• 09.02.2012, 13:09:59
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FORMAT: Telekom Austria zahlte Meinungsumfragen für Karl-Heinz Grasser

Umfragen aus 2005 und 2006 zu Privatleben und Kandidatur als Finanzminister

Wien (OTS) - Die Telekom Austria soll in den Jahren 2005 und 2006
Meinungsumfragen für den damals amtierenden Finanzminister Karl-Heinz
Grasser bezahlt haben. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in
seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Aus diesem Grund wird Karl-Heinz Grasser nun von der
Staatsanwaltschaft Wien als Beschuldigter in der Affäre Telekom
geführt. In einem FORMAT exklusiv vorliegenden Schriftsatz der
Staatsanwaltschaft Wien vom 24. November 2011 wird die Einleitung des
Strafverfahrens gegen Grasser so begründet: "Weil der Verdacht
besteht, dass die Telekom Austria AG über dessen Ersuchen in den
Jahren 2005 und 2006, zuletzt mit Rechnung vom 30.11.2006, bezahlt am
28.12.2006, Meinungsumfragen der market-Marktforschungs GmbH & Co KG
zu seiner Person über die Valora AG bezahlte."

In einem Polizeibericht, der FORMAT vorliegt, werden einige
Highlights der Market-Umfragen für den Finanzminister samt
Kostenpunkt aufgelistet:

- "Das Privatleben von Karl-Heinz Grasser"
(Rechnungsdatum: 31. Mai 2005; Preis: 5.880 Euro)
- "Der Mehrwert von Karl-Heinz Grasser"
(21. Februar 2006; 5.520 Euro)
- "Die Kandidatur von Karl-Heinz Grasser"
(16. Mai 2006; 6.240 Euro)
- "Karl-Heinz Grasser als Finanzminister einer großen Koalition"
(30. November 2006; 5.040 Euro).

Die letzte Umfrage wurde laut FORMAT gegen Ende der schwarz-orangen
Regierung unter Wolfgang Schüssel und kurz vor der Angelobung der
rot-schwarzen Regierung unter Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer
angelobt wurde.

Rückfragehinweis:
FORMAT Business
Ashwien Sankholkar
01-21755-4126
www.format.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMT

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