• 09.02.2012, 14:15:16
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Keine Reichensteuer - habt Mitleid mit den Reichen!

Wien (OTS) - Kurt Obermülner, Vorsitzender der
Christgewerkschafter/innen in der Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe -
Landesgruppe Wien, spricht sich anlässlich der Diskussionen zur
Budgetkonsolidierungen "ziemlich" eindeutig gegen eine Reichensteuer
aus.

Obermülner verweist auf die Bibel, in der schon geschrieben steht:
"Dem Reichen raubt sein voller Bauch die Ruhe des Schlafs." (Kohelet
5, 11). Er verweist auch auf eine Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 zum
Thema Vermögenssteuer: "in dieser Diplomarbeit wird die Tatsache
erwähnt, dass die Vermögensvermehrung oftmals von Risiken und Sorgen
begleitet ist". Vermögende sind also Menschen, die nicht nur
unglaubliche Leistungen vollbracht haben, sondern auch eine sehr
schwere Bürde tragen.

Der Landesvorsitzende führt weiters aus: "Es ist zu bewundern,
wenn etwa Energy-Drink-Unternehmer Millionen Dosen über Millionen
Kilometer zu Millionen Kunden tragen - allein wie viel an Lasten sie
dabei bewältigen müssen. Oder Software-Unternehmer, die ihre Produkte
in unzähligen Sprachen auf Millionen Computer aufspielen - und sich
dann sogar überall noch regelmäßig um die Updates kümmern. Und es
gibt auch viele Unternehmer, die sich um gute Standards für
Kinderarbeit kümmern. Diese Menschen leisten Übermenschliches, Neid
auf ehrlich erwirtschaftetes Vermögen ist hier nicht angebracht.

Lasst uns nicht unsicher werden in der Überwindung der
Schuldenkrise, die wir in unserer Maßlosigkeit selbst verschuldet
haben. Folgen wir den Ratschlägen der Experten und bauen wir unsere
Schulden allein durch Sparmaßnahmen ab. Lasst uns sündige Wesen nicht
schwach werden, indem wir es uns durch Steuereintreibungen zu leicht
machen. Wer weiß, ob wir solchen Verführungen nicht derart verfallen,
dass wir dann sogar den armen Reichen ihr Leben noch schwerer machen
und wir sie damit vielleicht sogar aus unserem Land vertreiben."

Abschließend appelliert Obermülner: "Nehmt lieber von uns
Gemeindebediensteten, die wir vielfach in sicheren Berufen wie
beispielsweise Krankenpflege, Sozialarbeit, Kindererziehung,
Feuerwehr oder Rettung arbeiten - Berufe die noch dazu oftmals auch
von Freiwilligen ohne Bezahlung erbracht werden."

Rückfragehinweis:

Kurt Obermülner, MAS
   Vorsitzender 
    
   Fraktion Christlicher Gewerkschafter/innen in der 
   Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe - LGr. Wien
   1090 Wien, Maria Theresien Straße 11
    
   Tel.: +43 676 70 68 511, E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

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