- 15.02.2012, 13:33:32
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Kadenbach: EU sichert Nahrungshilfe-Programm für Bedürftige
SPÖ-Europaabgeordnete sieht darin Erfolg durch sozialdemokratische Verhandlungen: "500 Millionen Euro für die Ärmsten in Europa
Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament gab heute Mittag grünes
Licht für das mit der Höchstsumme von 500 Millionen Euro dotierte
Nahrungsmittelhilfeprogramm für bedürftige EU-Bürgerinnen und Bürger.
Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für
Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, erläutert: "Das Programm
wurde eingeführt, um überschüssig produzierte Nahrungsmittel den
Bedürftigsten in Europa zur Verfügung zu stellen. In den vergangenen
Jahren mussten jedoch Lebensmittelzukäufe getätigt werden, was vom
Europäischen Gerichtshof beanstandet wurde. Das Europäische Parlament
stellt nun aber zumindest die Versorgung für die nächsten beiden
Jahre sicher. Wir dürfen gerade in Krisenzeiten nicht die ärmste
Bevölkerung vergessen." ****
Die Lebensmittelhilfe kommt derzeit 18 Millionen bedürftigen Menschen
in Europa zugute. "Es wird auch sichergestellt, dass die
Nahrungsmittel aus rein europäischer Produktion zugekauft werden.
Österreich ist in Europa positives Beispiel, was die Sozialversorgung
anbelangt und ist auf dieses Programm nicht angewiesen. Insgesamt
nutzen 20 EU-Staaten das Hilfsprogramm. Obwohl unser Lebensstandard
durchschnittlich zu den höchsten der Welt gehört, gibt es auch in der
EU Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren können. Gerade
deshalb können wir auch nicht dieses wichtige Hilfsprogramm in Europa
stoppen", so Kadenbach.
Gleichzeitig macht die SPÖ-Europaabgeordnete aber auch darauf
aufmerksam, dass mit den Nahrungsmittelhilfen lediglich Symptome
bekämpft werden, jedoch nicht bei Verteilungsgerechtigkeit angesetzt
wird. Kadenbach: "Die Armut und die Not in Europa sind nur in ganz
wenigen Fällen auf Naturkatastrophen zurückzuführen. Sie sind in
Wirklichkeit Ursache einer riesigen Finanzkatastrophe. Was wir
brauchen, ist mehr Verteilungsgerechtigkeit. Wir müssen viel früher
ansetzen! Wir müssen Bildung schaffen, wir müssen Arbeit und
Einkommen sicherstellen." (Schluss) gd
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
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