• 17.02.2012, 13:05:33
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Schultes: Ölheizungen müssen rasch und konsequent zurückgedrängt werden

18.000 neue von der Ölindustrie geförderte Ölheizungen schaffen langjährige Abhängigkeit für Konsumenten und bremsen Erreichung der Klimaziele

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Eine widersinnige Förderaktion der
Mineralölindustrie treibt Jahr für Jahr tausende Menschen in die
Heizölfalle", sagte ÖVP Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes
heute, Freitag. Laut Angaben der "Heizen mit Öl GmbH" wurde allein
seit 2009 die Anschaffung von 18.000 Ölkesseln seitens der
Mineralölindustrie gefördert. Je Ölheizung wird ein Ölverbrauch von
2.400l unterstellt. 18.000 neue Ölkessel bedeuten daher rund 114.000
Tonnen zusätzliche CO2 Emissionen in jedem Jahr - auf Lebensdauer der
Kessel sind das zwei Millionen Tonnen schädliches CO2. Bei einem
Marktpreis der CO2 Zertifikate von rund neun Euro bedeutet das etwa
eine Millionen Euro pro Jahr an zusätzlichen Kosten für die Republik.

Die Neuanschaffung von Heizsystemen auf Heizölbasis bedeute auch eine
um viele Jahre prolongierte Abhängigkeit der Konsumenten von teurem
und preisinstabilem Erdöl. Darüber hinaus erschwert die zusätzliche
Heizölverbrennung die Erreichung der Klimaziele massiv. Es muss daher
in der Raumwärme rasch und konsequent aus dem Heizöl ausgestiegen
werden. Wärme aus Biomasse kann dabei problemlos als
umweltfreundliche, kostengünstige, heimische und unabhängiger
machende Energiequelle eingesetzt werden und Heizöl sofort ersetzen.
"Die sinnlose Ölkesselförderaktionen der Mineralölindustrie wird
daher von mir weiter bei jeder Gelegenheit verurteilt werden" so
Schultes weiter.

Die Mineralölindustrie lockt dabei die Kunden mit Unwahrheiten bei
der Höhe der Einsparungen. Diese sollen angeblich bis zu 40 Prozent
bei einem Umstieg auf "moderne Ölbrennwerttechnik" betragen. Einer
genauen Prüfung halten diese Angaben aber nicht Stand, in Wahrheit
ergibt der "Brennwerteffekt" unter idealen Bedingungen
(Niedertemperaturheizsystem - z.B. Fußbodenheizung) lediglich
Einsparungen von wenigen Prozentpunkten. Der Rest des propagierten
Einsparungsvolumens kommt aus einer durchgeführten Dämmung der
Gebäudehülle, Fenster- und Türentausch u.ä. Diese
Einsparungsmaßnahmen seien allerdings nicht auf den beworbenen
"Brennwerteffekt" zurückzuführen, sondern genauso bei Umstellung auf
einen Holz- oder Pelletskessel wirksam.

Rasch und konsequent aus dem Heizöl auszusteigen ist das oberste
Gebot der Stunde. Wärme aus Biomasse kann ohne Komforteinbußen als
umweltfreundliche, kostengünstige und regional verfügbare
Energiequelle das problematische Heizöl sofort ersetzen. "
Stationäres Dieselverbrennen mittels Heizöl ist Vergangenheit.
Biomasse bedeutet regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze für
Menschen in Österreich", schloss Schultes.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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