• 14.02.2012, 10:26:47
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Der "Kampf" um die Augen: Eine Grundsatzfrage gegenseitigen Vertrauens?

Wien (OTS) - Die Gefahr veralteter Klischees und hierarchischer
Denkweisen liegt in der völligen Erstarrung eines Systems!
"Augenärztliche Gesundheitsberufe" sollen tradierte Hierarchien
zementieren. Anton Koller, Wiener Obmann der Fachgruppe
Gesundheitsberufe fordert eine fachlich-sachlich hinterfragende und
vertrauensstiftende Diskussionskultur. Die Wirtschaftslage verlangt
einen Paradigmenwechsel in Richtung sozialwirtschaftlicher
Effektivität. Daher müssen gesundheitsbezogene Berufsgruppen
miteinander zum Wohle einer optimalen, kosteneffektiven
Patientenversorgung agieren.

Ärzte sind per Gesetz zur Ausübung der Heilkunde "berufen".
Augenoptikermeister und klinische Optometristen beschäftigen sich mit
biologischer und physikalischer Optik. Ihr Aufgabenbereich ist die
Korrektur der Fehlsichtigkeit und die gesetzlich verpflichtende
Überprüfung des Gesamtsystems Auge.

Hinter Leseschwierigkeiten einen bedrohlichen Hirntumor zu
vermuten, ist nicht nur bedenkliche Panikmache, sondern "wacheln mit
dem Leichentuch", mahnt Anton Koller. Augenoptikermeister und
klinische Optometristen verfügen über ein fundiertes Wissen und
reichhaltige professionelle Erfahrung. Augenärzte bestätigen, dass
die Vernetzung mit Augenoptikermeistern und klinischen Optometristen
nicht wirklich neu ist. Statt der kolportierten
"Entprofessionalisierung des Gesundheitssystems" sollte die
gegenseitige Anerkennung ohne Panikmache zur Sicherstellung
ganzheitlicher Versorgung mündiger Patienten im Zentrum der Debatten
stehen. Noch bestimmt der Mensch und Patient über seinen eigenen
Körper und entscheidet, wem er sein Vertrauen schenkt.

Das Gesundheitssystem ist kein Selbstbedienungsladen für bestimmte
Berufsgruppen, stellt A. Koller fest. Er verlangt ein
kosteneffektives Gesundheitssystem, die Anerkennung der Fachkompetenz
der Augenoptikermeister und klinischen Optometristen und deren
Einbindung in das Gesundheitssystem durch den Gesetzgeber.

Augenoptikermeister und klinischen Optometristen als erste
Anlaufstelle in Sachen Brillen, Kontaktlinsen und Sehbehelfe - z. B.
für die Folgen des Älterwerdens - finden im Zuge der Ermittlungen des
optischen Bedarfs immer wieder Zustände, die eine umgehende
Überweisung zum Augenarzt zur Folge haben. Vielleicht, so A. Koller,
wäre eine gemeinschaftliche Vorsorgeaktion ein nach außen gerichtetes
Signal. Ein erster professioneller und vertrauensstiftender Ansatz
fachkompetenter gegenseitiger Anerkennung.

Rückfragehinweis:
Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe / Augenoptiker und Hörakustiker
Tel.: 01/51450-2208

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