• 15.02.2012, 11:45:31
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Frauenberger/Vana präsentieren neue Werbewatchgroup

Wiener Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung hat ihre Arbeit aufgenommen

Wien (OTS) - Am Mittwoch, den 15. Februar 2012, präsentierten
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger und die Gemeinderätin der Grünen
Monika Vana in Vertretung von Martina Wurzer die Wiener
Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung. Auf
www.werbewatchgroup-wien.at können WienerInnen Beschwerden gegen
sexistische Werbung einlegen. Eine ExpertInnengruppe bewertet
anschließend auf der Basis eines ausführlichen Kriterienkatalogs, ob
das Inserat, das Plakat, der Werbespot oder die Radiowerbung
sexistisch ist und veröffentlicht die Bewertung auf der Homepage.

Rot-grünes Regierungsprojekt für eine Stadt ohne Sexismus

"Tagtäglich begegnen uns an jeder Straßenecke, in jedem Magazin
und im Fernsehen sexistische Abbildungen von Frauen. Diese
Abbildungen prägen unsere Vorstellungen von Frauen und Männern.
Frauen und ihre Körper werden dabei als sexualisiertes Werbemittel
eingesetzt, Rollenbilder und Geschlechterklischees werden verstärkt
und Gewalt gegen Frauen verharmlost", erklärt Frauenberger ihren
Einsatz gegen sexistische Werbung. Frauenberger weiter: "Diese Bilder
werden in den alltäglichen Umgang zwischen den Geschlechtern
übertragen. Sexistische Werbung ist deswegen keine Frage des
Geschmacks oder der Ästhetik, sondern hat verheerende Auswirkungen
auf die gesamte Gesellschaft. Das Ziel muss sein, dass in Wien jede
Frau sicher, selbstbestimmt und frei von Sexismus leben kann."

"Wir wollen stereotype Rollenbilder aufbrechen. Wir schaffen ein
Umfeld, das Mädchen fördert und unterstützt - beim Hinterfragen und
Umwerfen gängiger Geschlechtsrollenbilder und bei der Eroberung
bisheriger Männerdomänen," unterstreicht Monika Vana, Gemeinderätin
der Wiener Grünen.

Frauenberger und Wurzer fordern ein gesetzliches Verbot

"Die Wiener Watchgroup ist eine Möglichkeit Bewusstsein zu
schaffen und neben Graz, Salzburg und den Bestrebungen des Werberats
ein weiterer Schritt zu sexismusfreier Werbung. Dafür braucht es aber
ein bundesgesetzliches Verbot, für das sich die Stadt Wien weiterhin
einsetzen wird. Es ist für mich nicht hinnehmbar, wenn Frauen aus
wirtschaftlichen Interessen permanent in ihrer Würde verletzt,
abgewertet und sexualisiert werden," so Frauenberger.

"Werbung, die Frauen (und Männer) herabwürdigt, sich
Rollenklischees bedient und Menschen auf Objekte reduziert, hat in
einer Gesellschaft, die um Gleichstellung bemüht ist, nichts
verloren. Es muss selbstverständlich werden, dass mit
Frauenfeindlichkeit kein Geld gemacht werden darf. Die Würde von
Frauen zu verletzen ist weder ein Kavaliersdelikt noch
gesellschaftlicher Konsens. Gemeinsam mit der Wiener Watchgroup
wollen wir sexistische Werbung aus Wien verbannen," betont Vana.

Watchgroup bewertet nach ausführlichem Kriterienkatalog

"Gemeinsam mit der Grazer Watchgroup haben wir einen ausführlichen
Kriterienkatalog erarbeitet, ab wann eine Werbung als sexistisch
einzustufen ist. Dieser umfasst traditionelle Geschlechterklischees
und sexualisierte Darstellungen, die vor allem Frauen betreffen.
Sexismus ist ein gesellschaftliches Phänomen, das natürlich auch
Männer, als Models, als Medienmacher, als Konsumenten mit
einschließt. Daher besteht das ExpertInnenteam im Auftrag der Stadt
Wien auch aus Männern und Frauen, die im Bereich Geschlechter- und
Medienrepräsentation kompetent sind", so Dr.in Ulli Weish,
Medienwissenschaftlerin und Mitglied der Werbewatchgroup. "Der
Katalog ist online auf www.werbewatchgroup-wien.at jederzeit abrufbar
und zeigt durch aktuelle Beispiele die Bandbreite an sexistischen
Sujets. Die Bewertungen laufen nach einem qualitätsgesicherten
Verfahren ab, denn die Nachvollziehbarkeit und die Qualität der
Bewertungen haben größte Priorität. Wir erwarten uns eine rege
BürgerInnenbeteiligung. Durch eine aktive Öffentlichkeit kann eine
branchenübergreifende Trendwende in der Werbung bei KonsumentInnen,
bei MedienmacherInnen und bei Kreativen ankommen." (Schluss) grs

Bildmaterial zu dieser Aussendung ist in Kürze unter
www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

Rückfragehinweis:

Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
   Mediensprecherin Stefanie Grubich
   Tel.: +43 1 4000 81853
   mailto:[email protected]
   
   Mag. Katja Svejkovsky
   Pressesprecherin Gruener Klub Rathaus
   Tel.: +43 1 4000 81814
   Mobil: 0664 22 17 262
   http//wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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