• 10.02.2012, 19:43:47
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ÖH zum Sparpaket: zumindest keine weiteren bösen Überraschungen

den Bildungsbereich vom Rotstift zu verschonen reicht bei weitem nicht aus

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft zeigt sich
erfreut, dass das Sparpaket im Bildungsbereich zumindest nicht für
weitere böse Überraschungen gesorgt hat. "Auch wenn die Studierenden
vorerst von der Einführung einer willkürlichen Bildungssteuer in Form
von Studiengebühren verschont geblieben sind, ist das allein noch
kein Grund für Luftsprünge und Jubelschreie." so Peter Grabuschnig,
ÖH Generalsekretär. "Jetzt ist es höchste Zeit das Gesetz
diesbezüglich zu reparieren, dass heißt klar festzuschreiben, dass es
auch im Herbst keine zusätzliche finanzielle Belastung für
Studierende geben darf, die bereits bei den letzten Sparmaßnahmen
massiv getroffen wurden."

Wie die vorhandenen Mittel von 990 Millionen Euro laut Töchterle für
die nächsten drei Jahre eingesetzt werden sollen, wird von der ÖH
jedoch weiterhin kritisiert. "Dass nur 100 Millionen Euro pro Jahr
direkt in das Grundbudget der Hochschulen fließen sollen, ist ein
winzig kleiner Tropfen auf einen glühenden Stein", so Martin Schott
vom ÖH Vorsitzteam. Die kompetitive Vergabe, die an das Einwerben von
Drittmitteln gebunden sein soll, ist aus Sicht der ÖH ein absolut
unpassendes Instrument der Mittelverteilung. "Hier wird nicht
eruiert, wo dass Geld tatsächlich am dringendsten benötigt wird,
sondern absurde Bedingungen aufgestellt, wodurch einige Universitäten
massiv benachteiligt werden."

Auch von Seite der RektorInnen konnten bereits ähnliche Stimmen
vernommen werden. "Ministerin Fekter und Minister Töchterle müssen
endlich einsehen, dass sie mit diesem Vorgehen nicht im Interesse der
Hochschulen und der Studierenden handeln." So Angelika Gruber vom
Vorsitzteam der ÖH. Auch dass es mehr Mittel brauchen wird, um die
finanziellen Probleme der Hochschulen zu lösen bleibt außer Frage.
"Den Bildungsbereich vom Rotstift zu verschonen reicht bei weitem
nicht aus. Es muss endlich klar sein, dass Investitionen in die
Bildung wichtige Investitionen in die Zukunft sind und auch danach
gehandelt werden."

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at/

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