- 14.02.2012, 11:30:36
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SPÖ Kaiser zur Debatte um Schulschwänzer: Wir müssen alles tun, um unseren Kindern bestmögliche Bildung angedeihen zu lassen!
Richtiger Weg heißt mit Fürsorge helfen und unterstützen. "Jugendcoaches" und flächendeckende Ganztagesschulen könnten helfen. Dramatisches Beispiel einer Kärntner Schülerin!
Klagenfurt (OTS) - "Ich bin der Meinung, dass jeder in Österreich
lebende Mensch das unumstößliche Recht auf den barrierefreien Zugang
zur besten Schulbildung haben soll - egal welcher Hautfarbe, welcher
ethnischer oder sozialer Herkunft er oder sie ist, und unabhängig
davon wieviel jemand in der Brieftasche hat", macht Kärntens
SPÖ-Landesparteivorsitzender LHStv. Peter Kaiser seinen Grundsatz in
der Debatte um Schulschwänzer deutlich. Allein in Kärnten werden laut
Vizelandesschulratspräsident Rudolf Altersberger jährlich 200
Verwaltungsstrafen an notorische Schulschwänzer ausgestellt.
Für Kaiser steht fest, dass es nur einen richtigen Weg geben kann, um
unseren Kindern die bestmögliche Schulbildung, die das Fundament für
das zukünftige Wohlergehen der solidarischen Gemeinschaft ist, gibt:
"Was unsere Kinder und die Familien brauchen, sind flächendeckende
Ganztagesschulen, in denen sie die beste Betreuung und Unterstützung
erhalten. Ebenso wäre es richtig und wichtig, die Zahl der
Schulsozialarbeiter, für die sich der Kärntner Bildungsreferent
fälschlicherweise leider in keinster Weise zuständig fühlt, zu
erhöhen", so Kaiser.
Geradezu fahrlässig und unverantwortlich empfindet Kaiser das
fehlende Engagement von Kärntens Schul- und Sozialreferent, die sich
überhaupt nicht darum bemüht haben, das Modellprojekt der
"Jugendcoaches" von Sozialminister Hundstorfer, das in der Steiermark
und Wien stattfindet, nach Kärnten zu bringen. Im Rahmen dieses
Projektes werden Jugendcoaches kostenlos zur Verfügung gestellt, die
sich in den Schulen um besonders auffällige Schüler kümmern.
Den unüberlegten Vorschlag von Integrationsstaatssekretär Sebastian
Kurz, die Verwaltungsstrafen drakonisch von 220 auf 1500 Euro zu
erhöhen, hält Kaiser für den völlig falschen Weg. "Man muss sich
überlegen, aus welcher sozialen Gesellschaftsschicht der Großteil der
notorischen Schulschwänzer kommen und was hohe Geldstrafen bewirken
würden", fordert Kaiser zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf. Der
Kärntner SPÖ-Vorsitzende nennt das Beispiel einer Schülerin, deren
Vater im Gefängnis sitzt, deren Mutter schwer krank ist, und die sich
die Finger gebrochen hat, um daheim bleiben zu können und auf ihr
Baby aufzupassen, weil sie als Schulschwänzerin die Strafe nicht
hätte zahlen können.
"So etwas darf es in einer solidarischen Gesellschaft nicht geben.
Und deswegen sind Strafen der absolut falsche Weg, weil man damit
Symptome behandelt, aber nicht die Ursache", so Kaiser abschließend.
Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt
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