• 10.02.2012, 18:35:21
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Industrie: Für den Standort das Schlimmste abgewendet, aber schwere Bürden zu schultern

IV-Präsident Sorger: Regierung hat angesichts absurder Steuerforderungen standortpolitisch weitgehend verantwortungsvoll gehandelt

Wien (OTS/PdI) - "Es ist gut, dass die Bundesregierung sich die
Zeit zu intensiven Verhandlungen zur Konsolidierung des Bundesbudgets
genommen hat", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung
(IV), Dr. Veit Sorger, heute, Freitag, zu den präsentierten
Ergebnissen des Konsolidierungspaketes. "Wir begrüßen, dass es vor
allem angesichts einer Reihe von gefährlichen realitätsfernen und
weltfremden Forderungen von AK und ÖGB grosso modo zu keinen stark
standortschädigenden und beschäftigungsvernichtenden neuen Steuern
kommt. In diesem Sinn wurde durch die Bundesregierung weitgehend
standort- und beschäftigungspolitisch verantwortungsvoll gehandelt.
Dass die Budgetkonsolidierung im überverwalteten Hochsteuerland
Österreich leicht ohne neue Steuern und Belastungen zu
bewerkstelligen gewesen wäre, ist allerdings auch klar", betonte der
IV-Präsident.

"Die nunmehr vorliegende Einigung stellt für den Standort eine
Herausforderung dar und kann seitens der Industrie nur im Rahmen
eines ausgewogenen Gesamtpakets nachvollzogen werden. Leider wurde
verabsäumt, bei den zentralen Bereichen Pensionen und Verwaltung
langfristig und nachhaltig wirksame umfassende strukturelle Maßnahmen
zu setzen, um Mittel für dringend benötigte Zukunftsinvestitionen in
Bildung und Ausbildung, F&E sowie Infrastruktur freizumachen", so
Sorger. "Hier ist erst ein erster Schritt gesetzt worden, der auch
noch der detaillierten und konkreten Ausgestaltung bedarf." Ganz
wesentlich werde jetzt jedenfalls sein, die akkordierten positiven
Aspekte "nicht im Begutachtungs- und parlamentarischen Prozess von
Zukunftsverweigerern und Besitzstandswahrern verwässern oder
verschlechtern zu lassen. Hier ist die Bundesregierung eindringlich
aufgefordert, Standfestigkeit zu zeigen", unterstrich der
IV-Präsident.

Kritisch beurteilt die Industrie die Überlegung, eine
Finanztransaktionssteuer im Alleingang einführen zu wollen. "Dies ist
desaströs für den ohnehin unter Druck stehenden Finanzplatz
Österreich." Die Änderungen bei der Gruppenbesteuerung müssen noch
genauer evaluiert werden, Leistungsträgerinnen und -träger werden
durch den geplanten "Solidarbeitrag" noch weiter belastet. "Für
internationale Führungskräfte der oberen Ebenen wird der
Unternehmenszentralen-Standort Österreich damit noch unattraktiver."
Nicht erfreut zeigte sich Sorger ferner über die weitere Verteuerung
des Faktors Arbeit in Österreich - "dies stellt einen weiteren
Wettbewerbsnachteil für Österreichs Unternehmen dar."

"Gerade wir in Österreich brauchen aber Leistungswillen,
Wettbewerbsfähigkeit und Verlässlichkeit für Investitionen sowie die
attraktive Möglichkeit, in neue Märkte zu gehen, wo noch Wachstum
stattfindet. In der gegenwärtigen sensiblen konjunkturellen Lage wäre
es unverantwortlich, dringend benötigtes Wachstum und damit heimische
Arbeitsplätze aufs Spiel zu setzen", sagte der IV-Präsident.

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
www.iv-net.at/medien

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