• 12.02.2012, 13:26:33
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SPÖ Hietzing gedenkt der Opfer der Februarkämpfe 1934

Bezirksparteivorsitzender Schmid: Antifaschismus ist zentrales Fundament der Sozialdemokratie!

Wien (OTS/SPW) - Vor 78 Jahren, am 12. Februar 1934, kämpfte der
Sozialdemokratische Schutzbund gegen das Unrechtsregime, das 1933
durch einen Verfassungsbruch an die Macht gekommen war. Die SPÖ
Hietzing gedachte heute, Sonntag, der Opfer dieses mutigen
Aufbegehrens gegen Diktatur und Faschismus mit einer
Gedenkveranstaltung am Münichreiter-Mahnmal in Hietzing.
Bezirksparteivorsitzender Gerhard Schmid erinnerte in seiner
Ansprache dabei im Besonderen an die Geschichte Karl Münichreiters,
dessen Kampf für ein demokratisches Österreich im Februar 1934 zur
Hinrichtung durch das Unrechtsregime führte. Man werde alles tun, um
dem Vermächtnis Münichreiters in besonderer Weise gerecht zu werden,
betonte Schmid: "Für die Sozialdemokratie war der Antifaschismus
immer und ganz besonders nach 1945 das zentrale Fundament. Das war in
unserer Geschichte so, das ist heute so und das muss immer so
bleiben."****

Bei den Februarkämpfen, die mit der Zerschlagung des
Sozialdemokratischen Schutzbundes durch das Dollfuß-Regime endeten,
verloren Tausende Menschen ihr Leben oder wurden verletzt, mehrere
Dutzend wurden später durch Standgerichte zum Tode verurteilt und
neun Menschen hingerichtet, weil sie für ein demokratisches
Österreich eingetreten waren, erinnerte Schmid. Vor diesem
Hintergrund sei das kürzlich beschlossene Gesetz zur Rehabilitierung
der Opfer des Austrofaschismus als besonderer Erfolg zu werten. Das
Gesetz sei "ein ganz wichtiger Akt für die Aufarbeitung der jüngeren,
österreichischen Geschichte", betonte Schmid.

Bei Faschismus und Fremdenfeindlichkeit müsse man stets den Anfängen
wehren, mahnte der Bezirksparteivorsitzende. Das bedeute:
"Gemeinsamer Kampf gegen die Finanzkrise, gegen die Wirtschaftskrise,
gegen die Arbeitslosigkeit - in Österreich, in Europa und weltweit"
und für ein "soziales Miteinander, für Arbeitsplätze und für soziale
Sicherheit". Und es bedeute, wachsam zu sein. "Wir wissen, dass der
Faschismus immer wieder seine Kleider gewechselt hat und sich
verschiedene Masken zugelegt hat", sagte Schmid. "Unser Blick muss
geschärft sein, hinter die Masken zu blicken. Rassismus,
Fremdenfeindlichkeit, Hetze gegen Minderheiten, Intoleranz und
Feindlichkeit gegenüber Religionsgemeinschaften müssen wir
entschieden entgegentreten - notfalls mit allen Mitteln, die uns der
demokratische Rechtsstaat ermöglicht", forderte Schmid. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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