- 21.02.2012, 10:35:51
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Wr. Jugendanwalt zu Schulangst und Schulschwänzen: Angst nicht mit Angst vertreiben
Schulangst hat Gründe und geschieht nicht aus Jux und Tollerei
Wien (OTS) - Es gibt Gründe warum ein Kind oder Jugendlicher die
Schule nicht besucht.
Das können einerseits Gründe in der Familie oder in der peer-group
oder in der Schule selbst sein.
Diese Gründe gilt es zu finden und ihnen aktiv entgegenzuwirken.
Wiens Jugendanwalt Anton Schmid sieht bei der Androhung einer hohen
Geldstrafe dabei eine Wirkung gleich null. Wer Schulangst mit Angst
(vor Strafe) begegnen will, sollte sich inhaltlich von dem Thema
fernhalten.
Österreichische Kinder und Jugendliche gehen in der Regel gerne zur
Schule, das bestätigen viele Erhebungen bei österreichischen
SchülerInnen, wenn also hier Schulangst auftritt sind manifeste
Probleme vorhanden.
Nur in vertrauensvollen Gesprächen mit anschließender konkreter
Unterstützung sind diese Ängste zu nehmen.
In Österreich (besonders in Wien) gibt es eine Fülle von
Beratungsstellen die die jungen Menschen beraten und ihnen auch
helfen können. Das Projekt Jugendcoaching ist eines davon, doch gibt
es genügend andere Beratungsmöglichkeiten.
Die Erwachsenenwelt und besonders die Politik sollten eher in diese
Richtung denken und die jungen Menschen ermuntern und motivieren sich
helfen zu lassen, anstatt mit Drohungen zu agieren, so abschließend
Jugendanwalt Schmid.
Rückfragehinweis:
Kinder- & Jugendanwaltschaft Wien
Herr Dr. Anton Schmid
Tel.: (++43-1) 70 77 000
mailto:[email protected]
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