und recycelt etwa eine
Müllverwertungsanlage in Al Ain, die zur Hälfte einem Österreicher
gehört, die bereits aufkommenden Abfälle von Masdar City, weitere
Umweltkooperationen mit bewährter Umwelttechnologie aus der
Alpenrepublik sind in Vorbereitung.

Emirate können sich für solare Kühlung erwärmen

Auf großes Interesse stießen auch solare Kühlungsanlagen aus
Österreich, die bereits in den Emiraten angeboten und eingesetzt
werden. "Diese ökologischen Visitkarten sind großartige Türöffner und
Wegbereiter für die heimischen Umwelttechnolgien. Unsere Gespräche
waren höchst vielversprechend, dass es gelingen wird, unsere Lösungen
und Angebote noch stärker zu verankern - im Sinne von Umwelt und
Wirtschaft", so Berlakovich.

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Tel.: (+43-1) 71100 DW 6963

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